Sind Schwule schwul geboren?

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14 Antworten

Ziemlich klar ist, dass die sexuelle Orientierung nicht über die chromosomale DNA vererbt wird, weil die Verteilung von Homosexualität in der Bevölkerung eindeutig nicht den Mendel'schen Regeln folgt. Auch ist es dem Homangenomprojekt in jahrzehntelanger Arbeit bis heute noch nicht gelungen, ein "Schwulengen" zu isolieren.

Die gängigste Hypothese ist derzeit, dass Homosexualität zwar erblich ist, aber über so genannte Epimarker vererbt wird, bei denen es sich um Anlagerungen von Ionen (insbesondere Phosphat) an den eigentlichen DNA-Strang handelt und für die abweichende Vererbungsregeln gelten. Das Merkmal wäre dann zwar genetisch bedingt, aber nicht in der Basenpaarsequenz selbst kodiert, sondern an diese lediglich "angelagert". Diese Hypothese ist allerdings bislang nicht wirklich stichhaltig untermauert. Sollte sie sich als wahr erweisen, wäre Homosexualität in der Tat angeboren.

Ziemlich klar dürfte sein, dass, was immer Homosexualität "auslöst", sie im Grunde nicht beeinflusst werden kann. Ein Homosexueller hat nicht die Wahl, homosexuell zu sein oder nicht. Versuche, Homosexualität zu "therapieren", können schlimmstenfalls bis zum Suizid des Probanden führen. Die Geschichte hat das gezeigt, siehe beispielsweise den Fall Alan Turing, der in einer Zeit, in der Homosexualität noch strafbar war, chemisch kastriert wurde und sich daraufhin das Leben nahm. Sicher einer der extremeren Fälle, aber auch einer der prominenteren.

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Kommentar von Darkmalvet
18.09.2016, 16:56

Es könnte sich auch genausogut um komplexe Zusammenhänge zwischen den verschiedensten Genen handeln, die dafür Sorgen, dass eine gewisse nicht so einfach bestimmbare Disposition also Neigung zu einer jeweiligen Orientierung vererbt wird.

Allgemein geht man bei psychischen Merkmalen von einem Vererbungsgrad bis zu maximal 90% aus, der Rest sind Umwelteinflüsse.

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Darüber streitet sich die Wissenschaft.Wenn man davon ausgeht,das das Bewusstsein,bewusstes Erleben erst in der Kindheit anfängt,sexuelles Interesse meist in der Pubertät,es aber Kinder gibt,die berichten,ich war anders und wusste das auch,dann kann man es nicht (sicher) in Abrede stellen.In der Praxis ist es ein Erfahrungswert ,den man ab der Pubertät macht.Also eher nein.Beste Grüße

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Kommentar von Darkmalvet
18.09.2016, 16:57

Das Bewusstsein existiert schon im Babyalter sogar schon vor der Geburt nur ist noch nicht sehr weit entwickelt und speichert kaum etwas ab an das man sich später erinnern könnte.

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sehr schwere über die man sich nicht einig ist. 
Persönlich glaube ich dass Homosexualiät nicht erblich ist, da sie unter natürlichen umständen unweigerlich dazu führt dass sich die Gen träger nicht fortpflanzen können - das gen würde also genau wie tödliche gendefekte sehr schnell austerben.
Einiges spricht dafür dass Sexualität geprägt wird. Das gesellschaftliche Bild was attraktiv ist und was nicht ändert sich rasant und extrem. 
Es würde wohl keiner einen frühen homo sapiens attraktiv finden selbst wenn sein phäno typ vor tausenden jahren für besonders gutes genetisches material gestanden hätte. 
Die kriterien nach denen man heute partner sucht sind deutlich andere:
Gutes aussehen zeugt von wohlstand (wer reich ist kann sich im urlaub bräunen, coole klamotten leisten, usw), ein selbstsicheres Auftreten oder hohe Intilligenz können auf gute Job aussichten hindeuten aber auch viele andere Kriterien ergeben auf den ersten Blick keine sinn - all diese kriterien könne deutlich besser geschlechter übergreifend anzufinden sein als beispielsweise behaarte brust oder gebärfreudiges becken.
Dazu kommen noch ganz viele andere gesellschaftliche faktoren 

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Kommentar von NoHumanBeing
18.09.2016, 03:32

Persönlich glaube ich dass Homosexualiät nicht erblich ist, da sie unter natürlichen umständen unweigerlich dazu führt dass sich die Gen träger nicht fortpflanzen können - das gen würde also genau wie tödliche gendefekte sehr schnell austerben.

Nein. Es gibt ziemlich starke Hinweise darauf, dass die Existenz von Homosexualität für eine Spezies als ganzes von Vorteil ist.

Die meisten Bienen sind unfruchtbar und trotzdem "ändert" die Evolution das nicht. Für die einzelne Biene mag das zwar "schlecht" sein, für das Volk als ganzes ist es aber offensichtlich von Vorteil.

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Ich war schon immer schwul.

Vielleicht bin ich es erst mit vier geworden, so von heute auf morgen. Keine Ahnung. An die Zeit vorher kann ich mich nicht erinnern...

Spielt das eine Rolle? Ich habe es mir nicht ausgesucht, ich kann es nicht ändern und ich bin so, wie ich eben bin.

Warum es Linkshänder gibt weiß auch niemand. Spielt auch keine Rolle. Wir sind alle Menschen, oder?

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100 Prozent geklärt ist das noch nicht, aber am wahrscheinlichsten ist es, dass es angeboren ist.

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Darüber streiten sich die Geister noch. Meine Meinung dazu: Schwul bzw. Homosexuell zu sein ist eine Veranlagung. Diese Veranlagung  wird nicht vererbt, aber trotzdem wird man mit ihr geboren. Mann kann sich also nicht dafür oder dagegen entscheiden. 

Homosexuelle Männer haben Hirne, die denen von Frauen ähneln – und umgekehrt. Forscher schließen daraus, dass die sexuelle Orientierung biologisch angelegt und nicht erlernt ist.

Nachzulesen hier: http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/gehirn/news/hirnforschung-von-geburt-an-schwul\_aid\_311720.html

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Kommentar von NoHumanBeing
19.09.2016, 22:35

Homosexuelle Männer haben Hirne, die denen von Frauen ähneln – und umgekehrt. Forscher schließen daraus, dass die sexuelle Orientierung biologisch angelegt und nicht erlernt ist.

Das heißt man kann mit einem MRT-Scan des Kopfes herausfinden, ob jemand homosexuell ist?

Das wäre interessant. Die meisten Menschen erkennen sehr früh, "was sie sind". Ich hingegen bin inzwischen 28 und mir immer noch nicht sicher. Dass es morphologische Unterschiede gibt, die eine sichere Feststellung erlauben, wäre mir neu. Das würde ja heißen, ich könnte mich in die Röhre legen und dann schaut ein Neurologe da drauf und sagt mir (mit der "üblichen Sicherheit" von 99.986472 % oder wie auch immer ;-) ), welche sexuelle Orientierung ich habe?

Das wäre in der Tat interessant. ;-)

Aber ich glaube es nicht. ;-)

Trotzdem danke für den Beitrag und auch für den Link.

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Ja, die sind so geboren, das gibt es bei Menschen, aber auch im Tierreich.

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Nein die sexuelle Orientierung kommt erst in der  Pubertät und das kann aus Erfahrung so kommen oder aus einer Neigung selbst eine  Bewuste Entscheidung kann das sein wen man sich mal  umsieht wie einige Frauen sich aufführen kann man selbst das verstehen.Es ist keinen Erziehungssache in einer normalen famielien  kann es doch zb einen Schwulen oder  Lesbische geben.Oder auch in einer schwulen Familie heist  das nicht das dort ein Kind schwul werden wird.Erst wen man sich  in der Pubertät auslebt wird man es wissen da gibt es aber auch experiement die man nicht unbedingt so ernst nehmen mus nur weil man etwas anderes ausprobiert hat dana ch kennt man seine eigene neigungen oder vorlieben es gibt ja nicht nur schwul oder hetero sondern auch bi.

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Sicher.

Denkst Du sie haben sich damit angesteckt?

Oder es sich abgeguckt?

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Ich bin zwar nicht schwul, aber ich denke dass man schon schwul/lesbisch/hetero geboren wird. LG,

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Das ist schon drin im Kind. Das wird man nicht erst mit 20 oder so.

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Hallo Ellyson!

Die gleiche Frage kannst Du bei Linkshändern stellen. 

Schwule und Lesben wird es immer geben, aber als Minderheit. 

Das ist kein Grund, sie zu diskriminieren.

Sie können, genauso wie Heterosexuelle, einen wertvollen Beitrag für die Gesellschaft leisten.

Sexuelle Selbstbestimmung gehört zu den Grundrechten eines jeden Menschen.

Giwalato 

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Kommentar von NoHumanBeing
18.09.2016, 03:34

Das ist zwar richtig, war aber nicht die Frage.

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ja, das ist nicht anerzogen

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