Sind Obdachlose Menschen freier als das arbeitende Volk? Denkt ihr es gibt Obdachlose die sehr glücklich mit ihrem Leben sind wie es ist?

12 Antworten

Nein. Sie sind erheblich unfreier. Ohne Geld kannst du praktisch nichts tun. Viele sind psychisch krank oder alkoholabhängig oder haben körperliche Schäden davongetragen, alles nicht gerade befreiend, außer man deutet die Freiheit um in eine Freiheit von Verantwortung und eine Freiheit von Antrieb und Lüsten und Zielen und Vorhaben- das ist aber nicht die Freiheit die sich die meisten Menschen wünschen.

Nein, denn es gibt nichts Besseres als ein zuhause. Die Vorstellung immer draußen zu sein, würde einem sozusagen unendliche Freiheit geben, mag ja da sein. Nur hat man die genauso auch dann, wenn man über eine vernünftige Bleibe verfügt.

Dass einem hin und wieder "die Bude auf den Kopf fällt", ist das Problem von einem selbst. Im Prinzip hat man mit Bude ebensoviel Freiheit plus noch etwas dabei.

Auch dieser junge Mann hatte sich das ähnlich vorgestellt --> https://www.huffingtonpost.de/eric-hoffmann/luxusnomade-leben-im-zug_b_16818874.html

Wie du an den anderen Antworten bereits sehen kannst, sind auch Obdachlose alles andere als frei, sondern unterliegen diversen Beschränkungen und Zwängen.

Auch ist der Tagesablauf vieler Obdachloser strukturierter, als man als seßhafter Mensch manchmal glauben mag. Hier habe ich das vor fünf Jahren beschrieben:

https://www.gutefrage.net/frage/alltag-eines-obdachlosen

Wer also nicht frieren will, etwas zu essen und einen Schlafplatz haben möchte, muss also durchaus eine gewisser Anstrengung aufbringen.

Viele Obdachlose verzichten dabei zB auf die angebotenen Unterkünfte, weil sie Angst vor den dort besonders aktiven Dieben haben und schlafen deshalb lieber draußen.

Außerdem sucht so mancher auch nach kostenloser medizinischer Betreuung, nach Kleiderspenden, oder bekommt bei der Schlafplatzsuche Ärger mit Sicherheitspersonal

Nicht zuletzt die grausamen gewalttätigen Übergriffe gegen Wohnungslose machen das Leben dieser Menschen keineswegs "freier", als das eines Seßhaften.

Ist es unnatürlich Menschen mit einfachen Weltbildern oder Populisten zu beneiden und sich manchmal zu wünschen man wäre wie Sie?

Ist es unnatürlich Menschen mit einfachen Weltbildern oder Populisten  zu beneiden und sich manchmal zu wünschen man wäre wie Sie?

Die Welt ist sehr komplex, objektives gut und böse existiert kaum irgendwo, sondern liegt ehr im Auge des Betrachters.

Einige Menschen sehen das aber andres , für sie gibt es klar gut und böse. Man sieht sie bei Demonstrationen bei denen Sie „Wir sind das Volk“ schreien, Bei Veranstaltung bei denen sie Politikern zujubeln die mit einer Mauer alle Probleme aussperren wollen oder bei Messen bei denen sie alles verdammen was nicht in Ihrem heiligen Buch steht.

Ich persönlich sehe mich als relativ intelligenten und recht gut informierten Menschen an, aber ich erwische mich ab und zu wie ich Sie beneide die Menschen welche den Populisten ins netzt gegangen sind.

Ein solches leben muss doch viel einfacher sein , einfach das nachzuplappern was der Obere sagt, kein kritisches Hinterfragen des eigenen Weltbildes,  kein betrachten aus mehreren Blickwinkeln.

Kennt Ihr das Gefühl, und was denkt Ihr wäre ein solches Leben nicht vielleicht ein glücklicheres?

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