Sind Völker der sog. Dritten Welt seelisch und spirituell reicher als wir, und außerdem ethisch gar nicht schlechter als wir?

13 Antworten

In Anbetracht der Größe der "dritten Welt", lässt sich diese Frage hier nur schwerlich in einer angemessenen Weise beantworten. Zumal deine Verallgemeinerungen nicht hilfreich sind, und so manche Formulierung Fragen aufwirft.

Auch deren Religionen sind authentischer und haben einen realen Platz im Alltag.

Wann ist eine Religion authentisch, wann hat sie einen realen Platz? Was ist diesbezüglich ein realer Platz?

In Bezug auf die Ethik: Als jemand, der gegenwärtig in Deutschland
aufgewachsen ist, wundert man sich oft über das Ausmaß an Gewalt in
anderen Ländern (z.B. Fehden, Korruption, Ehrenmorde sind an der
Tagesordnung).

Zeigt das eurer Meinung nach, dass es dort weniger ethisches Bewusstsein
gibt, oder ist der wirkliche Unterschied: Bei uns gibt es ähnlich viel
Gewalt, nur viel subtiler und verborgen (weil man durch Bildung weiß,
dass es so nicht sein sollte)?

Grob gesagt: Je schlechter die Führung, desto schlechter die Bevölkerung. Gewalt wächst aus Gewalt.

Und die dritte Frage: Folgt ethisches Verhalten mehr aus Bildung und Reflexion oder mehr aus den seelischen Erfahrungen, die man als Kind macht, sowie durch Vorbilder?

Ein sehr komplexes Themengebiet. Was man klar sagen kann ist, daß Empathie eine evolutionäre Eigenschaft ist, die durch diverse Faktoren auf "stumm" geschaltet werden kann. Nicht zuletzt durch Religion.

Es entspricht der typisch westlichen arroganten Uninformiertheit, ganze Kontinente in einen Topf zu werfen. Glückwunsch, damit liegst Du also voll im Trend.

Deine Frage erinnnert mich an die Kritik eines Afrikaners, der sich darüber aufregte, daß man im Westen tatsächlich glaubt, lebensunfähige, realitätsferne westliche Jugendliche könnten irgendeinen Beitrag zur Entwicklungshilfe leisten und sie deshalb in Schaaren dort hinunterschickt.

Daß es um die seelische Gesundheit zum Beispiel in Somalia besonders gut bestellt sei, wenn dort ein Drittel der Bevölkerung geisteskrank ist, können wir wohl ausschließen.

https://www.nzz.ch/a_n_ket_ten_geleg_t_wie_tiere-1.12541751

Es entspricht der typisch westlichen arroganten Uninformiertheit, ganze Kontinente in einen Topf zu werfen. Glückwunsch, damit liegst Du also voll im Trend.

Du nimmst mir die Worte aus dem Mund. Vielen Menschen ist noch nicht einmal klar, wie groß zB allein Afrika ist. Hier mal eine schöne Veranschaulichung:

http://www.dailymail.co.uk/news/article-2445615/True-size-Africa-continent-big-China-India-US-Europe-together.html

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@Meatwad

Naja - aber das mit "Eastern Europe" kann auch nicht so ganz stimmen. Das ist dann auch wieder die typisch dümmliche, westliche Arroganz gegenüber Rußland, die dessen Zugehörigkeit zu Europa leugnet. Osteuropa geht bis zum Ural und nimmt damit geschätzt etwa die Hälfte der Fläche Afrikas ein.

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@Hegemon

Andere Quellen sprechen von der vierfachen Groesse Afrikas zu Europa. Somit muss wirklich einmal nachgerechnet werden, denn das ist ja eine Differenz von 50 %.

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@zetra

Wie auch immer. Ich habe Zweifel, ob die Darstellung Osteuropas in der Grafik korrekt ist.

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@Hegemon

Ich werde das ueberpruefen. Gruss zetra.

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@zetra

Afrika hat 30,2 Millionen Km2.

Europa     10,18 Millionen Km2 bis zum Ural

Fazit, Afrika ist dreimal so gros wie Europa. 

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@zetra

So jetzt hab ich's. Hab mal die Karten verglichen. Was der Artikel uns als "Osteuropa" verkauft , umfaßt im Süden Griechenland, den Balken einschließlich Rumänien und Bulgarien und im Norden Polen. Der Größte Teil Osteuropas mit Rußland, Weißrußland, Ukraine und dem Baltikum fehlt dort. Das ist genau das was ich sagte - die Experten zählen in ihrere unendlich dünmmlichen Arroganz das eigentliche Osteuropa gar nicht zu Europa. Was für ein Armutszeugnis.

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In der "dritten Welt" gibt es sehr viele Naturvölker welche für manche Menschen vielleicht Technisch und fortschrittlich hinter uns liegen, wie du es gesagt hast, uns in spiritueller und ethischer Hinsicht weit vorraus sind, solche Völker wissen im Gegensatz zu uns noch wie man im Einklang mit der Natur Leben kann und wie man durch Zeremonien und Rituale und Einnahme von Naturdrogen wie Ayahuasca seiner Horizont erweitert.
Auch sind es unsere westlichen Länder welche die dritte Welt ausgebeutet haben und es immer noch tun, sie sind in ethischer Hinsicht also keineswegs besser, wir können lediglich besser so tun als wären wir moralisch überlegen und würden nach moralischen Grundsätzen handeln.

"wir können lediglich besser so tun als wären wir moralisch überlegen "

Den Eindruck habe ich inzwischen auch. Mit dem Wissen, wie ein moralisches Verhalten aussehen müsste, erreicht man also keine moralische Besserung, sondern weiß lediglich, wie man sich darstellen muss.

Dennoch bin ich froh, hier und heute in einem Rechtsstaat zu leben und dass Mord und Totschlag nicht an der Tagesordnung sind.

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Warum gibt es "so viele" Probleme mit Muslimen?

Vorab: Ich hoffe hier keine "Hassdebatte" mit zu entfachen, sondern bin einfach neugierig und will die Welt besser verstehen.

Beobachtung: In den Niederlanden, Deutschland, Frankreich, Großbritannien und alle anderen westeuropäischen Länder gibt es die verschiedensten Einwanderungsgruppen.

Manche Einwanderungsgruppen scheinen in Schwierigkeiten zu stecken und auch welche zu bereiten. Von Engländern, Holländern, Franzosen und Deutschen die im westeuropäischen Ausland gelebt haben sowie den örtlichen Medien kriege ich dann die folgenden Ethnien gennant:

Pakistaner, Afghanen, Türken, Kurden, Maghrebiner, Schwarzafrikaner (aus islamischen Ländern, bspw. Somalia).

Das einzige, was sie zu verbinden scheint ist der Glauben und das sie eben besonders häufig gennant werden, wenn es um mangelnde Bildung, Ghettos, Gewalt, Gangs usw. geht.

Warum immer die? Was läuft da schief? Wieso haben die in (scheinbar?) allen westlichen Gesellschaften simultan solche Schwierigkeiten?

PS: Ich weiß, dass es bspw. in England auch Probleme mit Jamaikanern (Christen) und eine gut laufendende Integration von Indonesiern (Muslimen) gibt. Dennoch finde ich diese Parallelen merkwürdig. Insbesondere weil diese aus islamsichen Ländern stammenden Menschen nichts miteinander verbindet - was haben schon ein holländischer Algerier und ein französischer Kurde groß gemeinsam????

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Frage zur Erziehung eines Kindes/ethische Frage??

Hallo Leute,

ich will euch zuallererst genauere Infos erklären: Ich habe einen entfernten Verwandten, welchen ich mit meiner Familie vor ein paar Jahren besucht habe. Er hat zwei Kinder (Junge und Mädchen) und der Vater ist strikt gegen jegliche Elektronik. Sie haben weder einen Fernseher zuhause noch Smartphones/Tablets/... außer einen wirklich alten Computer mit Röhrenmonitor mit einer wirklich alten Windows-Version. Vor seiner Familie und vor uns sprach er sich beim Mittagessen auch aus, dass er solche Geräte gar nicht mag und er erzählte es seinen Kindern auch sehr oft. Er selber ist Schreiner und braucht es auch gar nicht, über das was in der Welt passiert bekommt seine Familie nur über die Zeitung mit.

Jetzt will ich genauer auf meine Frage eingehen: Haltet ihr es für gerechtfertigt, dass ein Elternteil so sehr in die Entwicklung seiner Kinder eingreift? Auf dem ersten Blick erscheint es für mich schon gerechtfertigt, weil es seine Kinder sind. Aber auf dem zweiten Blick versperrt er seiner Familie auch viele Möglichkeiten. Wenn eines seiner Kinder einen anderen Beruf als er ausüben wollte, hätten sie wahrscheinlich ein Problem, da der deutliche Großteil der Berufe zumindest grundlegende Kenntnisse des Computers/technischer Geräte voraussetzt. Findet ihr, dass er seine Kinder aufgrund seiner Erziehung deswegen einschränkt? Und sollte ein Elternteil soviel Einfluss auf die Lebensweise seiner Familie haben? Sein (noch etwa 13-15 Jahre alter) Sohn hat mir nämlich auch beim Besuch gesagt, dass er langsam eine Ablehnung gegenüber Smartphones/anderen elektronischen Geräten entwickelt hat. Wenn der Sohn in der Schule wegen so etwas ausgegrenzt wird, ist es dann nicht auch verantwortungslos? Und wenn sie alle nur über die Informationsübermittlung einer bestimmten Zeitung Informationen bekommen, schränkt das ihre Sicht der Welt nicht indirekt ein, weil sie keinen Zugriff auf andere Quellen haben? Mich beschäftigt das Thema schon länger und neben diesen genannten Punkten gibt es natürlich noch VIEL mehr Auswirkungen, welche einen auf dem ersten Blick gar nicht einfallen. Was meint ihr zu der Sache?

Danke für jede Antwort. Jeder interessante Beitrag wird mit Pfeil hoch und einem "Danke" belohnt. Bitte bleibt bei Diskussionen sachlich und akzeptiert, dass nicht jeder eurer Meinung ist und eine andere Einstellung zur Welt hat. Eigene Geschichten können gerne als Beispiel geteilt werden. Vielen Dank fürs durchlesen.

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