Sind Religionen schlecht?

... komplette Frage anzeigen

16 Antworten

Schlecht sind nur Irrtümer, extremistisches Denken, blinder Dogmatismus usw., und natürlich auch das Wesen solcher Menschen, die fanatisch andere zu Irrtümern verführen oder sie bewußtseinsmanipulierend dazu zwingen.

Religionen selbst sind weder gut noch schlecht. Teilweise fördern sie gute Eigenschaften der Menschen, teilweise machen sie sich aber auch selbst zu interessanten Märchen. Gut oder schlecht ist nur, was Menschen bzw. Anhänger von Religionen daraus machen oder wie sehr sie ihre Vernunft bei ihren Entscheidungen außen vor lassen.

Schaut man ganz genau hin, dann zeigt sich, daß die Mehrheit von Religionsanhängern die Heuchelei bevorzugen, indem sie zwar einen speziellen Glauben behaupten, tatsächlich aber nicht danach leben oder sogar gegenteilig.

Ich halte es für verkehrt, Heuchler mit ernsthaften Anhängern eines Glaubens gleichzustellen, was auch dann gilt, wenn die Heuchler eine Mehrheit darstellen.

Das Ganze vergleiche ich auch gerne mit der Gottesdefinition. Gott, wenn es ihn gibt, ist nicht unsinnig. Dagegen ist das meiste von dem, wie Menschen Gott definieren bzw. seinen vermeintlichen Willen, eine Kette von Unsinn, was zwangsläufig auch bei vielen zu der korrekten Schlußfolgerung führt, daß es einen solchen Gott nicht geben kann.

Ein weiterer Vergleich wären Märchen allgemein. Es gibt sehr viele Märchen, die eine positive Moral enthalten, aber der Inhalt selbst sollte nicht für Wahrheit gehalten werden, weil auch dies dann Unsinn hoch drei wäre.

Letztlich sind Religionen auch etwas, das Menschen eine dann geglaubte Notlösung für die  bestehenden Urängste bietet (der Tod, das mögliche Danach usw.). Solcher Glauben bewirkt vieles, u. a. aber auch eine gewisse Gelassenheit, ohne die Chaos und Gewalt in der Welt sicher eskalieren würden.

Auch Religionsanhänger haben ständig die Möglichkeit, die jeweiligen Anführer der Religion als Schwindler zu entlarven, wenn diese tatsächlich Schwindler sind. Durch solche Anführer ist nicht die Religion schlecht, sondern die Anführer sind es dann und auch alle diejenigen Anhänger, die solche Täuschungen protestlos hinnehmen.

Grottenschlecht sind natürlich auch Regierungen, die religiöse Entwicklungen sogar noch fördern, wenn diese Entwicklungen alleine auf Massenverführungen, Ausbeutung oder Irrtumsschaffung hinzielen. Doch auch dabei ist nicht die  Politik schlechthin übel, sondern eben auch nur diejenigen Politiker, die derartige bewirken.

Stellt man einmal die Religionen allgemein denjenigen vergleichend gegenüber, die Konfessionsfrei meinungsbildend oder fortschrittsfördernd agieren, dann zeigt es sich ebenso wie innerhalb von Religionsgemeinschaften, daß ein erheblicher Anteil an Schwachsinn federführend sein kann und ist.

Beispiele dafür wären verfehlte Flüchtlingspolitik, Atomkraft-Probleme, Umweltverschmutzung, Spekulationsblasen innerhalb der Wirtschaft usw.

Selbst wenn man den Blick auf fanatische Denkweisen richtet, dann zeigt sich, daß sich Religionen und politische religionsfrei Denkweisen sehr ähnlich sind. Bei beidem kommen Fehlentwicklungen wie Gewalt, Denkverbote und das Schüren von Haß gleichermaßen vor, wobei sich die einen auf einen vermeintlichen Gotteswillen berufen und die anderen auf irgendwelche vermeintlichen Rechte oder sonstige angebliche Notwendigkeiten.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Religionen haben das Potential, viel Macht auszuüben, und diese Macht kann zum Guten oder zum Schlechten eingesetzt werden.

Einerseits stärkt Religion (oder ein gemeinsames Wertesystem) den Zusammenhalt innerhalb einer gemeinschaft. Auf der anderen Seite können dadurch manche Menschen Macht bekommen und diese missbrauchen...

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ja, Religionen sind schlecht.

Im 1. Mose 4, 3 steht dass Kain dem Herrn Opfer brachte von den Früchten des Feldes. - Aber nirgendwo steht, dass Gott das verlangt hatte. - Diese Bibelstelle wird gerne als Geburtsstunde der Religionen gesehen.

Dabei wird völlig verkannt, dass der Mensch durch eigene Schuld aus dem Paradies vertrieben wurde und nun versucht Verlorenes zurückzugewinnen durch irgendwelche Opfer.

Es ist so ähnlich als wenn ein Schüler seine Hausaufgaben nicht gemacht hat und vor lauter schlechtem Gewissen anfängt mit Ersatzleistungen wie z.B. 'Spülmaschine ausräumen' wieder was gut zu machen. Den Lehrer in der Schule wird es nicht interessieren, was er sonst Gutes getan hat. Verlangt waren die Hausaufgaben.

So ist das Kernanliegen aller Religionen Gott irgendwie zufrieden zu stellen. Das reicht aber nicht. Man muss sich ganz und gar wieder mit ihm versöhnen. Und dazu brauche ich keine Religion. Ein einziges ehrliches Gebet reicht aus.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Absolut.

Religionen schränken die natürliche Neugier des Menschen ein indem sie Fragen mit Ausreden beantworten, von sich selbst behaupten alles zu wissen und das kritische Hinterfragen verteufeln.

Sie entzweien die Menschen und bringen ihnen bei die Welt polarisierend zu sehen, klar definiert in "gut" und "böse", wobei sie un/bewusst vermitteln selbst die "guten" zu sein und den Menschen beabsichtigt oder unbeabsichtigt beibringen zwischen diesen Gegensätzen unterscheiden zu können.

Sie verbreiten Lügen und Propaganda und sind auf die Indoktrination von Kindern angewiesen um am Leben zu bleiben.

Zusätzlich behindern sie den wissenschaftlichen Fortschritt und verbieten andersdenkenden Menschen den Mund.


Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Nicht das Produkt ist schlecht, sondern der der das Produkt herstellt.

Sprich: nicht die Religion ist schlecht, sondern der Mensch ist es, was er aus der Religion gemacht hat.

Es wurde durch die Sünde des Menschen alles missbraucht, was Gott eigentlich zu seiner verherrlichung installiert hat.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von WiihatMii
02.11.2016, 13:52

Dann mach doch mal das Experiment und schlage eine zufällige Seite in der Bibel auf. Dann mach genau das, was an dieser Stelle steht. Mich würde interessieren, ob du das zehnmal tun könntest, ohne im Gefängnis zu landen.

0

Nein, Religionen sind nicht grundsätzlich schlecht, nur wenn sie radikal ausgeübt werden

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Nein, religionen sind nicht schlecht, genauso wie politik nicht schlecht ist, obwohl es schlechte politiker gibt! Religion antwortet auf die frage warum, fehl am platz ist sie, wenn sie anfängt auch auf die frage wie antworten zu geben! Lg

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von WiihatMii
02.11.2016, 13:58

Das Problem ist, dass Religionen mit Werten und Verhaltensweisen auf Probleme antworten, die vor tausenden von Jahren als normal galten. Moral hat sich allerdings in den letzten Jahrhunderten massiv entwickelt und die Regeln aus den alten Schriften sind nach heutigen Maßstäben intolerant bis verbrecherisch.

Die wenigen Werte, die sich bewährt und gehalten haben, sind hingegen so selbstverständlich, dass sich jeder gesunde Mensch auch ohne Religion an sie hält. Es gibt nämlich sowas wie ein Gewissen, das einem ganz von selbst sagt, was richtig und was falsch ist und ein logisches Denkvermögen, das hieraus Schlüsse ableiten kann.

Darüber hinaus gibt es Staaten und Gesetze sowie die Sozialisierung der Gesellschaft, sodass es keine 2000 Jahre alten und verstaube Regelwerke braucht, die Sklaverei genauso legitimieren, wie Steinigungen.

0

Die meisten Religionen versuchen, die Welt zu erklären. Im Gegensatz zur Wissenschaft sind diese Antworten aber nicht logisch begründet, sondern werden einfach in den Raum geworfen, selbst wenn sie überprüfbar falsch sind.

Dasselbe gilt für moralisches Verhalten. Religionen stellen bestimmte Regeln an die Menschen, denen blind Folge geleistet werden muss, egal ob sie sinnvoll sind oder nicht.

Wer also religiösen Schriften glauben schenkt und ihnen folgt, fällt nicht nur auf den Wissensstand von vor tausenden von Jahren zurück, sondern verhält sich auch auf eine Weise, wie es vielleicht damals normal war, aber heute oftmals als unmoralisch oder sogar verbrecherisch oder zumindest als intolerant gilt.

Wissen und Ethik sind Dinge, die sich stets erweitern und entwickeln müssen und ausschließlich durch logisches Denken wachsen können. Es ist daher sehr gefährlich, sie als feste Tatsachen aufzuschreiben und zu erwarten, dass sie über Jahrhunderte und Jahrtausende gültig bleiben.

Der Grund, warum Religionen dennoch so erfolgreich sind, ist, weil Religionen ebenso wie Lebewesen den Gesetzen der Evolution unterliegen. Die Religionen, die besonders effizient darin sind, zu verhindern, dass Gläubige ihnen abschwören und darüber hinaus die Gläubigen dazu bringen, möglichst viel zu missionieren und den Glauben weiter zu geben, bleiben bestehen und breiten sich aus.

Man kann Religionen gut mit einem Virus vergleichen, das eine Zelle befällt und ihr befiehlt, mehr von seiner Sorte zu produzieren. Für die Zelle ist das schlecht, aber das Virus selbst profitiert davon. Auch Computerviren folgen diesem Prinzip.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Im Christentum ist die Nächstenliebe sehr wichtig. Das ist sehr gut.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Nö. Ich bin sehr religiös und lebe sehr gut damit.

Ich lebe in einer ungeheuren Freiheit!

Und die Menschen in meinem Umfeld haben auch gut davon.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Nein, im Gegenteil. Schwierig wird es nur, wenn Religion instrumentalisiert wird.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

An sich soll eine Religion den Rechten weg weißen und Frieden bringen, es ist daher nicht die Religion die Schlecht ist sondern was der Mensch daraus macht.

Viele behaupten sie sind Gläubig verbreiten aber Hass und Gewalt entweder weil sie ein Vers falsch Interpretieren oder sich von anderen (Gläubigen) mit hineinziehen lassen oder weil sie nach ihren eigenen Regeln leben was den Glauben betrifft.

Das 5. gebot besagt "Du sollst nicht Töten" aber anstatt sich an Gottes Gebote zu halten Segnen (angeblich Gläubige) Priester Soldaten, die in den Krieg ziehen anstatt ihnen eine Predigt zu halten, das Krieg, Hass und Gewalt sinnlos ist und gegen Gottes Gebote verstößt.

 

 

 

 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von WiihatMii
02.11.2016, 13:50

Religionen sollen weder den rechten Weg weisen, noch Frieden bringen, sondern haben an sich keinen tieferen Zweck. Die meisten von ihnen sind aus irgendwelchen Mythen und Volkssagen entstanden, mit denen sich kleine Gruppen von Menschen in Zeiten, in denen es keine wissenschaftlichen Erkenntnisse gab, versucht haben, die Welt zu erklären. Meistens sind es relativ naive Geschichten, die direkt der Lebenswelt dieser Menschen entstammen und nichts mit der viel komplexeren und abstrakteren Realität zu tun haben.

Welche von diesen Tausenden und Millionen von Mythen zu Religionen oder gar Weltreligionen wurden, hing letztlich nur davon ab, wessen Anhänger in der Vergangenheit besonders viele Anstrengungen unternommen haben, andere von ihrem Glauben zu überzeugen.

Dies war meistens bei denen Religionen der Fall, die sich besonders gut zum Aufbau und zur Erhaltung der Macht von aufkommenden Königreichen, Imperien und Theokratien eigneten. Wer an ein Leben nach dem Tod und eine göttliche Vorherbestimmung glaubt, akzeptiert auch Ungerechtigkeiten. Für die Anführer dieser Gebiete, die insbesondere in der Vergangenheit den mit Abstand größten Einfluss auf die Religion ihrer Völker hatten, war es also nur sinnvoll derartige Religionen aufzugreifen, zu modifizieren und zur Staatsreligion zu machen.

In der heutigen Zeit, in der sich Religionsfreiheit in immer mehr Regionen durchsetzt, konkurrieren die bestehenden Glaubensrichtungen direkt miteinander sowieso mit neu entstandenen Ablegern und gänzlich neuen Religionen. Die Religion dient dabei nicht dem Wohle des Gläubigen, sondern benutzt diesen als Wirt, um sich weiter zu verbreiten.

Erfolgreich sind hierbei einerseits die Religionen, die besonders eifrig zum Missionieren aufrufen, aber auch jene, die mit Versprechungen an ein Leben nach dem Tod oder dem Schüren von Ängsten, die Menschen davon abhalten, sie zu hinterfragen und letztlich abzulegen.

0

Sind Parteien schlecht ?
Sind Fan-Clubs schlecht ?
Sind Staaten schlecht ?
Sind Altenheime schlecht ?
Sind Waisenhäuser schlecht ?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von style2
02.11.2016, 13:28

Ja

0
Kommentar von WiihatMii
02.11.2016, 13:36

Parteien sind ein sinnvolles Konzept, um Regierungen zu ermöglichen, hinter denen möglichst viele Menschen stehen.

Staaten sind völkerrechtliche Gebilde, die sich im Laufe der Zeit herausgebildet haben und in der Regel von der Mehrheit der Gesellschaft Anerkennung genießen.

Altenheime sind Institutionen, die sich um Menschen kümmern, die das alleine nicht mehr können oder Vorsorge für den Fall tragen wollen, dass sie eines Tages auf Hilfe angewiesen sein könnten.

Waisenhäuser kümmern sich um Kinder, bei denen es keine Eltern gibt, die diese Aufgabe selbst übernehmen könnten.

Und Fanclubs sind einfach eine Freizeitbeschäftigung.

Für Religionen gibt es keine Notwendigkeit. Es sind Gedankenkonstrukte, die versuchen, Erkenntnisse aus Wissenschaft und Philosophie einschließlich der Ethik durch feste Vorgaben zu ersetzen. Sie verhindern damit das freie Denken und die Weiterentwicklung ethischer Werte.

0

Sie stammen nicht von unserem ewigen Gott (Jes.45,22), also können sie nicht "gut" sein (Mk.10,18).

Der "Gott dieser Welt" (Offb.12,9) schafft mit seinen "Religionen" Unfrieden unter der Menschheit, damit diese sich endlich umbringt (1.Mose 3,1-6; Offb.6,4).

Die "Heiligen Gottes" werden zuerst "abgeschlachtet" (Offb.17,1-6; 16,6)...

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Religionen haben schon immer nur Leid über die Menschen gebracht. Von daher ein klares JA!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von martinzuhause
02.11.2016, 13:06

religionen sind einfach nur ein glauben, mehr nicht. leid über die menschen haben nur immer die glaubenden gebracht die glauben mit wissen verwechseln

0

Nein, sie geben den Menschen Hoffnung.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von WiihatMii
02.11.2016, 13:59

Möchtest du an etwas glauben, was dir nicht plausibel erscheint, nur weil es dir Hoffnung macht? Ich möchte wissen, wie es wirklich ist und nicht glauben, was ich gerne hätte.

0

Was möchtest Du wissen?