Sind Suizidgedanken wegen Tinnitus normal?

18 Antworten

Ich leide seit 2005 darunter. Auch im Moment höre ich ihn wieder ziemlich laut (ein hohes, durchgehendes Fiepen gepaart mit einem tiefen Brummton).

Am Anfang habe ich gedacht, ich werde wahnsinnig und ich habe wochenlang kaum geschlafen. Stimmungsaufhellend ist der Tinnitus also nicht gerade.

So etwa nach einem Jahr wurde es etwas besser. Ich habe dann einfach eingesehen, dass ich ihn akzeptieren muss.

Jetzt kann ich ihn schon auch mal über Stunden vergessen. Die Intensität hat bei mir immer mit Luftdruck und Wetterwechsel zu tun.

Kopf hoch! Es wird mit der Zeit besser und erträglicher. Sportliche Aktivitäten lenken ganz gut ab.

Ich habe das seit 30 Jahren und ärgere mich, dass ich ihn nicht sofort am Anfang habe behandeln lassen.

Je mehr man dran denkt, desto lauter ist er.

Imzwischen habe ich Hörgeräte, um sozusagen die Frequenzen zu verstärken und zu übertönen, auf denen er pfeift. (Das bringt tatsächlich in vielen Situationen eine Verbesserung!)

Letztlich kann man nur lernen, den Ton zu lieben - und immer wieder möglichst schnell zu vergessen. "Nicht mal ignorieren!" Keine besondere Aufmerksamkeit schenken. Also: Die Aufmerksamkeit auf etwas anderes lenken.
Etwas lesen z.B.. Musik hören oder Radio. Je mehr man mit etwas anderem beschäftigt ist, desto weniger hört man den Ton.

Inzwischen gibt es Konzepte, den Ton "unhörbar" zu machen. Erkundige Dich mal bei einem guten Hörgeräteakustiker bzw. beim HNO.

Da solltest Du ohnehin mal gewesen sein zum Durchchecken.

Aber wenn ich weiß, wie viele Menschen sowas haben und seit Jahren damit leben, dann denke ich: Ich werde es ohne Suizid schaffen, damit zu leben. Und Du wirst es auch! :-)

Ich werde es ohne Suizid schaffen, damit zu leben.

XD

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Also die Anfangszeit mit Tinnitus treibt einen tatsächlich in den Wahnsinn.

Ich habe seit 21 Jahren Tinnitus, mit 9 Jahren bekommen, damals kannte man das noch gar nicht, erst recht nahm man es bei einer 9-Jährigen nicht ernst. Als ich dann zum Kinderpsychologen sollte weil alle dachten ich bilde mir dies ein hielt ich die Klappe und lebte damit. Seit 21 Jahren ist dieses Geräusch wie du es beschreibst nicht mehr verschwunden. Ich kann dir aus Erfahrung sagen man gewöhnt sich daran. Würde es jetzt verschwinden würde ich sicherlich durchdrehen und nicht damit klar kommen. Ich bin so an dieses Geräusch gewöhnt dass Stille schrecklich wäre. Vor einigen Jahren sagte mir ein HNO Arzt bei dem ich dies nebenbei erwähnte man könne etwas dagegen machen, meine Antwort darauf war:Du meine Güte, bloß nicht!

Du hast ihn wahrscheinlich noch nicht lang, du kannst mal probieren Magnesium von Sandoz 3-Mal täglich für 3-4 Wochen einzunehmen, das könnte es verbessern. Ansonsten lass dich von einem HNO beraten.

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