Sind Vegetariertum oder Veganismus ein Modell für die gesamte Erdbevölkerung?

5 Antworten

wir können schon HEUTE 10 milliarden ernähren:

Weltweit werden einer neuen Studie zufolge jährlich bis zu zwei
Milliarden Tonnen Lebensmittel weggeworfen. Das wäre ungefähr die Hälfte
aller Lebensmittel - und genug, um drei Milliarden Menschen zu
ernähren

http://www.sueddeutsche.de/panorama/studie-zur-lebensmittelindustrie-die-haelfte-aller-nahrungsmittel-landet-im-muell-1.1569461

Veganismus ist eine ökologische, ethische und gesundheitliche Sackgasse. Biovegane Landwirtschaft ist Raubbau.

Es würde der Welt mehr schaden als nutzen. Da tierischer Dünger
nicht Vegan ist müsste als ersatz Chemischer Dünger der extrem schadet
oder Pflanzlicher Dünger der angebaut werden muss und man so NOCH mehr Flächen benötigt zudem der Ertrag dann um bis zu 80% geringer wäre um das zu kompensieren benötigt man NOCH mehr Ackerfläche. Das Problem dabei Ackerland ist begrenzt und schadet der Umwelt extrem daher ist auch der Grünlandumbruch in teilen Deutschlands verboten.

Das Problem des Veganismus ist, dass er sich letztlich nur auf Basis
einer anthromorphisierenden Ethik rechtfertigen kann. Im Gegensatz zur Mischkost, die auch ökologische, gesundheitliche und wahre ethische Gründe für sich reklamieren kann. Der Aufwand, den Veganer betreiben müssen, um tierische Produkte nicht nur beim Essen zu ersetzen, übersteigt den ökologischen Nutzen. Bleibt also nur eine Verzichts-Ethik: Durch mein Opfer rette ich die Welt. Das ist ein sehr religiöses Motiv. Der Verzicht muss gesteigert werden, um dem bisherigen Verzicht einen Sinn zu geben. immer weiter...denn auch für andere Produkte leiden und sterben Tiere so z.b. auch für Ackerbau. Es ist ein Hype mehr nicht.

Welternährung: Vegane Ernährung ist nicht zielführend

https://www.topagrar.com/news/Home-top-News-Welternaehrung-Kompletter-Fleischverzicht-ist-nicht-zielfuehrend-4215412.html

Sehr gute Argumente. Das mit dem Pflanzendünger hatte ich noch gar nicht bedacht. Erstklassig!

Danke für Deinen Beitrag. Mir gefällt der sachlich-argumentative Stil in der ansonsten allzu emotional geführten Diskussion.

1
@Cwmystwyth

gern geschehen. Das ist noch lange nicht alles. hochreines Kupfer wird mit hilfe von Knochenleim hergstellt weil es dafür keine alternative gibt. dieses Kupfer findet sich in jedem elektronischen Gerät und ist somit nicht Vegan. Man müsste also auf sämtliche elektronik verzichten. Veganismus heisst zurück ins Mittelalter.

zudem Rechnungen zur "veganen Lösung" des Hungerproblems haben meist gleich mehrere falsche Voraussetzungen: Sie gehen davon aus, daß alle Pflanzen (alle Nährstoffe) in jedem Klima und auf jedem Boden wachsen, sie gehen davon aus, daß Menschen Tierfutter essen (und verdauen) könnten, und sie gehen davon aus, daß Mineraldünger unendlich vorhanden ist.

Such einfach mal die gängigen Veganerseiten durch: es gibt keine
einzige Seite und keine einzige Rechnung, die Dir auch nur für EINEN Veganer mal auflistet, welche Pflanzenmasse man benötigen würde, wenn alle Leute vegan leben würden. Es gibt nicht mal eine einzige Vergleichsangabe, wieviel und welche "Pflanzenmasse" man für 1kg Mensch braucht - und das wäre das erste, was dastehen müßte, wenn man natürliche und vegane Ernährung vergleichen will.

2
@wickedsick05

Veganer Argumentieren häufig dass man das Soja statt dem Tier dem Mensch geben solte aber:

Wenn die Gesamtbevölkerung von USA und Europa auf jegliches Tierprodukt in Fleisch- und Käseform verzichten würde wären 39 Millionen Tonnen jährlich nötig: 17% des bisherigen Ertragsvolumens stehen 10% der gesamten Weltbevölkerung gegenüber. Um jeden einzelnen dieser Erde mit ausreichend Bohnenquark versorgen zu können, müssten also weitere Anbauflächen für Sojabohnen erschlossen werden und das lediglich bei einer Tagesration von 250gr was 50% des Proteinbedarf decken würde.

Jetzt sagt der Veganer natürlich gleich: "man muss ja nicht so viel Tofu essen" DAS ist natürlich richtig ABER Man muss ja auch nicht soviel Fleisch essen und TROZDEM wird es gemacht. Veganismus ist KEIN garant dass sich jeder "richtig" ernährt und an die wunschvorstellungen mancher Veganer hällt. Genauso wie Mischkost nicht heisst jeder ernährt sich nach den Vorgaben der DGE denn diese empfiehlt nur 300-600 Gr. Fleisch die Woche und TROZDEM hällt sich keiner dran.

3

Ich bin selbst Veganer und sehe das so:

Momentan sind Veganer (und auch Vegetarier) noch stark in der Minderheit.
Ein "wenn alle vegan wären" Modell ist somit noch sehr weit her geholt.

In der momentanen Lage ist es sicher nicht schlecht Massentierhaltung nicht unterstützen zu wollen. Die Standards der Bio Tierhaltung finden viele auch nicht mehr ideal und weichen somit komplett von der Tierhaltung auf Pflanzliche Produkte aus. Die momentane Entwicklung sehe ich für kein Tier als Gefahr.

Wenn doch plötzlich alle vegan werden würden, hätte sicher ein sehr sehr großes umdenken in der Bevölkerung stattgefundenen. Gibst du mir recht, dass in einer Gesellschaft mit 100% veganern Tierschutz und Umweltschutz eine deutlich wichtige Rolle spielen würden?
Ich denke dann, wenn alle nicht nur vegan essen, sondern aus Überzeugung vegan Handeln, steht diesem nichts im Wege.
Man würde Wege finden.
Momentan sterben Jährlich tausende Arten aus. In der Lebensmittelindustrie gibt es vielleicht 20 Tierarten, die relevant sind. In eine rein veganer Welt, würden vermutlich mehr Tiere vor dem Aussterben bewahrt werden, da ein höheres Umweltbewusstsein Normalzustand wäre. Was die Agrarwirtschaft angeht hier eine Idee: Wenn z.B. Obst und Gemüse Samen/Kerne statt im Mülleimer im Garten/Park/Balkon landen würden... (und veganer essen viel Obst und Gemüse) wäre dann nicht innerhalb von ein paar Jahren sehr viel kostenloses Essen da?
Wenn all das geschehen würde, dann gäbe es keine Eintagsküken mehr, keine Lebensmittel Skandale um Massentierhaltung.
Sehr viele Spekulationen... Aber das Szenario ist auch noch sehr weit von der Realität entfernt.

Ja, es ist ein Gedankenspiel.

Wir brauchen heute nahezu alle verwertbaren Flächen, um 7,5 Milliarden Menschen zu ernähren. Ich befürchte, dass für 10 Milliarden Menschen oder mehr keine Fläche mehr übrig ist, in der die Natur noch sich selbst überlassen ist.

Zudem wird es  durch das schwindende ökonomische Interesse an derr Tierhaltung niemanden mehr geben, der Zeit oder Geld in die Erhaltung der Arten und stabile Ökosysteme investiert.

Am Ende der Entwicklung leben wir in einer Welt voller Menschen und ohne Tiere (wie gesagt: Gedankenspiel). Die Welt ist so nicht überlebensfähig.

Ist dann der Schluß erlaubt, dass wir ein ausgewogenes Ernährungsverhalten brauchen, um unser Ökosystem zu erhalten?

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Wie gesagt, denke ich wäre eine Vegane Gesellschaft mehr an Artenschutz interessiert als eine Omnivore. Ich habe mal gelesen, dass für die "Herstellung" einer Tierischen Kalorie (Fleisch, Milch...) durchschnittlich etwa 7 Pflanzliche verwendet werden (Futter). Wenn Agrarwirtschaft besser in Architektur von Großstädten integriert werden würde, wäre sicher einiges an Feldflächen einsparbar, welche wieder für Tiere verfügbar wäre. Ich denke es gibt viele Möglichkeiten. (es gibt z.B. einen Basilikum Farmer in Italien, der seine Pflanzen (mittlerweile auch andere) in Luftblasen (Art Durchsichtige Zelte) in 6 Meter Tiefe im Mittelmeer anbaut. mit Erfolg! Ich bin da optimistisch. Möglichkeiten gibt es viele.

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Das meiste, was Veganer/Vegetarier zur Propaganda vorbringen, ist unseriös. So auch das Geschwätz, mit Pflanzenkost das Welternährungsproblem lösen zu können.

Ca. 1/3 des Festlandes ist nicht ackerfähig. Es kann aber durch Weidetiere sehr umweltverträglich genutzt werden. Es wäre schlimmste Umweltsünde, diese nicht ackerfähigen Standorte trotzdem zu beackern (massive Wind- und Wassererosion, Versalzung usw.).

Es führt einfach kein Weg vorbei, die Menschheitsvermehrung wieder als Problem Nr. 1 ständig publik zu machen und die Politiker zu bedrängen, ernsthaft aktiv zu werden. Es geht ja bei weitem nicht nur darum, die Bäuche zu füllen. Jeder moderne Mensch reißt die Erde ökologisch noch ein weiteres kräftiges Stück runter.

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