Sind Politiker auf Medien angewiesen oder Medien auf Politiker?

11 Antworten

Es ist ein Geschäft auf Gegenseitigkeit. Die Politiker brauchen Öffentlichkeit - na, ja nicht immer...;-) - aber doch für die Durchsetzung ihres politischen Tagesanliegen. Die Presse braucht die Politik, weil in ihr die Themata verhandelt werdn, welche die Öffentlichkeit interessieren.

Leider kommt es von der lokalen bis hin zur internationalen Ebene dabei oft zu sehr engen und unliebsamen Abhängigkeiten und Verquickungen, welche nicht im Interesse der Öffentlichkeit liegen. Daher ist es für einen ordentlichen Journalisten oberstes Berufsethos, immer um eine kritische Distanz bemüht zu sein (Ich schreibe aus dem Blickwinkel eines Journalisten, der genau darum täglich bemüht ist, aber auch die Ecken Kanten und Versuchungen genau kennt, an denen man sich öfter stößt, als einem lieb sein kann...)

Medien werden nicht um sonst als die vierte Gewalt bezeichnet. Durch eine gute Berichterstattung kann sehr viel Einfluss auf die Politik eines Landes (auf nationaler, transnationaler und internationaler Ebene) ausgeübt werden.

Nicht umsonst ist die Pressefreiheit eine der ersten Sachen, die in autoritären Regimen eingeschränkt wird. Nichts desto trotz besteht eine Wechselwirkung zwischen Politik und Medien. Solange diese Wechselwirkung sich in einem demokratischen System die Wage hält, ist alles bestens. Genau hierfür gibt es in demokratischen Systemen die Presse und Meinungsfreiheit. Wir können wählen zwischen einer eher linken oder konservativen Berichterstattung. Das Spektum wird durch unser duales System bestens abgedeckt.

Gefährlich wird es dann, wenn die Politik zu viel Einfluss auf die Medien ausübt und andersrum. Gerade in Diktaturen spielen die Medien zur Verbreitung regierungstreuer Propaganda eine wichtige Rolle. Unsere eigene Geschichte lehrt uns wohin dies führen kann.

beides, und beides teils auch missbräuchlich, sie leben praktisch in einer Symbiose

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