Sind Staatsschulden ein Fake-Produkt?

8 Antworten

Der Staat verkauft Staatsanleihen, reine Schuldtitel.
U.a. die deutschen Banken sind verpflichtet Staatsanleihen zu kaufen.
Ebenso können Bürger Staatsanleihen kaufen.

Das ganze läuft über eine Schuldenagentur mit Sitz in Bad Homburg.
http://www.wirtschaftslexikon.co/d/bundesschuldenverwaltung/bundesschuldenverwaltung.htm

Wenn der Staat Geld braucht, sitzen dort Beamte und versteigern diese Schuldtitel.
Die flöten dann ins Telefon 1 Milliarde € und die Banken bieten, der billigste Anbieter erhält den Zuschlag.

Deine letzte Annahme ist korrekt, das Gesamtsystem basiert auf Krediten, dem eigentlichen Treiber der Wirtschaft.
Weshalb der Staat die Banken rettet (siehe Finanzkrise), falls denen das Geld ausgeht.
Als letzter Rettungsanker steht die EZB bereit, (siehe Italien) notfalls Schulden aufzukaufen, in beliebiger Höhe.
So'ne Notenbank hat unbegrenzt tiefe Taschen.

Nur in sehr extremen Fällen könnte eine Währung kollabieren und das System crashen.
Selbt dann stehen ebenso extreme Instrumente zur Verfügung, die Sache wieder ans laufen zu bringen.
Als das wären ein Schuldenschnitt, schwups wären sie weg.
Oder Helicopter Money, wirkte so wie es heißt.
Die Notenbank führte eine Direktüberweisung aus, 1.000€ pro Bürger, oder auch 10.000€ je nach Bedarf.
Springt das System wieder an, wird der Zaster wieder eingesammelt.
"wie gewonnen so zerronnen".

So'ne Notenbank hat unbegrenzt tiefe Taschen.

Zumindest in der Theorie. In der Praxis macht niemand diese taschen auf, denn dann würde er das geld entwerten und damit eine Hyper-Inflation auslösen. Sprich: die "natürliche" grenze ist der Punkt, an dem man eine Inflationn zulassen (will) bzw. provozieren will und der Punkt, an dem sie zu groß wird.

Nur in sehr extremen Fällen könnte eine Währung kollabieren und das System crashen.

Genau. Siehe beispielsweise https://de.wikipedia.org/wiki/Weltwirtschaftskrise

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@mepeisen

Die FED und EZB haben seit 2008 Billionen an Dollar und Euro in die Märkte gepumpt um das System am Leben zu halten.
Die Taschen sind also sehr weit offen .. sehr weit ..

Genau. Siehe beispielsweise  https://de.wikipedia.org/wiki/Weltwirtschaftskrise

Ansonsten war die Krise 1929 von den Großbanken selbst herbeigeführt um ihre Macht zu vergrößern.

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@W4hrheitsf1nder
Die Taschen sind also sehr weit offen .. sehr weit ..

Na und? Aber nicht unendlich weit.

Ansonsten war die Krise 1929 von den Großbanken selbst herbeigeführt um ihre Macht zu vergrößern.

Genau, und Marsmenschen steuern die Illuminaten, die wiederum diese Großbanken steuern. Sorry, aber das ist Blödsinn.

Die damalige Krise war eine primitive zügellose Überhitzung des Marktes. Da hat niemand vorsätzlich etwas crashen lassen, um die eigene Macht zu vergrößern. Selten größeren Unsinn gelesen. Das wäre ja genauso, als würdest du sagen, du stürzt dich mit 5 Gegenspielern aus dem zehnten Stock, nur damit du hoffst als einziger zu überleben, um dann als lachender Sieger hervor zu gehen und so deine Macht zu vergrößern...

Ob sich einzelne Banken (beispielsweise die Fed) angesichts der Krise, die 1929 schon voll im Gang war, eventuell falsch verhalten hat, ob sie das hätten abfangen können oder nicht, das ist eine leidige Diskussion. Vielleicht wussten sie es damals nicht besser und erst heute ist man da deutlich sensibler. Mag sein. Aber dass die Fed 1927/1928 absichtlich alles überhitzte, um es dann 1929 zu crashen, sorry, das ist Blödsinn und gehört ins Reich irgendwelcher Verschwörungstheorien. Ernst nehmen tue ich solche Aussagen nicht.

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@mepeisen
Na und? Aber nicht unendlich weit.

Ich zitiere dich mal aus deiner anderen Antwort hier:
"Die Notenbank macht sich Geld selbst. Die erfindet Geld. Sie hat unendliche Taschen, aus denen sie wertschöpfen kann." .. ja was denn nun? Unendliche Taschen oder nicht? ;)

Sorry, aber das ist Blödsinn.

Das ist die Wahrheit. Es tut mir wirklich Leid für dich dass du das nicht glaubst aber es ist längst bewiesen ..
Die Großbanken haben über die Medien Panik verbreiten lassen was dazu führte dass alle ihr Geld haben wollten.
Es gingen also tausende Kleinbanken pleite und was ist mit diesen passiert?
Die Großbanken haben sich tausende Kleinbanken einverleibt.

du stürzt dich mit 5 Gegenspielern aus dem zehnten Stock, nur damit du hoffst als einziger zu überleben, um dann als lachender Sieger hervor zu gehen und so deine Macht zu vergrößern...

Ja, weil ich bzw. die Großbanken damals einen Fallschirm names FED hatten die sie vorher gegründet und mit absoluter Macht ausgestattet hatten ;)

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@W4hrheitsf1nder
ja was denn nun? Unendliche Taschen oder nicht? ;)

Tja, man lese mal meine Antworten. Dann geht einem ein Licht auf oder nicht. Verstehst du den Unterschied zwischen der theoretisch unendlichen Tasche und den praktischen Grenzen, die sich dadurch ergeben, dass das Drucken von Geld den Markt beeinflusst? Offenbar nicht.

Es tut mir wirklich Leid für dich dass du das nicht glaubst aber es ist längst bewiesen ..

Ja ne, ist klar. Und diese Beweise sind wo genau? In den Hinterzimmern irgendwelcher Weltverschwörungs-Gurus...

Die Ursachen der Weltwirtschaftskrise, ausgehend von den USA, waren exakt zwei Dinge, die aufeinandertrafen: 1. ein Rückgang der Produktion (durch diverse Faktoren begünstigt) 2. eine riesige zügellose Spekulationsblase.

Genau das ist bewiesen und da hatte keine Großbank ihre Finger im Spiel, denn das war bereits in den Jahren davor entstanden, da gab es noch keine Panik. Das alles folgte erst viel später in 1929, als das Kind schon im freien Fall in den Brunnen war.

Dass dann in der Folge Panik ausbrach, das ist eine logische Folge. Dasselbe haben übrigens wir deutschen am "neuen Markt" nochmal in jüngerer Vergangenheit erlebt. Damals wie heute war der Crash unvermeidlich. Weder damals noch heute wurde der Crash absichtlich von irgendwelchen Großbanken herbei geführt, die absichtlich den Markt überhitzten und dann Chaos verbreitet haben.

Dass vielleicht im allgemeinen Chaos irgendwer eine Chance sah, gestärkt herauszugehen. Mag sein. Aber du verwechselst hier Ursache und Wirkung.

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@mepeisen
 Aber du verwechselst hier Ursache und Wirkung.

Verwechsel ich nicht, du hast nur keine Ahnung von den genauen Abläufen und Tatsachen ..

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@W4hrheitsf1nder
Verwechsel ich nicht, du hast nur keine Ahnung von den genauen Abläufen und Tatsachen ..

Welchen Tatsachen? Was du schreibst ist pure Erfindung. Ein Märchen. Das hat nichts mit den wirklich nachweisbaren Tatsachen zu tun. Die Spekulationsblase hat sich über Jahre aufgebaut, nicht erst im Sommer 1929 plötzlich aus dem Nichts. Die Produktion und die Massen-Konkurse gab es schon deutlich vorher, nicht erst im Sommer 1929.

Deine Panik-Verbreitung bzw. die einsetzende Panik, die gab es hingegen erst im Sommer 1929. Du kannst nicht das, was im Sommer 1929 passiert ist, zeitlich so anordnen, dass es den Produktionsrückgang und die Spekulationsblase aufgebaut hat. Das ist niemand in der Zeit zurückgereist.

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@mepeisen

Wie wäre es denn mit den Tatsachen dass die FED, die ja von Großbanken gegründet wurde, hätte den Banken helfen können und statt dessen was gemacht hat? Das Gegenteil und eine Deflation beschleunigt/verstärkt. Wieso hat sie das wohl gemacht? Wer weiß wer weiß.

und was genau war der Auslöser für das platzen der Blase damals? Richtig, die Zinspolitik der FED.

und wer war der große Profiteur des Crashes? Richtig, die Großbanken

Es gibt genug Infos dazu und mal nebenbei .. wenn ich Eigentümer einer Großbank wäre hätte ich es genauso gemacht. Denn aus wirtschaftlicher und machtpolitischer Sicht ist das genial.

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@W4hrheitsf1nder
Wie wäre es denn mit den Tatsachen dass die FED, die ja von Großbanken gegründet wurde, hätte den Banken helfen können und statt dessen was gemacht hat?

Wofür soll das ein Beweis sein? Dafür, dass die FED den Crash absichtlich herbei geführt hat? Du hattest behauptet, die Großbanken hätten das absichtlich ausgelöst, indem sie absichtlich Panik geschürt hätten. Was du nun schreibst hat mit dieser Behauptung nichts mehr zu tun.

und wer war der große Profiteur des Crashes? Richtig, die Großbanken

Ja, das macht ihr Verschwörungstheoretiker gerne. Man nehme einfach denjenigen, der eine Katastrophe irgendwie überstanden hat. Und der muss dann automatisch das ganze auch ausgelöst haben. Dass manchmal Dinge einfach aus dem Ruder laufen und keiner das vorsätzlich herbei führt, das kommt euch Verschwörungstheoretikern natürlich nie in den Sinn. Mit Beweisen und Fakten oder Tatsachen hat das nichts zu tun. Was du machst, ist das Erzählen eines Märchens. Nicht mehr, nicht weniger.

Dass einfach alle damit überfordert waren, da es bis dato nie etwas Vergleichbares in der Geschichte gab, das kommt dir wohl nicht in den Sinn.

und was genau war der Auslöser für das platzen der Blase damals? Richtig, die Zinspolitik der FED.

Das ist auch ein Märchen und nicht mehr. Beschäftige dich mal mit den echten historischen Fakten. Der Frage, warum die Amerikaner allsamt (Ökonomen und Großanleger, wie vor allem auch Kleinanleger) mit wahnwitzigen Krediten an der Börse spekuliert haben und alle davon ausgingen, dass dies endlos so weitergehen würde.

Das, was heute normal ist, dass es mal Tage der Gewinnmitnahmen gibt. Tage, an denen eine Stagnation eintritt, löste die Panik aus. Das war weder eine Großbank, noch ein Artikel, noch etwas, was eine Großbank irgendwo veröffentlicht hat. Weil die Leute immer spekulierten, dass es weiter rasant aufwärts gehen würde gab es Panik. Plötzlich merkte jeder, dass er nicht unendlich Geld an der Börse verdienen kann, sondern verdammt schnell auch mal verlieren kann.

Beschäftige dich mal mit der Frage, was parallel im produzierenden Gewerbe los war. Die massiven goldenen Jahre mit riesigen Fabriken und Fließbandarbeit haben auch da zu einer Erwartung geführt, dass nichts und niemand den Aufschwung aufhalten kann. Als die Spekulanten ihr Geld immer mehr aus dem Ausland und aus den Fabriken abzogen, um an der Börse schneller reich zu werden, gab es eine Kettenreaktion. Die Inlands-Nachfrage sank sowieso schon damals beachtlich, denn irgendwann war jeder mit den neuen (langlebigen Waren) versorgt und die Absatzzahlen brachen ein. Und im Ausland war auch nichts mehr los, weil das Geld an die Börse gebracht wurde statt in Innovationen, neue Fabriken usw. zu investieren.

Jeder Ökonom wird dir erklären können, dass eine starke und roibuste Wirtschaft an mehreren Faktoren zu messen ist und dass damals alles schief lief, was nur hätte schief laufen können.

Es gibt genug Infos dazu

Ja, und all diese Infos zeigen, dass du Märchen erzählst.

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Der Staat schuldet das Geld seinen Gläubigern, das sind die Banken und Versicherungen auch Privatpersonen, welche Staatsanleihen halten.

Die Banken und Versicherungen haben die Guthaben ihrer Kunden teilweise in Form von Staatsanleihen angelegt.

Also schuldet der Staat das Geld mittelbar den Sparern und Versicherungssparern (langfristige gebundene Anlageformen).

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Annahme: Wenn nun Italien in den Staatsbankrott geht, verlieren die Banken und Versicherungen dieses Geld, weil der Staat einen Schuldenschnitt vornimmt. Letzten Endes verlieren die Sparer dieses Geld - wie oben erwähnt!

Hey,

der Staat schuldet Banken Geld.

Ansonsten hast du Recht. Wirtschaftswachstum bedeutet auch mehr Schulden da mehr Geld nur über Kredite entsteht.

Vermögen und Schulden sind in unserem System immer gleich hoch.
Das ist im Grunde kein Problem.

Problem dabei ist dass die Zinsen darauf exponentiell steigen und Menschen habe von Grund auf Probleme damit exponentielles Wachstum zu verstehen.

Mfg

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