Sind Religionen schlecht?

23 Antworten

Schlecht sind nur Irrtümer, extremistisches Denken, blinder Dogmatismus usw., und natürlich auch das Wesen solcher Menschen, die fanatisch andere zu Irrtümern verführen oder sie bewußtseinsmanipulierend dazu zwingen.

Religionen selbst sind weder gut noch schlecht. Teilweise fördern sie gute Eigenschaften der Menschen, teilweise machen sie sich aber auch selbst zu interessanten Märchen. Gut oder schlecht ist nur, was Menschen bzw. Anhänger von Religionen daraus machen oder wie sehr sie ihre Vernunft bei ihren Entscheidungen außen vor lassen.

Schaut man ganz genau hin, dann zeigt sich, daß die Mehrheit von Religionsanhängern die Heuchelei bevorzugen, indem sie zwar einen speziellen Glauben behaupten, tatsächlich aber nicht danach leben oder sogar gegenteilig.

Ich halte es für verkehrt, Heuchler mit ernsthaften Anhängern eines Glaubens gleichzustellen, was auch dann gilt, wenn die Heuchler eine Mehrheit darstellen.

Das Ganze vergleiche ich auch gerne mit der Gottesdefinition. Gott, wenn es ihn gibt, ist nicht unsinnig. Dagegen ist das meiste von dem, wie Menschen Gott definieren bzw. seinen vermeintlichen Willen, eine Kette von Unsinn, was zwangsläufig auch bei vielen zu der korrekten Schlußfolgerung führt, daß es einen solchen Gott nicht geben kann.

Ein weiterer Vergleich wären Märchen allgemein. Es gibt sehr viele Märchen, die eine positive Moral enthalten, aber der Inhalt selbst sollte nicht für Wahrheit gehalten werden, weil auch dies dann Unsinn hoch drei wäre.

Letztlich sind Religionen auch etwas, das Menschen eine dann geglaubte Notlösung für die  bestehenden Urängste bietet (der Tod, das mögliche Danach usw.). Solcher Glauben bewirkt vieles, u. a. aber auch eine gewisse Gelassenheit, ohne die Chaos und Gewalt in der Welt sicher eskalieren würden.

Auch Religionsanhänger haben ständig die Möglichkeit, die jeweiligen Anführer der Religion als Schwindler zu entlarven, wenn diese tatsächlich Schwindler sind. Durch solche Anführer ist nicht die Religion schlecht, sondern die Anführer sind es dann und auch alle diejenigen Anhänger, die solche Täuschungen protestlos hinnehmen.

Grottenschlecht sind natürlich auch Regierungen, die religiöse Entwicklungen sogar noch fördern, wenn diese Entwicklungen alleine auf Massenverführungen, Ausbeutung oder Irrtumsschaffung hinzielen. Doch auch dabei ist nicht die  Politik schlechthin übel, sondern eben auch nur diejenigen Politiker, die derartige bewirken.

Stellt man einmal die Religionen allgemein denjenigen vergleichend gegenüber, die Konfessionsfrei meinungsbildend oder fortschrittsfördernd agieren, dann zeigt es sich ebenso wie innerhalb von Religionsgemeinschaften, daß ein erheblicher Anteil an Schwachsinn federführend sein kann und ist.

Beispiele dafür wären verfehlte Flüchtlingspolitik, Atomkraft-Probleme, Umweltverschmutzung, Spekulationsblasen innerhalb der Wirtschaft usw.

Selbst wenn man den Blick auf fanatische Denkweisen richtet, dann zeigt sich, daß sich Religionen und politische religionsfrei Denkweisen sehr ähnlich sind. Bei beidem kommen Fehlentwicklungen wie Gewalt, Denkverbote und das Schüren von Haß gleichermaßen vor, wobei sich die einen auf einen vermeintlichen Gotteswillen berufen und die anderen auf irgendwelche vermeintlichen Rechte oder sonstige angebliche Notwendigkeiten.

Ja, Religionen sind schlecht.

Im 1. Mose 4, 3 steht dass Kain dem Herrn Opfer brachte von den Früchten des Feldes. - Aber nirgendwo steht, dass Gott das verlangt hatte. - Diese Bibelstelle wird gerne als Geburtsstunde der Religionen gesehen.

Dabei wird völlig verkannt, dass der Mensch durch eigene Schuld aus dem Paradies vertrieben wurde und nun versucht Verlorenes zurückzugewinnen durch irgendwelche Opfer.

Es ist so ähnlich als wenn ein Schüler seine Hausaufgaben nicht gemacht hat und vor lauter schlechtem Gewissen anfängt mit Ersatzleistungen wie z.B. 'Spülmaschine ausräumen' wieder was gut zu machen. Den Lehrer in der Schule wird es nicht interessieren, was er sonst Gutes getan hat. Verlangt waren die Hausaufgaben.

So ist das Kernanliegen aller Religionen Gott irgendwie zufrieden zu stellen. Das reicht aber nicht. Man muss sich ganz und gar wieder mit ihm versöhnen. Und dazu brauche ich keine Religion. Ein einziges ehrliches Gebet reicht aus.

An sich soll eine Religion den Rechten weg weißen und Frieden bringen, es ist daher nicht die Religion die Schlecht ist sondern was der Mensch daraus macht.

Viele behaupten sie sind Gläubig verbreiten aber Hass und Gewalt entweder weil sie ein Vers falsch Interpretieren oder sich von anderen (Gläubigen) mit hineinziehen lassen oder weil sie nach ihren eigenen Regeln leben was den Glauben betrifft.

Das 5. gebot besagt "Du sollst nicht Töten" aber anstatt sich an Gottes Gebote zu halten Segnen (angeblich Gläubige) Priester Soldaten, die in den Krieg ziehen anstatt ihnen eine Predigt zu halten, das Krieg, Hass und Gewalt sinnlos ist und gegen Gottes Gebote verstößt.

 

 

 

 

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Religionen sollen weder den rechten Weg weisen, noch Frieden bringen, sondern haben an sich keinen tieferen Zweck. Die meisten von ihnen sind aus irgendwelchen Mythen und Volkssagen entstanden, mit denen sich kleine Gruppen von Menschen in Zeiten, in denen es keine wissenschaftlichen Erkenntnisse gab, versucht haben, die Welt zu erklären. Meistens sind es relativ naive Geschichten, die direkt der Lebenswelt dieser Menschen entstammen und nichts mit der viel komplexeren und abstrakteren Realität zu tun haben.

Welche von diesen Tausenden und Millionen von Mythen zu Religionen oder gar Weltreligionen wurden, hing letztlich nur davon ab, wessen Anhänger in der Vergangenheit besonders viele Anstrengungen unternommen haben, andere von ihrem Glauben zu überzeugen.

Dies war meistens bei denen Religionen der Fall, die sich besonders gut zum Aufbau und zur Erhaltung der Macht von aufkommenden Königreichen, Imperien und Theokratien eigneten. Wer an ein Leben nach dem Tod und eine göttliche Vorherbestimmung glaubt, akzeptiert auch Ungerechtigkeiten. Für die Anführer dieser Gebiete, die insbesondere in der Vergangenheit den mit Abstand größten Einfluss auf die Religion ihrer Völker hatten, war es also nur sinnvoll derartige Religionen aufzugreifen, zu modifizieren und zur Staatsreligion zu machen.

In der heutigen Zeit, in der sich Religionsfreiheit in immer mehr Regionen durchsetzt, konkurrieren die bestehenden Glaubensrichtungen direkt miteinander sowieso mit neu entstandenen Ablegern und gänzlich neuen Religionen. Die Religion dient dabei nicht dem Wohle des Gläubigen, sondern benutzt diesen als Wirt, um sich weiter zu verbreiten.

Erfolgreich sind hierbei einerseits die Religionen, die besonders eifrig zum Missionieren aufrufen, aber auch jene, die mit Versprechungen an ein Leben nach dem Tod oder dem Schüren von Ängsten, die Menschen davon abhalten, sie zu hinterfragen und letztlich abzulegen.

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