Sind Veganer eher toleranter was so gewisse Themen betrifft?

20 Antworten

Das KANN aber MUSS nicht der Fall sein. Bei jedem ist irgendwann die Tollerantsgrenze Erreicht ab der er/sie nicht mehr Tollerant sein kann. Das ist auch bei Veganern so (und manche sind da bei ihrer Ernährung auch seeehr extrem das sie eben keine anderen Meinungen da zu lassen).

Ich kann das nicht für alle Veganer beantworten. Ob nun Veganer oder nciht, jeder ist anders, auch im Hinblick auf Toleranz. Daher möchte ich von Verallgemeinerungen Abstand nehmen. Zudem es unterschiedliche Motive gibt, um vegan zu leben. Das muss nicht unbedingt die Sorge um das Tierwohl sein.

Nun könnte ich Beispiele nennen, wie Attila Hiltmann oder Leute aus meinem Freundeskreis, die vegan leben und dennoch intolernt sind, aber das wäre wiederum Schubladendenken und Pauschalierung.

Ich denke nicht, das man das so behaupten kann und gehe davon aus, dass es auch keinen Zusammenhang gibt zwischen der veganen Ernährung und der Einstellung gegenüber Minderheiten.

Vorurteile und Stereotype , Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit entstehen auf eine bestimmte Art und Weise, die nicht mit dem veganem Leben zu tun hat. Auch ein Veganer kann ein Rassist, Antisemit sein oder Homosexualität ablehnen.

Kein Zusammenhang aus meiner Sicht.

Sehe Ich auch so, wobei Ich auch schon veganer kenne bzw gekannt habe, die zwar sehr Tierlieb, sehr bewusst was Tierleid angeht, waren, aber auf gewisse Weise Menschenfeindlich waren. Für mich sind das somit keine besseren Menschen. Es ist wie mit Linken - theoretisch eine gute Einstellung, praktisch schießen manche übers Ziel hinaus.

Ich habe persönlich schon erlebt, dass Veganer, aber auch Schwule, Lesben, Ausländer, Juden selbst sehr intolerant sein können, wenn etwas auftaucht, was ihren sonstigen Meinung entgegen gesetzt ist. Einer Minderheit anzugehören macht schon mal nicht automatisch tolerant gegenüber anderen Minderheiten. Und da manche Bereiche schon fast religiös anmuten, und das ist bei Verganern nun die Ernährung, Kleidung etc, gibt es dort auch sehr engstirnige Menschen.

nein, das gegenteil ist eher der Fall.

Dass Vegetarier und Veganer die besseren Menschen sind, wissen sie selber nur zu gut. Aber wer unter den besseren Menschen gehört nun wirklich und wahrhaft zu den allerbesten? Man kennt es von Religionen: Wer Gott oder den Göttern oder dem Heiligen an sich besonders nahe sein will, wird öfter zum Extremismus verführt.
Ein naiver Mensch würde vielleicht annehmen, dass sich die Anhänger der verschiedenen Fraktionen des guten, fleischfreien Daseins wechselseitig gern leiden mögen. Tatsächlich ist es nach Rothgerbers Untersuchung so, dass die Veganer die bloß gesundheitsorienterten gegenüber den ethisch orientierten Vegetariern abwerten, und zwar umso stärker, je stärker sie selbst ethisch orientiert sind.
Wurde bei der Befragung ins Spiel gebracht, dass die Mehrheit der Menschen ja immer noch dem liederlichen Fleischverzehr frönt, schlossen sich die Reihen wieder: Dann waren auch die strengsten Veganer wieder eher bereit, den bloß gesundheitsopportunistischen Vegetariern ein bisschen von ihrer Überlegenheit abzugeben. Rothgerber hat für dieses Verhalten den Begriff "horizontal hostility" parat, was nicht ganz passend erscheint, wenn die Studie selbst bestätigt, dass sich die superethischen Turbovegetarier von der veganen Front standardmäßig für ethisch viel perfekter halten als alle anderen, was ja eher nach einer Pyramide des Eiferertums aussieht.
In einer Hinsicht jedenfalls - und das haben sie wiederum mit den religiösen Eiferern gemein - kommen alle Fraktionen des ernsthaften Vegetarismus auf einen Nenner: Ihre Kritikfähigkeit lässt arg zu wünschen übrig. Kaum ein Vegetarier (von welcher Abteilung auch immer) würde zugeben wollen, dass eine konsequent vegetarische Ernährung sehr wohl Gesundheitsrisiken birgt, vor allem für Kinder und Säuglinge.
Dass die angeblich prinzipielle ethische Überlegenheit der vegetarischen/veganen Ernährungs- und Lebensweise einer kritischen Überprüfung ebenso wenig standhält wie die Behauptung, eine fleischfreie Kost sei naturgemäß gesünder, ist dann für vegetarische/vegane Ideologen absolut unerträglich.

https://www.heise.de/tp/features/Nicht-nur-sauber-sondern-rein-3366324.html

Wenn Nazis vegan kochen – und Kidneybohnen essen

https://www.welt.de/vermischtes/article144670643/Wenn-Nazis-vegan-kochen-und-Kidneybohnen-essen.html

tierisches oder nichts tierisches. also schwarz oder weiss. man könnte sich mal in anderen bereichen umschauen: z.b. wird Kleidung in Sklavenartigen Fabriken zu hungerlöhnen hergestellt. Der vernünftige Mensch schaut daher WIE und WO die Kleidung herkommt und läuft nicht Nakt rum und verzichtet komplett auf Kleidung sondern sucht sich DIE Produktionsstätten aus wo alles richtig läuft. DAS wäre ein gesunder kompromiss und ein rationaler gedankengang. Bei tierischem kennt man aber plötzlich NUR Massentierhaltung oder man wird Veganer.

Der Veganismus fust also grundsätzlich auf einer sektenartigen schwarz/weiss denkschablone...

Wunderbar geschrieben

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