Sind private Wildgehege in Afrika eine Lösung zur Erhaltung der Artenvielfalt, oder nur Geldschneide

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2 Antworten

Die gibt es z.B. auch in Kenia, Namibia, Botswana und in Tansania (bestimmt 1-5 Länder vergessen)...

Ich kenne den KWS (Kenya Wildlife Service) recht gut und der hat mit solchen Game Farms überhaupt kein Problem, solange es dort nach den gleichen Regeln zugeht, d.h. bedrohte Tierarten geschützt und Wildtiere nicht nur zum Abschiessen gehalten werden...

Es wäre sogar förderlich gerade in Gebieten mit schützenswerten Wildbestand wie z.B. den Berggorillas in Uganda einen Teil des Gebietes in ein privat betriebenes Profit-Center zu verwandeln. Macht man mit den Orangs in Borneo übrigens schon jetzt. Viele Menschen sind bereit grosse Summen für den Besuch von Wildtieren zu bezahlen, wenn man diese Gelder dann nur für diese Zwecke verwendet und ausserdem noch gutbezahlte Arbeitsplätze schafft, ist es eine wirkliche Win-Win Situation, obwohl dies auch demokratische und transparente Regierungen benötigt, da ist Südafrika und Kenia weitaus weiter als z.B. Uganda.

Die Nutzung der Wildtiere als touristische Attraktion aber auch das gezielte Abschiessen (Ja, Grosswildjagd) ist nicht so abwegig wie es klingt. Wie in deutschen Jagdrevieren, werden manche Tiere auf Grund des fehlenden oder gestörten Ökopsystems zu einem Problem, dann muss man sie sogar dezimieren. Die daraus entstehenden Gewinne könnten die Nationalparks und privaten Game Reserves nachhaltlich finanzieren. Damit wäre die Zukunft vieler Wildtiere planbar, im Gegensatz dazu besteht z.B. für die Spitz- und Breitmaulnashörner Afrikas kaum noch eine Zukunft, nicht viel besser sieht es mit den meisten Menschenaffen aus.

Die Alternative ist eine weitaus grössere Zuwendung der westlichen Welt für die Erhaltung der afrikanischen Ökosysteme, dann muss man aber auch aufhören riesige Gebiete für wenig Geld anzumieten, um landwirtschaftliche Premium-Artikel z.B. wie Dominium für den US-Markt anzubauen.

Die alten Kolonialherren waren darin übrigens geübt, obwohl sie der Grosswild-Jagd fröhnten beschützten Ihre riesigen Farmen viele natürliche Ökosysteme, mit dem Land-Wahn (jedem ein Stück Land) hat man im Vorfeld von Wahlen oder zur Befriedung ethnischer Konflikte viel unwiderbringbar zerstört, bestes Beispiel in Kenia den Mau-Mau Forest, der einer der grössten Wasserspeicher der Region ist und weshalb heute nur ein Bruchteil des ursprünglich gespeicherten Wassers zur Verfügung steht...

zetra 22.07.2011, 15:14

Gute Beispiele.

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zetra 22.07.2011, 15:15

Gute Beispiele.

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Sajonara 22.07.2011, 18:19

Menschen, an ihrer schieren Menge gemessen, sind in einige Regionen Europas auch schon zum Problem geworden, ohne das man diese zum "Abschuss" freigeben wollte, abgesehen davon, das die entsprechende, in Deutschland perfektionierte Tradition dazu ("Der Tod ist ein Meister aus Deutschland") hoffentlich nicht wieder aufgenommen wird,..

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zetra 22.07.2011, 19:31
@Sajonara

Diese Antwort geht am Thema vorbei, hier war ja nur ein Beispiel angeführt, was machbar ist. Wunschdenken, und der Tod aus Deutschland, sind blanke Polemik.

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riara 22.07.2011, 20:19
@zetra

Sajonara steckt in einer ideologischen Zwickmühle, irgendwie ist der Klassenkampf nicht mehr so aktuell, aber das ist irgendwie das einzige wo sie sich auskennt. In Deiner Region gibst ja auch für Revolutionäre kaum noch Jobs, die alten halten an den wenigen Stellen fest, die wohl nach Ihrem Ableben nicht mehr besetzt werden und die Jungen wenden sich instrumentalisierten Revolutionären wie Chavez zu, was macht man da mit der ganzen Energie???

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zetra 23.07.2011, 18:58
@riara

Chavez hat schon einmal Pech mit seinen Genen, aber Nachfolger könnten noch lauter poltern, da sollte man erst einmal abwarten. PS. Venezuela hat große Ölvorkommen, diese Tatsache erweckt Begehrlichkeiten, und somit kann mit Allem gerechnet werden.

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In S.A. bei Klerksdoorp befinden sich mehrere Wildgehege. Sie sind teilweise mit Bungalow-Siedlungen ausgestattet. Andere Gehege ca. 650 Hektar werden von Verwalter mit Eindutzend Schwarzafrikaner bearbeitet. Hier sind Tiere der Savanne, in Stärken von Hundert Tieren. Es werden Tiere zum Abschuss frei gegeben, also Hege und Pflege, genau wie in Europa, somit werden die Bestände zur Größe des Areals optimiert gehalten. Als I-Tüpfelchen leben zwei Buschmänner-Familien auf dem Gelände, sie dürfen ihre Lebensgewohnheiten beibehalten. Die Absicht, die dahinter steht ist simpel, es hält die Wilderer ab, niemand will sich sich mit Pfeil und Bogen konfrontiert sehen. Ob das auf Dauer eine gute Lösung ist, bleibt dahingestellt, selber halte ich diese Lösung für einen gangbaren Weg.

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