Sind Psychologen wirklich hilfreich oder eher erfolglos?

...komplette Frage anzeigen

11 Antworten

Es kommt darauf an, was du erwartest. Es gibt Leute, die gehen zum Therapeuten wie zu einem Arzt. Sie erwarten, dass der Therapeut ihnen sagt, was sie machen sollen, dass er weiß, was gut für sie ist, dass sie die Lösungen des Problems sagen. Sie sitzen dann vor einem mit der Haltung: "Frag mich was. Und lass mal rollen."

Da das aber nicht so läuft, sind sie oft enttäuscht und bleiben weg mit der Haltung: "Der kann nix."

Therapie ist eine harte Arbeit an sich selbst. Es ist nicht so ,dass ein Therapeut etwas mit einem Patienten "macht", so wie der Arzt bei der Grippe. Therapie ist Teamarbeit. Ich vergleiche sie mit einer langen Wanderung zu sich selbst. Manchmal geht man über geharkte Wege, manchmal wird es steinig und steil. Oft sogar. Wenn man mit der Einstellung hingeht, dass der Therapeut einen tragen oder den Rollstuhl schieben muss, dann wird man enttäuscht.

Der Therapeut hat kein Patentrezept, denn es sind nicht die Probleme des Therapeuten, sondern die des Klienten. Es müssen die Lösungen gefunden werden, die für den Klienten passend sind. Ein Therapeut muss daher sehr geduldig und willens sein, seinen Klienten auch auf  Irrwegen zu begleiten.
Therapie, sofern es nicht eine einfache "Phobie vor Spinnen Therapie"  ist ein Prozess, der nicht schnell geht. Es hat mit Wachstum zu tun. Und mit sehr harter, geduldiger Arbeit an sich selbst.

Zudem hat eine Therapie wie jedes "Heilmittel" auch Nebenwirkungen. Ma wird meist weniger pflegeleicht für die Umwelt. Und man hat immer auch Labilisierungsphasen, weil das Elend, an das man immerhin gewöhnt war, sich nun ändert.
Der gute alte Freud hat mal gesagt - nicht wörtlich zitiert: keine Therapie schafft ein problemfreies Leben, aber sie kann es ermöglichen, dass ein Mensch  mit den Problemen, die das Leben stellt, besser umgehen kann.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Das kannst du pauschal nicht sagen. Es gibt gute und weniger gute, wie in je dem Beruf. Und es muss persönlich passen. Aber die Mühe kann sich lohnen und das ZIel ist zu wertvoll, um es unversucht zu lassen.

Trotz allem kommt es in einer Psychotherapie vor allem auf den Klienten an, denn er muss an sich arbeiten. Das wird ihm auch der beste Therapeut nicht abnehmen.

Dazu ein schöner Spruch vom Psychoanalytiker Erich Fromm:

"Wirheilen niemanden. Wir stehen nur daneben und feuern sie an, während sie  sich selbst heilen."

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Kapodaster
30.11.2015, 13:04

Noch was zu deiner knappen Zeit: Würdest Du einen Arztbesuch auch wegen Zeitknappheit verschieben?

1

Stimmt, da gibt es viele Vorurteile. Und das nicht ganz zu unrecht. Es ist schon schwer einen gute Psychologen zu finden. Er muss ja nicht nur gut sein, auch die Chemie zwischen Psychologe und Patient muss stimmen.

Und es gibt sicherlich auch Bereiche, das kann ein Psychologe recht gut helfen, und welche, da ist es schwieriger.

Das allerwichtigste aber ist: Man muss sich wirklich helfen lassen wollen. Auch wenn das machnmal unangenehm ist.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich sag mal so ich kenn jetzt nicht dein Problem aber wenn dich dein "Problem" ziemlich beschäftigt dann mach einfach mal einen Termin selbst wenn es dir eventuell nicht direkt hilft tut es manchmal gut gewisse Dinge die man sonst Niemandem erzählt los zu werden du hättest auf jeden Fall nichts negatives davon ^^

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich würde ein Beratungstelefon machen und das klären du musst den die jemige sympathisch finden dann kannst du auf die eingehen und dir helfen lassen

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Nicht der Psychologe (Psychotherapeut ist wohl gemeint) ist das Problem, sondern ob du es schaffst, mit Hilfe eines professionellen Helfers dein Problem zu lösen. Sonst musst du es eben allein schaffen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Mütter oder Freunde sind vielleicht sogar auch keine so schlechte Idee :)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Kapodaster
30.11.2015, 13:06

Es gibt viele Dinge, die man besser in einem geschützten Raum mit einer Person bespricht, mit der man sonst keinen familiären oder sozialen Kontakt hat.

1

Sie werden auch Märchentante oder Märchenonkel genannt.

Gut zuhören und an die Märchen glauben hilft auf jeden Fall, ist aber auch eine Voraussetzung. ...Beispiel:(Wer nicht hypnotisiert werden will und sich innerlich dagegen sträubt, kann auch nicht hypnotisiert werden.)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Sie haben Psychologie studiert und dieses Studium selbst finanziert, die sollten schon was können!!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Energiefan03
30.11.2015, 12:59

und dieses Studium selbst finanziert

Was soll denn der Quatsch? Zählen Eltern, Großeltern und alle Steuerzahler nichts mehr in dieser Republik?

0

Ja, sie sind äußerst sinnvoll.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Die kümmern sich um vieles also sind die gut

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?