Sind Religionen Zeitfresser?

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13 Antworten

Religionen schaffen eine Zeit, eine mit religiösen Sinn-, Orientierungs- und Koinzidenzformen "verfüllbare" Zeit, die sich wiederum im Gehäuse der historisch Zeit des Menschen kulturell, wie auch (psychisch) individuell (zugleich aber auch kollektiv) einordnen läßt. Für den der sich auf Religionen einlässt wird die Zeit so zu einem "Versprechen" an die Zukunft - für den der in Religionen eher einen Anachronismus verortet, für den stellt sich diese Frage sowieso nicht.

Als "zeitfressender" Inhalt eines biografischen Teilstücks dürfte Religion dann gleichsam sich verwandeln, wenn der Gläubige seine Implizität in einer z.B. Religionsgemeinschaft, als Irrtum oder Fehler (seines Lebens) postinterpretiert.

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Das kommt ganz darauf an, was Religion für einen ist. Für mich ist Religion das, woran ein Mensch glaubt, egal an welche Macht und an welchen Gott. Und genauso wenig, wie ein Messer gut oder schlecht ist, ist auch Religion gut oder schlecht. Wichtig ist, ob sie dem Leben dient und wie ein Glaubender auf die Welt zu- und mit ihr umgeht.

Ich hatte z.B. eine unglaublich glückliche Kindheit und bin in einer Familie großgeworden, in der es noch ein Christkind und ein Osterhäschen gab und ich erinnere mich gerne daran. Es hat mir nicht geschadet, auch wenn ich heute eine völlig andere Sichtweise von den Religionen habe. Ich habe mich weder veräppelt gefühlt noch sonstwie hintergangen und ich denke, dass Erwachsene gut daran tun würden, die Kinder ruhig glauben zu lassen, dass es sowas wie ein Christkind, Engel, unsichtbare Freunde oder einen Osterhasen gibt. Dieses Zwangsernüchtern in der Kindheit finde ich einfach blöd. Aber soweit denke viele Erwachsene heute garnicht mehr. Und nein, die Welt ist dadurch nicht besser geworden. Und nein, ich empfinde das auch nicht als Zeitverschwendung - ich ziehe noch heute Kraft aus dem Glück und der Geborgenheit meiner Kindheit und habe es heute noch nicht nötig, jeden anzupflaumen, der mir mal quer kommt. Aber egal...

Für bedenklich halte ich Religionen, die den Menschen dazu verleiten, sich über andere zu erheben und ihn als etwas besseres darzustellen als Andersgläubige (sehr verbreitet unter den Erben des Kain) und andere sogar im Namen ihrer Religion zu drangsalieren.
Die bedenklichste unter diesen Religionen ist meiner Ansicht nach keine übliche Religion, sondern der heutige Glaube an die Unabdingbarkeit der Wirtschaft und die Allmacht des Geldes, weil sie den Menschen dazu bringt, Mensch, Tier und Natur unterzubuttern und sogar den einzigen Lebensraum zu zerstören, den der Mensch nunmal hat.

Wohingegen Religionen, die Menschen Liebe und Respekt vor anderen lehren, sehr gewinnbringend sein können. Sie stärken Menschlichkeit, soziales Miteinander und Verantwortungsbewusstsein und solche Menschen sind für unser Zusammenleben mitunter sehr, sehr wichtig. Wer hingegen daran glaubt, nur nicht erwischt werden zu müssen und ansonsten alles zu dürfen ist mitunter weniger hilfreich für die Gemeinschaft.


Nun - und den Glauben, dass es nichts gibt, was mächtiger ist als die materielle Ebene, halte ich für ziemlich beschränkt. Klar, wenn Menschen daran glauben, dann ist das ihr Ding und ich rede da auch niemandem rein. Aber für mich ist der Glaube, dass die Welt aufhört, wo unsere Messinstrumente versagen, eher eine Begrenzung des Geistes.

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Für mich persönlich ja.

Für manche ist es der Halt in ihrem Leben.

Für manche ist ihre Religion das Wichtigste auf der Welt.

Für manche ist es Unsinn.

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Nein, denn wer verdient meine Zeit mehr, als Derjenige, Der sie mir gegeben hat, und mich am Leben erhält.

Es ist schon paradox, dass man es in dieser Gesellschaft als Zeitverschwendung ansieht, Demjenigen, Der uns alle erschaffen hat, auch nur einen Bruchteil dieser Zeit durch Anbetung zurückzugeben; gleichzeitig aber genügend Zeit für alle möglichen unsinnigen Dinge hat.

Und wir können uns im Leben noch so viel auf die Zukunft vorbereiten & planen wie wir wollen; eine Garantie dafür, dass diese Pläne in Erfüllung gehen, haben wir nicht. Wieso also sollte man sich dann nicht gerade auf den Tod vorbereiten, die Sache, die jeden von uns mit Gewissheit treffen wird...

Quran, Sure 51 Vers 56: ,,Und Ich habe die Jinn und die Menschen nur darum erschaffen, damit sie Mir dienen sollen."

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Kommentar von latricolore
25.11.2016, 21:44

Es ist schon paradox, dass man es in dieser Gesellschaft als Zeitverschwendung ansieht, Demjenigen, Der uns alle erschaffen hat,
auch nur einen Bruchteil dieser Zeit durch Anbetung zurückzugeben

Erstens - hier fragt einer, nicht die ganze Gesellschaft.

Zweitens - in dieser Gesellschaft gibt es jede Menge Leute, die nicht an einen Gott glauben. Die dürfen das.

,,Und Ich habe die Jinn und die Menschen nur darum erschaffen, damit sie Mir dienen sollen."

Oha.
Das allein wär für mich schon Grund genug, es nicht zu tun.

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In meinen Augen nicht. Religionen leiten und stärken, wenn es zu extrem wird, kann man sein Leben damit vergeuden - ja...
aber das ist immer seltener der Fall!:)

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Es kommt drauf an wieviel du glaubisch bist. Wenn du jz nicht so an ein Leben nach dem Tod glaubst oder das Gott die Welt geschaffen hat und das alles als Mist siehst dann ist Religion für dich eine Zeitverschwendung.

Wenn du aber daran glaubst dann solltest du es auch nicht als Zeitverschwendung sehen.

Hoffe meine Antwort hat dir geholfen :D

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Vor allem, wenn  zur Arbeitszeit gebetet wird, 5 X 10 sind 50 Minuten am Tag und 1500 Mi. im Monat

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Kommentar von eric361
21.11.2016, 20:28

Es ist das Paradies wert

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religionen sind:

zeitfresser, menschen beeinflussend, menschen beherrschend, vom menschen selbst erfunden, auf lügen und betrug aufgebaut, freien geist einengend, mörderisch, kriegerisch.....kurz, 2000 jahre geschichte beweisen, sie sind einfach nur überflüssig.......:)

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SORRY ! Ich empfinde Religion als "Opium fürs Volk". Alles andere verrät dir Mephisto in "Fausts" "Schülerszene".

Noch anders formuliert: Ich bin stolz, Nachfahre derer zu sein, die den ersten Missionar, Bonifatius, ins Moor warfen.

Gleichwohl habe ich KEINE Probleme damit, die Religion eines jeden Menschen zu tolerieren - sofern er meine Denkweise (auch) versteht.

pk 

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Ja, denn diese nehmen die Zeit des "Lebens" (Offb.12,9; Apg.17,21; (Röm.1,28; Eph.2,12).

In "Gottes Reich" wird die Wahrheit allen Menschen bekannt (Hebr.8,11).

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für die, die daran glauben: nein

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Absolut. Jede Sekunde die man mit der Ausübung eines sinnlosen Aberglaubens verbringt, ist verschwendete Lebenszeit die nie wieder zurückkommt.

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Kommentar von Sp0rtsman
21.11.2016, 17:07

So wie dein kommentar z.b?

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Kommentar von naaman
21.11.2016, 17:30

Genauso wie Zeit, die man mit überflüssigen Kommentaren verbringt.

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Was verstehst Du unter "Zeitfresser". Wie leben in einer freien Welt in welcher jeder selbst, wenn er dazu in der Lage ist, entscheiden kann was er will oder möchte. Er kann arbeiten, nicht arbeiten und bekommt es bezahlt.... Selbst seine Zeit "zerfressen"....

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