Sind uneheliche Kinder eines verstorbenen Ehegatten erbberechtigt?

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8 Antworten

Dein Schwager sollte sich einen Anwalt für Erbrecht gönnen. Ansonsten sind nichteheliche Kinder (so heißt das heute) durchaus erbberechtigt. Für die Frage, ob die Übertragung das Erbrecht/Pflichtteilsrecht der Kinder ausschließt, kommt es auf verschiedene Faktoren an (z.b. auf Fristen) Eine umfassende Beratung mit entsprechenden Lösungsmöglichkeiten, die auch noch steuerrechtliche Probleme etc. berücksichtigt, kann Dir nur ein Fachmann für den Bereich geben.

Übrigens: Die nicht ehelichen Kinder hat er wohl auch gezeugt - was haben sie ihm getan, dass er meint, sie würden keinen Erbteil verdienen? So ohne Anhaltspunkte klingt das schon wieder, als wollte sich da jemand aus der Verantwortung stehlen.

Das solltet ihr auf jeden Fall mit einem Anwalt/Notar klären. Alle Kinder deines Schwagers sind erbberechtigt, auch die unehelichen. Wenn das Eigentum auf die neue Frau übertragen wird, sieht das wieder anders aus. Aber ich meine auch, dass es gewisse zeitliche Bestimmungen gibt, die das Haus schon überschrieben sein muss, damit die älteren Kinder im Todesfall deines Schwagers keine Ansprüche erheben können.

Erbrecht Bei einem nach dem 31. März 1998 eingetretenen Erbfall gilt für nichteheliche Kinder das gleiche Erbrecht wie für eheliche Kinder. Auch nichteheliche Kinder haben ab diesem Zeitpunkt einen direkten Anspruch auf alle Teile des Nachlasses und nicht nur einen Erbersatzanspruch. Das gilt für die gesamte Bundesrepublik Deutschland.
Einzige Ausnahme sind nichteheliche Kinder in den alten Bundesländern, die vor dem 01.07.1949 geboren sind.

Die erbrechtlichen Regelungen für nichteheliche Kindern in den alten und neuen Bundesländern unterscheiden sich dementsprechend.

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