Sind Mobbingbetroffene (Schule) wirklich selbst schuld?

10 Antworten

Mobbingopfer sind nur deshalb daran Schuld, dass sie gemobbt werden, weil sie nicht aktiv genug dagegen vorgehen und meist davor zurückschrecken sich zu wehren. Ein Mensch der Selbstbewusst auftritt und sich nicht einschüchtern lässt und der, vor allem, bereit ist sich zu verteidigen wird so gut wie nie gemobbt werden, da er ein zu schweres Ziel ist.

Genau falsch! Mobbingopfer verhalten sich instinktiv richtig wenn sie die Mobber ignorieren. Denn Opfer sind sie so oder so. Vernünftig argumentieren geht da nicht mehr. Und jede Aktion die von den Opfer zu ihrer Verteidigung eingesetzt wird, wird von den Mobbern solange uminterpretiert, bis sie sie wieder gegen ihr Opfer einsetzten können.

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Hey! Das oftmals möchte ich bestreiten. Sicher gibt es Kinder bzw. Jugendliche, die durch ihr Sagen und Tun sich oftmals selbst ausgrenzen, oder eben so sind, wie du es beschrieben hast. Es ist eben aber auch so, dass einige Kinder bzw. Jugendliche gar nicht erst anderen die Chance lassen sich zu beweisen und eben gegenüber anderen viele Vorurteile haben und sie als Opfer sehen. Aber mal ganz ehrlich...wer es nötig hat andere zu beleidigen, sollte erst einmal bei sich selbst überlegen, warum er das macht. Sozial inkompetent? Ja! So finde ich die Leute, die andere mobben. Jeder hat bei sich selbst Fehler festzustellen etc. und sollte die erst einmal in Ordnung bringen, bevor man andere kritisiert. Lg

Du musst es mal so sehen, was, wenn du es nunmal mit jemanden zu tun hast,der anders ist. Ich wurde selbst gemobbt, und kann zu deinen Argumenten in meinem konkreten Fall folgenes sagen:

1.Ich kann mich nicht anpassen,vielleicht bin ich Asperger-Autsitin und außerdem bin ich hochbegabt(Bitte recherchieren, wenn ihr nicht wisst, was das für Probleme machen kann) Und eine Gruppe hat von mir als Anpassung verlangt, jemand anderen zu mobben, da habe ich mich ernsthaft gefragt, ob normale Menschen nicht viel gestörter sein können, als jemand mit einer diagnostizierten Behinderung, was meiner Ansicht nach bei jedem Mobbingopfer der Fall ist. Sofern mit Teamfähigkeit gemeint ist, im Team zusammenarbeiten zu können, das kann ich sehr wohl.

  1. Auf jemanden mit einem Hockeyschläger einschlagen zu wollen, sodass der sich einen Schädelbruch holt ist kein "kleiner Spaß"!!!!!!!

3.Ja, eine sinnessensorische Hypersensivität habe ich auch, kann auch Grund für Mobbing sein, aber ich möchte erst einmal wissen, wie du damit klarkämst: - Dich regelmäßig an essen erinnern zu müssen, weil dein Hungergefühl nicht verlässlich ist. -Schneller erschöpft zu sein als jemand anderes, wenn man unterwegs ist, und deswegen einen Großteil deiner Freizeit zuhause zu verbringen, weil für dich ein Ausflug nach der Schule so erschöpfend wäre, dass du ihn nicht genissen könntest. - Schmerzen, egal welcher Art so heftig zu spüren, dass es ebenfalls nicht verläslich ist( ich hatte mal solche Schmerzen nachdem ich getreten wurde, wie sie eigentlich bei einer Knochenverletzung auftreten. -Nicht ins Kino oder auf ein Konzert oder in ein Theaterstück gehen zu können, weil es für dich so laut ist, dass du Kopfschmerzen bekommst. Und das nicht nicht selten, nach einigen Meinungen hat das jeder Fünfte, auch wenn es bei und wirklich sehr stark ist. Dann sage ich dir auch meine Ansicht dazu. Also? 4. Wenn das der Fall ist, dann sagt der zivilisierte Mensch es der betroffenen Person anstatt sie zu mobben! Wir leben im 21. Jahrhundert!

Mobbing ist eine Straftat wie jede andere und wie bei jeder anderen gilt: Immer hat der Täter schuld, nie das Opfer. Du würdest nicht jemandem, dessen Haus ausgeraubt wird, die Schuld dafür geben. Sicher gibt es Mobbingopfer, die auf Mobbing nicht in der besten Weise reagiert haben.(ich hätte die Mobber damals kurzerhand anzeigen sollen!) Das ist kaum ein Grund dafür, ihnen Schuld zuzuschieben! Niemand ist perfekt. Und du wirst staunen, aber es ist unfassbar leicht zu verhindern, dass jemand auf Mobbing ungeeignet reagiert: Ihn nicht mehr mobben! Und ich muss noch etwas schreiben, was unethisch klingen mag, aber meine wahren Erfahrungen widerspiegelt: Der Holocaust ist auch nur eine Version von Mobbing. Und haben da die Opfer Schuld? Natürlich nicht, sie können ja nichts dafür!

Wenn ichs nicht besser wüsste, würde ich glauben, du erlebst da grad einen konkreten Fall. Und es is schon ziehmlich eskaliert, du hast das ganze erstmal beobachtet (...die anderen machen lassen...) aber jetzt müssen sich die Mobber bei irgendwem rechtfertigen. Und weil zu viele zugeschaut haben, wollt ihr jetzt natürlich diese Haltung als korrekt, zumindest als verständich und normal, abgesegnet bekommen. Aber du hast Zweifel (so wie die andern auch), aber keiner gibts zu. Will ja auch keiner auf der Abschusslist landen, klar. Also wird weitergemacht wie bisher.

Insofern: Wieso die Frage stellen? Du kennst die Antwort.

So hart es sich anhört, aber zum Opfer macht man sich immer selber. Was allerdings keine Entschuldigung für diejenigen ist, die anderen zusetzen.

Ich bin zwar teamfähig, aber war nie ein Mitläufer und gehörte zu keiner Clique, aber gemobbt wurde ich trotzdem nie, weil ich meine Linie hatte, diese auch gegen Widerstände vertreten habe und somit meist als neutrale Instanz angerufen wurde, wenn's woanders Zoff gab.

Außerdem muß man bei Mißgeschicken auch über sich selbst lachen können und nicht alles tierisch ernst nehmen. Das Leben ist nun mal ein Kasperle-Theater in dem jeder seine Rolle spielt, die er sich aussucht.

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