Sind Radfahrer eigentlich zu geizig oder zu doof eine verkehrssichere Ausstattung an Ihren Fahrrädern im Straßenverkehr zu haben?

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10 Antworten

Für viele Radfahrer ist das Fahrrad ein Sportgerät. Und an einer Hantel befinden sich ja auch keine Lichter oder Klingeln :)

Eigentlich dürfen diese Sportskanonen mit ihren Rädern nicht auf die Straße. Aber die Polizei kontrolliert das eher selten.

Viele schalten aber auch das LIcht nicht ein, weil es ihnen zu anstrengend ist, den Dynamo zu treten. Dabei gibt es mittlerweile gute Alternativen.

Wichtig wäre auch reflektierende Kleidung. Ich hätte um ein Haar einen Radfahrer erwischt, der nachts im strömenden Regen schwarz gekleidet auf einem schwarzen Fahrrad ohne Licht unterwegs war - dümmer geht nimmer.

Olaf68 18.08.2017, 20:48

Die Dummheit war, das Licht nicht anzuhaben; die Kleidung spielt dann kaum noch eine Rolle.

Ich wurde bisher noch nie übersehen (auch nicht nachts auf Landstraßen); allerdings fahre ich auch tagsüber mit Licht!

Ohne Licht helfen nachts auch keine Wahnwesten...

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Ich würde sagen es ist eine Ignoranz, also eine Art Dummheit. Fahrradfahrer sehen sich auch oft dazu berufen die Umwelt zu retten.

Das ist so ne Mischung aus Faulheit und dem Drang umwelterzieherisch tätig zu sein. Indem es denen gut in die Faulheit passt die Leuchten nicht anzubringen sind sie noch nebenher für die Umwelt tätig weil dann ja die Autos vorsichtiger fahren müssen um sie zu sehen.

Dass die sich damit nur selbst unnötig in Lebensgefahr bringen ist denen wohl nicht bewusst, also ist es letztlich Dummheit.

Vereinzelt mag es auch Welche geben die sich keine ordentliche Beleuchtung leisten können oder es kürzlich kaputt ging und noch nicht für Ersatz gesorgt werden konnte. Warum die dann aber nicht wenigstens auffällig gekleidet fahren wissen wohl auch nur die selbst.

Von der Polizei geht verhältnismäßig wenig Gefahr aus dafür bestraft zu werden, das verbessert die Situation der Ignoranz gegenüber den Verkehrsregeln der Radfahrer auch nicht.

Weder noch. Mein Fahrrad, mit dem ich täglich zur Arbeit fahre ist komplett regelkonform ausgestattet. Sicherheitskritische Teile warte ich regelmäßig und ohne funktionierende Bremsen und Licht fahr ich nicht.

Viele Zweirad-Tiefflieger scheinen tatsächlich den Darwin Award gewinnen zu wollen. Aber Idioten gibt's auch in anderen Bereichen, nur fallen Radfaher natürlich besonders auf (zumindest in der Statistik), da sie bei Unfällen die Zeitungsseiten füllen.

Sieht man die zahlreichen z.T. sehr teuren Geräte, so kann es wohl kaum am Geld liegen, wenn die Beleuchtung fehlt. Also muss es wohl die Dummheit des Einzelnen sein.

Und wenn man mal genauer hinschaut, dann sind es genau diese Rennfahrer, welche ohne Beleuchtung jedes Verkehrsschild ignorieren, bei Rotlicht mit Tempo über den Fußgängerweg pesen, keinen Helm tragen und auch keine auffällige Kleidung wie Warnwesten benutzt.

Absolut hirnlos - was spätestens dann der Fall ist, wenn die Denksuppe nach einem Unfall in den Rinnstein fließt.

Da gibts vermutlich verschiedene Gründe; viele denken: Ich sehe die anderen, das reicht, tja, leider oft nicht.

Bei Rennrädern ist es vermutlich tatsächlich das Gewicht (50 g Lampe bei oft 100 kg Gesamtgewicht knallt auch ordentlich rein) oder  vielleicht dauert die Tour dann doch länger und es wird vor Ankunft schon dunkel?

Bei vielen Stadträdern wird gute Beleuchtung (oder gleich das ganze Rad) schnell gestolen; das dürfen dann nur alte Kaschemmen sein und für abnehmbare Batterielichter ist man dann wohl zu faul.

Ich fahre ein Alltagsrad und habe dank Nabendynamo das Licht (Cyo 80 Lux vorne) auch tagsüber an... bisher klappt es sehr gut!

Bei mir ist es Bequemlichkeit. Ich mag nicht Kleidung aus- und umziehen zwischen Radfahren und Arbeit, und den Dynamo mache ich meistens an, aber wenn weit und breit kein Auto oder Fußgänger zu erwarten ist, z. B. auf geraden kleinen Landstraßen, mache ich ihn aus, um weniger anstrengend treten zu müssen.

Ich denke es ist in den meisten Fällen der Gedanke: " An mein geiles Bike schraub ich mir nix uncooles".

Das Dynamoargument lass ich nicht gelten, Ein Batterielicht kostet nicht die Welt, ist zwar noch nicht ganz Regelkonform, würde aber einen riesen Unterschied machen. Die Polizei bemängelt Batterielichter auch kaum, weil sie froh sind, wenn überhaupt was leuchtet.

Zu doof, oder besser: es liegt unter ihrer Aufmerksamkeits- oder Wahrnehmungsschwelle. Dass ein Licht eigentlich ganz cool wäre, fällt ihnen erst auf, wenn sie im Dunkeln auf dem Rad sitzen. 

Und dann gibt es diese unglückliche Korrelation zwischen Dunkelheit und Blutalkohol. Wenn dunkel, dann meistens auch besoffen. Haben einen Freund auf einer großen Kreuzung hier verloren...


Die Frage des Geldes würde ich jetzt nicht unbedingt unterschätzen. 

Meist sieht man junge Studenten auf Fixies ohne Licht. 

Denke zu doof, Autofahrer!

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