Sind "Nationalmannschaften" eine Illusion?

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17 Antworten

Wortjongliererei.

Zunächst spielen sie für sich selbst, das Geld und den "Ruhm", der u. a. wiederum Geld bedeutet. Auswahl- bzw. Nationalspieler zu sein, steigert den Marktwert.

Dabei können sie dann nicht anders, als für eine Mannschaft zu spielen, ggf. die DFB-Auswahl, deren Erfolge wiederum prämiert werden.

Vor den Spielen der Nationalelf wird aber keine DFB-Hymne gespielt, sondern die Nationalhymne, was zeigt, dass der DFB und seine Mannschaften eine Rückbindung an eine Nation haben. Sonst wäre es ja auch inkonsequent, die deutsche Staatsbürgerschaft zur Voraussetzung zu machen.

Eine Alternative wäre ja, Spieler, die lediglich im DFB organisiert sein müssen, etwa eine Bundesliga-Auswahl, antreten zu lassen. Das ist aber nicht zulässig.

Dein Freund hat also recht und unrecht zugleich. Sein etwas albernes Wortgefecht bestreitet er mit dem Wörtchen "direkt".

Denn, was könnte das heißen - "direkt"?

Dass die Bundesregierung einen Nationaltrainer einsetzt und dass die Nationalspieler Staatsangestellte würden mit festem Gehalt, Kündigungsschutz und Personalrat ?

Ein bisschen abwegig, oder?

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Kommentar von Sabotaz
15.11.2016, 13:58

verbeamteter Fußballer... Der Trainer für Tor und Defensive ist dann der Verteidigungsminister...

Ich finde, man kann ganz einfach nicht Freizeitsport und Politik so vermischen, dass es wortwörtlich eine Nationalmannschaft ist.

Die Diskussion ist sinnlos und klingt nach einem Fundament für Verschwörungstheoretiker die auf dem Firmengelände der BRD GmbH leben... ;)

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Ach, das ist doch nur ein Streit um Worte; natürlich ist der Sinn jeder Nationalmannschaft, dass diese sich auch tatsächlich aus Spielern der jeweiligen Nation zusammensetzt - und nicht aus zusammengekauften Spielern der Verbände, denen man dann mal eben per Sonderrecht die Staatsbürgerschaft verschafft, damit das Ganze auch passt.

Es will doch kein Mensch wissen, welche Verband sich die besten Spieler leisten kann sondern ob z.B Isländer genauso Fußball spielen wie Spanier.

Nicht umsonst sind Aussenseitermannschaften so beliebt, wie eben z.B. Island bei der letzten EM, weil man da endlich echte Isländer spielen sah und nicht ein zusammengekauftes Team - dafür haben die in Island kein Geld übrig und waren genau deshalb umso symphatischer.

Leider gehts im Sport nur noch ums Geschäft, das macht ihn allerdings deshalb auch immer reizloser. Was habe ich davon, mir ein Fußballspiel Dusburg gegen Schalke anzusehen (früher als der MSV Duisburg noch nicht nicht untergegangen war), wenn da kein einziger Duisburger mitspielt.

Dein Freund hat völlig recht, das ist alles nur noch eine Illusion

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Kommentar von TokTokeinEi1
15.11.2016, 12:16

Im Sinne ist Fußball nur noch ein Geschäft auch sind viele Menschen in Vereinen beschäftig.

Der Beste spielt egal wo der herkommt.

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Der Deutsche Fußballbund ist die oberste Instanz für den Fußball in Deutschland, und somit verantwortlich für die Aufstellung und den Unterhalt der deutschen Nationalmannschaft. So gesehen also eine staatliche Institution.

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Fußball-Idealisten gibt es kontinuierlich weniger.

Spätestens seit den 90ern gibt es schon deutlich weniger Spieler, die sich mit ihrem Verein voll identifizieren und dafür alles geben, unabhängig von Gehalt oder Tabellenplatz.

Seit der Jahrtausendwende war es auch mit dem selbstverständlichen Idealismus in der Nationalelf dahin, wie man es auch an der EM 2000 sehen konnte, als mindestens 3 deutsche Spieler gegen den eigenen Trainer gespielt haben.

Normalerweise sollte es für jeden Profisportler eine besondere Ehre sein, sein eigenes Land im Sport vertreten zu dürfen, egal ob er/sie nun dafür Geld bekommt oder nicht.

Aber diese Haltung scheint bei immer wenigen tatsächlich vorhanden zu sein.

So habe ich manchmal auch das Gefühl gehabt, dass manche Spieler sich für die deutsche Nationalmannschaft entschieden haben, weil es mehr ihrer Karriere dient, auch wenn sie sich innerlich weiterhin als Pole oder Türke oder einer anderen Nationalität zugehörig fühlen.

Definitv haben auf dem Platz alle an einem Strang gezogen und ihre Leistungen gebracht, sonst wären wir nicht Weltmeister geworden.

Doch wenn ich mich für ein anderes Land als das eigene entscheide, gehört für mich auch dazu, dessen Nationalhymne mitzusingen.

Das würde ich selber auch tun, wenn ich mich in einem anderen Land meiner Wahl einbürgern lassen würde.

Man kann zwar niemanden dazu zwingen, die Nationalhymne mitzusingen. Aber wer das Gefühl hat, dies nicht aus voller Überzeugung tun zu können, müsste eigentlich seine Entscheidung hinterfragen.

Die Zuschauer wollen eben sehen, dass die Spieler nicht nur mit vollem Körpereinsatz, sondern auch mit dem vollen Herzen bei der Sache sind.

So wie heutzutage manchmal Spieler sogar für Nationalmannschaften angeworben und abgeworben werden, erinnert das schon sehr stark an das, was auf Vereinsebene seit Jahrzehnten Gang und Gäbe ist.

Nur dass bei den Nationalmannschaften die Entscheidung etwas endgültiges ist.

Und Spieler, die nur ihrer eigenen Karriere wegen für eine Nationalmannschaft auflaufen gibt es genügend und ich glaube in fast allen favorisierten Nationalteams.

Ich persönlich finds schade.

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Kommentar von TUrabbIT
15.11.2016, 13:54

Naja die Nationalhymne haben schon früher als nur deutschstämmige Spieler gespielt haben nicht alle mitgesungen.

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Zunächst hat Dein Kumpel Recht, aber jeder Nationalspieler spielt zunächst für sich selbst. Er kann seinen eigenen Marktwert evtl. steigern und somit in anderen Vereinen mehr verdienen!!!

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Zumindest für Deutschland hat diese Unterscheidung keine praktische Relevanz.

Anders ist die Sache dagegen in UK, wo es "National"mannschaften von Wales, Schottland, England, Nordirland gibt.

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Der Verband steht als Organisation stellvertretend für die deutsche Nation, also für Deutschland. Und das ist bei jeder Sportart so, bei der es Europa- und Weltmeisterschaften gibt, vom Kegeln bis zum Schachspiel. Was soll denn diese Wortglauberei.

Und wenn man die Nationalität daran aufhängt, ob die Spieler laut die Nationalhymne mitsingen oder nicht, dann sollte man sich die früheren Spiele der Nationalmannschaft ansehen, da haben auch nie alle mitgesungen. Ich singe auch nicht laut mit und viele andere tun das auch nicht. Das hat nichts mit Nationalität oder Nationalstolz oder Nationalzugehörigkeit zu tun. Ich singe grundsätzlich nicht, weder Weihnachts- noch Kinderlieder, noch sonstige Lieder. Und so wird es auch anderen Deutschen gehen.

Der Logikfehler bei Deinem Kumpel liegt wahrscheinlich darin, dass er nicht logisch denken kann. :-)

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Im Prinzip ist es das gleiche...

Die Mannschaft wird vom DFB organisiert und aufgestellt.

Der DFB stellt aber die höchste Instanz in Fußball-Deutschland dar.

Man spielt also für den DFB und damit auch für Deutschland.

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Deutscher Fußball Bund=DFB, sogesehen hat er Recht. Wenn du allerdings einen Nationalspieler fragen würdest, ob er für den DFB oder für Deutschland spielt, so fällt die Antwort wahrscheinlich immer auf zweiteres.

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Warum sollten sie nicht für ein Land spielen ?

Unsere Nationalmannschaft vertritt unser Land (Deutschland) bei Internationalen Turnieren. Somit spielen sie für uns, ( eine Interpretation) 

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Der DFB ist der zuständige Bund dafür. So wie in fast jeder Sportart. Ich sehe hier keine Unklarheiten oder Widersprüche.

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Nationalmannschaften sind zunächst keine Illusion, die gibt es wirklich. Und die Spieler werden bei den Länderspielen vom DFB eingesetzt, da sich die Strukturen im internationalen Fußball insofern entwickelt haben, dass Nationalverbände (wie der DFB) den Fußball pro Land verwalten, "quasi" stellvertretend für das "Land".

Alternativ könnte auch eine staatliche Behörde den Spielbetrieb organisieren.

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Ich würde sagen, dass dein Kumpel recht hat. Bei Welt und Europameisterschaften spielen die Spieler für den DFB (Verband). Deshalb tragen sie das DFB Trikot. Bei Olympia tragen die Fußballer das Deutschland (oder deutsches Olympia) Trikot, da sie für Deutschland antreten.

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Der VERBAND - in diesem Fall der DFB - repräsentiert ebenso Deutschland wie auch die Spielerauswahl.

Denn der Verband ist ja nur ein organisatorisches
Hilfsmittel für das Land, Deutschland.

DA liegt der Logikfehler.

Cheerio

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Entsprechende Verbände haben ja auch nur eine begrenzte Organisationsreichweite, die mit dem Staatsterritorium übereinstimmt.

So ist das folglich nur geltungssüchtige und aufgeblasene Rechthaberei von deinem Kumpel.

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Das stimmt eigentlich schon, die spielen für den DFB, jedes land hat einen Verband für den die Spieler spielen - ich weiss jetzt nur nicht ob der DFB deutschland also dem staat deutschland gehört oder eine eigene firma ist, wenn der dfb deutschland gehört dann spielen die spieler direkt für das land deutschland.

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Kommentar von Ottavio
15.11.2016, 12:08

Er ist eine eigene "Firma" und gehört nicht dem Staat.

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dein Kumpel hat recht!

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