Sind Stierkämpfe in Spanien nicht Tierquälerei? Gibt es kein einheitliches europäisches Tierschutzgesetz?

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6 Antworten

Die Massentierhaltung auf engsten Raum ist eigentlich auch nicht besser, hinzu kommen die fürchterlichen Viehtransporte über lange Strecken für sehr viele Stunden. Odt bekommt das Schlachtvieh, eingepfwercht noch nicht mal was zu Essen und zu Trinken. Wer nun also Spanien verurteilt, sollte auch das deutsche üble entsprechende Treiben anklagen. Und ja, die armen Tiere in den Pelztierfarmen sind gleichfalls zu bedauern, auch die leiden entsetztlich und zwar über Monate, wenn nicht gar Jahre.

Warum in die Ferne schweifen ?

Wozu ein "einheitliches" europaweites sog. "Tierschutzgesetz", wenn man schon allein das deutsche getrost in die Tonne kloppen kann ? :(

Die Interessen derer, die mit Einfluss und Geld das Tierleid unterstützen, sind leider noch zu mächtig...

Der Beispiele gibt es viele - leider !

Zum Glück gibt es immer wieder kleine Lichtblicke - weil vor allem die jungen Generationen umdenken und nicht mehr starr und überheblich an grausamen sog. "Traditionen", Indoktrination und Gewohnheiten festhalten...

Stierkämpfe sind eine perverse Art ein Tier zu quälen. In Spanien gibt es da noch einige Tierquälereinen an Stieren die nicht so bekannt sind. Z. B in manchen Dörfern wird ein Stier auf dem Marktplatz an einen Baum gebunden. Auf seinen Hörnern werden brennende Fakeln befestigt. Die blöde Volk wirft mit Steinen auf das wehrlose Tier. Einfach schrecklich, wenn man so etwas sieht. Bestialische Brutalität die von diesen Menschen ausgeht. Oder schaust du dir mal an, wie Toreros ausgebildet werden. Ein Stierkalb wird in ein enges Gatter gesperrt, aus dem es nicht entkommen kann. Der "Meister" zeigt dem zukünftigen Torero, wie er den tödlichen Stich an dem Kalb ansetzen muss. Das Kalb stirbt/ verblutet an dem tödlichen Stich. Einfach grausam wie Menschen mit der Kreatur Tier, umgehen. Abgeschafft wird diese Quälerei nicht, weil man sich auf Tradionen beruft. Der Hintergrund ist indessen der, das es hier um den Moloch Geld geht. Die Stierzüchter verdienen viel Geld und die Massen bringen das Geld in die Arenen. Es gibt eiige Städte in Spanien in denen keine Stierkämpfe mehr stattfinden. Das Abschaffen der Stierkämpfe stand im Parlament in Madrid zur Abstimmung. Die Befürworter des Stierkampfes hatten bei der Abstimmung die Mehrheit. So bleibt es eben dabei.

Tierschutzgesetze gibt es, aber die werden grössteteils nicht beachtet.

Bei uns gibt es auch ein Tierschutzgesetz. Moslems schächten z. B. Schafe und andere Tiere, was gegen unser Tierschutzgesetz verstösst. Die Moslems zogen vor Gericht und erreichten, dass die Tiere geschähtet werden dürfen.

Man unterwanndert eben geltendes Tierschutzgesetz. Schächten ist genauso grausam. Für mich ist das alles nicht nachvollziehbar.

Stimme dir zu - DH !

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Ich würde mir eher um deutsches eingepferchtes un hormonbehandeltes oder neudeutsch halal gen Mekka ausblutendes Schlachtvieh dorgen machen, als um Tiere welche 5 Jahre auf endlosen Weiden wie Könige leben.

Ein "gutes" Leben rechtfertigt noch lange nicht einen grausamen und bestialischen Tod unter Qualen - vor allem nicht, wenn er ohne Not und aus niederen Beweggründen (Tradition) ausgeführt wird !

Ansonsten stimme ich dir zu - jeder sollte erstmal vor der eigenen Haustür kehren...

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Stierkampf

Eine Schande für Europa

Jedes Jahr werden Tausende Stiere in den Kampfarenen Spaniens,
Portugals und Frankreichs grausam gequält und abgeschlachtet. Laut einer
Gallupstudie aus dem Jahr 2006 haben selbst 72 Prozent der Spanier kein
Interesse an Stierkämpfen. Trotzdem geht das tierquälerische Spektakel
weiter.

Der Stier hat zu 99,9 Prozent keine Chance, die Arena lebend zu
verlassen. Die Grausamkeiten die sich hinter den Kulissen – vor dem
eigentlichen „Kampf“ – abspielen, kennen nur Insider. Eine beliebte
Methode ist beispielsweise das qualvolle Abschleifen der Hornspitzen um
einige Zentimeter.

In einem typischen Stierkampf kommen zuerst die Pikadore auf Pferden
zum Einsatz. Sie bohren Lanzen in die Nackenmuskeln und Rücken des
Stieres. Dabei drehen die Pikadore die scharfkantigen Spitzen in der
Wunde, damit der Stier größere Mengen an Blut verliert. Als zweiter Akt
des Dramas werden dem Stier durch die Banderilleros Speerspitzen mit
Widerhaken in den Nacken gestoßen. Wenn der letzte Akte beginnt, ist der
Stier durch den Blutverlust schon sehr geschwächt. Der Torero versucht –
mit einem Schwertstich ins Rückenmark – dem Stier den Todesstoß zu
versetzen. Wenn dies misslingt, geht das Verstümmeln weiter. Häufig wird
das Rückenmark des Tieres jedoch nicht vollständig durchtrennt und der
Stier bei Bewusstsein, aber paralysiert von Schmerzen und Erschöpfung,
angekettet, an seinen Hörnern aus der Arena gezogen. Schließlich werden
Ohren und Schwanz abgeschnitten und den Zuschauern stolz präsentiert.

Neben den Stieren sind auch Pferde die Opfer dieser perversen
Volksbelustigung. Jedes Jahr sterben weltweit rund 200 Pferde bei
Stierkämpfen.

Der Stierkampf ist eine der grausamsten Tierquälereien, aber die
spanische, portugiesische und französische Regierung verteidigt dieses
abartige Spektakel als „traditionelles Kulturgut“. Diese Länder
verstossen damit gegen das ethische Empfinden der meisten EU-Bürger und
haben in der Europäischen Union – so lange es Stierkämpfe zulassen,
nichts verloren.

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz fordert auf EU-Ebene ein Gesetz, um diese legalisierte Tierquälerei zu beenden.

Boykottieren Sie gezielt spanische, portugiesische und französische
Produkte und fahren Sie nicht in Ihrem Urlaub in diese Länder bis der
Stierkampf dort abgeschafft wurde!


Partei Mensch Umwelt Tierschutz kritisiert Kinderverrohung durch Stierkampf

EU-Gesetz überfällig!

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz kritisiert die Gefährdung von
Kindern und Jugendlichen durch die Teilnahme als Zuschauer von
Stierkämpfen und „Fiestas“ in Spanien, Portugal und Frankreich. Da die
Rechte des Kindes, die in der EU-Charta der Grundrechte anerkannt sind
und über nationalen Rechten stehen sollten, durch die erlaubte Teilnahme
von Kindern als Zuschauer bei Stierkämpfen missachtet werden, ist die
Einflussnahme der EU auf diese drei Länder dringend notwendig.

Auch der Europa-Abgeordnete Raul Romeva, aktueller Vize-Präsident der
Grünen Partei Europas, warnt vor der expliziten Gewalt des
Stierkampfes, die Minderjährige in Spanien, Portugal und Frankreich
erleben. Die Anwesenheit von Kindern und Jugendlichen bei Stierkämpfen
und Stierkampf-„Festen“ wurde von Romeva in einer parlamentarischen
Initiative aufgegriffen. Er fordert die Europäische Kommission auf,
Maßnahmen zu ergreifen, um Kinder als direkte Zeugen der expliziten
Gewalt zu schützen, da dies eine traumatische Auswirkung auf sie haben
könnte, wie in mehreren wissenschaftlichen Studien und Gutachten belegt
wird.

In seiner Zusammenfassung der Motive betont der Abgeordnete, dass die
EU die „Rechte des Kindes“ in ihrer Charta der Grundrechte anerkennt
und die Verpflichtung der EU-Behörden für die Einhaltung dieser Charta –
insbesondere der Schutz von Kindern – Vorrang hat. Romeva weist ferner
darauf hin, dass Wissenschaftler und Experten belegt haben, dass
Stierkämpfe einen negativen Einfluss auf die psychische und soziale
Entwicklung von Kindern haben können, wie die Studie des französischen
Psychologen Joel Lequesne und die Analyse mit dem Titel „Von der Gewalt
von Stierkämpfen zu einer gewaltfreien Erziehung: aus psychologischer
Sicht“ von Dr. José F. Rodrigues (Professor für pädagogische und
entwicklungspsychologische  Psychologie an der Universität von Lissabon)
belegen.

Romeva, der auch Vize-Präsident von „The European Parliament’s
Intergoup on the Welfare and Conservation of Animals“ ist, beschreibt
einige der negativen Auswirkungen und erklärt, dass „Kinder, die Zeugen
des gewaltsamen Todes (von Stieren) sind, oder schockierende Bilder von
Menschen sehen, die (von Stieren) aufgespießt werden“, Schwierigkeiten
beim korrekten Ausdrücken von Gefühlen haben, und es zu einer
Destabilisierung der Fähigkeit kommt, das moralisch Richtige vom
Falschen zu unterscheiden. Darüber hinaus kann ein traumatisierendes
Erlebnis beim Stierkampf oder bei „Fiestas“ dazu führen, dass
schwerwiegende Verhaltensstörungen auftreten, oder es zu einer
lebenslangen Desensibilisierung durch die Gewöhnung an Gewalt kommt.

Es besteht dringender Handlungsbedarf, dass Maßnahmen ergriffen
werden, um die Interessen der Kinder in Übereinstimmung mit der
veröffentlichten Agenda der EU in oben genannten Stierkampfländern
sicherzustellen und die Teilnahme von Kindern an
Stierkampfveranstaltungen einzuschränken oder – besser noch – gänzlich
zu verbieten.

Ungeachtet dieser Maßnahme, die dem Schutz der Kinder dient, fordert
die Partei Mensch Umwelt Tierschutz ein unverzügliches Verbot von
Stierkämpfen und Stierkampffesten weltweit!

Zulassungsbeschränkungen für Kinder bei Stierkämpfen gibt es bereits
in mehreren Orten auf der ganzen Welt und wurden von Menschenrechtlern,
Kommissionsmitgliedern der EU, Juristen und Psychologen befürwortet.

Randbemerkung: Wussten Sie, dass Spaniens König Juan Carlos
begeisterter Stierkampfanhänger ist? Die Frage ist berechtigt:
Altersdemenz oder psychische Auffälligkeit?

Mehr über Tierschutz in Spanien kann man durch das Buch “Wenn der Himmel seine Augen verschliesst – Die Hölle der Tiere unter Spaniens blutiger Sonne“ der Tierrechtsaktivistin Caroline Waggershauser erfahren.Tierschutzpartei.de

Doch gibt es, ist aber nicht verbindlich. Und da es in Zukunft (leider) eher weniger Europa geben wird, wird sich daran auch nichts ändern.

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