Sind öffentliche Schulen gemacht, damit es Arbeiter gibt?

17 Antworten

So viele Arbeiter im traditionellen Sinne gibt es gar nicht mehr in Deutschland (weniger als 25% der Beschäftigten, schätze ich mal). Ich war auch auf einer öffentlichen Schule, und ich bin kein Arbeiter (sondern Angestellter).

Der Rückgang der Arbeiter lief ziemlich parallel mit dem Rückgang der SPD, einer traditionellen Arbeiterpartei.

Ein Selbstständiger kann ein Inhaber einer großen Firma sein oder Besitzer einer Currywurstbude in Chorweiler-Mitte. Das Wort alleine sagt also noch nicht so furchtbar viel aus.

Ein Internat ist eine Schule, in der die Schüler auch wohnen/übernachten, über die Schule selbst sagt das nichts aus.

Die Schule hat also nichts damit zu tun "damit es Arbeiter gibt", du kannst ja ruhig selbstständig werden, da hat niemand was dagegen.

Ich denke das die Berufschancen und damit Karriere und gutes Gehalt durch die öffentlichen Schulen in Deutschland sehr gut unterstützt werden. Bildungserfolge kann in Deutschland jeder haben. Im Gegensatz zu anderen Ländern wie UK oder USA wo höhere Schulbildung teuer bezahlt werden muss, kannst du in Deutschland (der nötige Fleiß in der Schule vorausgesetzt) Abitur machen und anschließend, z.B. durch BAFÖG finanziert, studieren.

Es ist bekannt, dass in Deutschland in sogenannten bildungsferne Familien, also Familien in denen von den Eltern kein Wert auf eine gute Schulbildung ihrer Kinder gelegt wird, die Kinder nur sehr schwer eine höhere Schulbildung erreichen. Trotzdem ist es nicht unmöglich, auch aus einer solchen Familie heraus, Schule erfolgreich zu durchlaufen.

Hallo E1ena18,

ich denke, man kann Deine Frage im Prinzip mit ja beantworten. Dabei gehe ich davon aus, dass Du mit "Arbeiter" meinst "lohnabhängig Werktätige". das ist eine durchaus sinnvolle Definition, trifft aber auf die übergroße Mehrzahl der erwachsenen Bevölkerung zu.

Zum einen ist es natürlich sinnvoll, junge Menschen auf die für sie wahrscheinlichste Berufsperspektive vorzubereiten, auf der anderen Seite sind Lehrerinnen und Lehrer zumeist gar nicht in der Lage, sie auf eine Tätigkeit als Selbständige vorzubereiten, da sie es selbst ja gar nicht sind.

Davon sind allerdings einige traditionell zum großen Teil von Selbständigen ausgeübte Berufe ausgenommen, z.B.die der Ärzt-inn-e-n und Rechtsanwält-inn-e-n. Darauf, junge Menschen auf diese Berufe vorzubereiten, sind öffentliche Schulen seit langer Zeit gut eingestellt, aber nicht auf die eigentlich unternehmerischen Berufe.

Ich halte es für gut möglich, dass einige Privatschulen darauf deutlich besser eingestellt sind. Aber das ist wohl kaum nur eine Sache der Schulen.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

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