Sind Viren und Bakterien Lebewesen?

4 Antworten

Viren gelten als Makromoleküle (= große Moleküle), die passiv in der Luft umherschwirren und keinen Stoffwechsel (also keine Atmung, keine Nahrungsaufnahme usw.) haben. Der einzige Grund, warum Viren überhaupt mit Lebeswesen in Verbindung gebracht werden, ist die interessante Tatsache, dass sie ebenso eine DNS besitzen. Um sich allerdings "fortzupflanzen" benötigen sie die Hilfe fremder Zellen, die ihre DNS vermehren. Zu diesem Zweck schneiden sie ihren Strang in ein fremdes Erbgut, woraufhin die betroffene Zelle dann die DNS des Virus produziert. Jeder von uns hat in seinen Zellen Viren-DNS, was aber nicht weiter tragisch ist. Ich meinte mal zu meinem Biolehrer, dass Viren ja dann die primitivste Ur-bzw.Vorform von Leben sind. Er entgegnete mir: "Oder sie sind die Spezialisiertesten: Aufs Wesentlichste (der Fortpflanzung nämlich) reduziert."

Da Viren keinen eigenen Stoffwechsel haben (und noch weitere Dinge, die ein lebewesen haben sollte, um zu leben/überleben), sind sie nicht als Lebewesen zu betrachten. Es sind schmarozende Moleküle mit RNA, die sich den Stoffwechsel von Lebewesen zu nutze machen.

Bakterien sind definitiv Lebewesen. Sie kommen überall vor, auch im menschlichen Körper, siehe Darmbakterien. Viren hingegen haben keinen eigenen Stoffwechsel, daher sind sie eigentlich keine Lebewesen.

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