Sind nachträglich angebrachte Balkone Sonder- oder Gemeinschaftseigentum?

2 Antworten

die Balkone hätten niemals erreichtet werden dürfen, da hierfür ein Einheitsbeschluß aller Eigentümer hätte vorliegen müssen. Hierdurch kommt es aber zu Eigentumsverhältnisänderungen, wenn nicht alle den gleichen Anbau haben. Das ganz müßte also auch im Vertrag geändert werden und damit im Grundbuch. Alle Eigentümer die so einen Anbau haben, müßten diesen auf Wunsch eines einzelnen wieder auf ihre eigenen Kosten entfernen lassen, wenn keine Zustimmung vorlag.

Danke für die superschnelle Antwort. Die Zustimmung aller damaligen Eigentümer war laut Protokoll da. Diese haben sich aber in der Zwischenzeit häufiger geändert. Wenn die Balkone Gemeinschaftseigentum sind, dann müssten alle 5 Eigentümer sich aber an etwaigen Reparaturen an den Balkonen beteiligen, oder? Bei Sondereigentum nicht. Deshalb die Frage.

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@gandalf271

Die Balkone sind Sondereigentum, da sie nachträglich angebracht sind, also nicht - wie oben bereits beschrieben - notwendiger Bestandteil des Gebäudes sind.

Wenn Balkone konstruktionsbedingt Bestandteil des Gebäudes sind, gilt in der Regel, dass die Oberfläche, also der Belag (nicht: erforderliche Abdichtungen, Abflüsse etc.) und z. B. Innenseiten von Brüstungen Sondereigentum sind. Das kann zu interessanten Auswirkungen führen, wenn z. B. Gitter als Brüstung da sind und diese von beiden Seiten gestrichen werden müssen.

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Balkone als 'räumliche' Einheit sind grundsätzlich sondereigentumsfähig und gelten auch ohne entspr. Zuordnung in der TE bzw. der Gemeinschaftsordnung als Sondereigentum.

Die Zuordnung der Balkone zum Sondereigentum erstreckt sich -auch bei Zuordnung gem. TE - grundsätzlich nur auf die sondereigentumsfähigen Bestandteile, also im Wesentlichen auf den Balkonraum.

Soweit es sich um die konstruktiven und um die der Sicherheit dienenden Bestandteile handelt, stehen diese Balkonteile im Gemeinschaftseigentum.

Offensichtlich wurde ja beim Genehmigungsbeschluss über den Anbau der Balkone versäumt, auch gleichzeitig über eine zukünftige Kostentragungsregelung, was Instandhaltung und Instandsetzung betrifft, zu beschließen. Deswegen gilt: was an Bauteilen dem Gemeinschaftseigentum zugeordnet ist, zahlt auch die Gemeinschaft – Kosten des Sondereigentums übernimmt der jeweilige Eigentümer.

vielen Dank für die kompetente Antwort. Da die Balkone z.T. sondereigentumsfähig sind, könnte man dann per Vereinbarung und Eintragung im Grundbuch alles rechtlich regeln, oder? Die Miteigentumsanteile und der Kostenverteilungsschlüssel bliebe dadurch aber unberührt soweit ich weiß.

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@gandalf271

Was möchtest Du vereinbaren?

Das Sondereigentum an den nachträglich errichteten Balkonen muß nicht in die Teilungserklärung aufgenommen werden, ebenso wenig bedarf es hierzu einer Eintragung in das Grundbuch. Die Kostentragung wird ja durch das Wohnungseigentumsgesetz geregelt.

Vielleicht hab ich nicht richtig vestanden was Du meinst? Gern noch mal Nachfrage, lieben Gruß

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(1) Gegenstand des Sondereigentums sind die gemäß § 3 Abs. 1 bestimmten Räume sowie die zu diesen
Räumen gehörenden Bestandteile des Gebäudes, die verändert, beseitigt oder eingefügt werden können, ohne
daß dadurch das gemeinschaftliche Eigentum oder ein auf Sondereigentum beruhendes Recht eines anderen
Wohnungseigentümers über das nach § 14 zulässige Maß hinaus beeinträchtigt oder die äußere Gestaltung des
Gebäudes verändert wird.

Er meinte, dass hier auch die Wohnungstür gemeint ist.

In der Teilungserklärung steht die Wohnungstür ncht explizit als Sondereigentum drin. Hausverwaltung sagt, dass die Liste keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt.

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