Sind Menschen von Natur aus Nomaden oder sesshaft?

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6 Antworten

Das kann man so nicht beantworten.

Menschen haben sich auf der ganzen Welt verstreut, also gibt es überall Menschen mit einer anderen Umgebung.

Lebewesen, egal ob Menschen, Wölfe oder sonst was für Tiere, passen sich ihrer Umgebung an. Nicht nur vom Körper her, wie z.B. bei der Hautfarbe, sondern auch vom Denken und der Kultur.

In der Wüste z.B. gibt es nicht alles, was man braucht, an einem Fleck, sondern man lebt als Nomade und geht immer da hin, wo gerade was zum essen und zu trinken ist.

In Europa hingegen können wir fast überall, wo wir wollen, Tiere ernähren und Felder bewirtschaften. Vorher, als es noch keine Viehwirtschaft und Ackerbau gab, hatten wir überall Tiere Tiere, die man jagen konnte und überall lagen Früchte rum oder wuchsen auf Bäumen/Sträuchern, die man sammeln konnte.

Der Mensch an sich ist also weder Nomade noch sesshaft, sondern er ist das, was die Umgebung vorgibt.

Sie sind wie alle Primaten von Natur aus territorial, bewohnen also ein begrenztes Gebiet. Auch Nomaden wandern nicht frei umher, sondern folgen angestammten Wegen und suchen immer wieder die gleichen Gebiete auf. Je ergiebiger die Nahrungsquellen einer Gegend sind, desto kleiner ist der Bewegungsradius einer menschlichen Population, die im Kern aus einem "Stamm" besteht, also einer Gruppe mit verwandtschaftlichen Beziehungen untereinander. Zu "Völkerwanderungen" kommt es bei Überbevölkerung oder Nahrungsmangel in einem Wohngebiet. Dass Menschen ursprünglich nomadisierende Jäger und Sammler, etwa im Stil der Buschmänner, waren, ist ein Mythos. Buschmänner sind zu weiträumigen Wanderungen gezwungen, weil ihr Lebensraum wenig Nahrung bietet.

Dass Menschen ursprünglich nomadisierende Jäger und Sammler, etwa im Stil der Buschmänner, waren, ist ein Mythos

Und das weißt du woher so genau ?

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@LottoLuca

Pures Nachdenken. Menschen haben sich nicht in einer unergiebigen Gegend entwickelt, in der sie mühsam wandernd ihre kargen Mahlzeiten zusammensuchen mussten, sondern leben seit der Erfindung des aufrechten Ganges und der Werkzeuge und Waffen überwiegend in Saus und Braus. Deshalb konnten sie sich schneller und weiter als jede andere Art auf der Erde ausbreiten. Natürlich mussten sie gelegentlich wandern, um neue Räume zu besiedeln. Dabei bewegten sie sich von Nahrungsquelle zu Nahrungsquelle über Generationen, was im Nachhinein nach Nomadisieren aussieht. Betrachtet man aber die Zeiträume, reicht ein Kilometer Wanderbewegung pro Jahr aus, um die erreichbaren Weltgegenden innerhalb von 20000 Jahren zu erreichen. Die moderne Menschheit ist aber 200 000 Jahre alt.

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kommt immer drauf an aber so im 19. und im 20 Jahrhundert (also ende des 19. Jahrhunderts ) hat sich das stark geändert es ist nicht mehr so wie damals das man alles was man zum leben braucht immer bei sich hat heut zu tage haben wir Wohnungen häuser etc. für sowas

Meine Uroma hat auch nicht auf nem Karren gewohnt, wär auch schwierig gewesen den ganzen Hof darauf zu verladen und die Felder mitzunehen ;) Privaten Besitz inclusive dauerhaften Häusern gibts schon ein bisschen länger als die paar hundert Jahre.

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Hey, was Dir viel Wissen brächte in die Richtung, wäre z.B. "Jäger und Sammler" und "Ackerbau und Viehzucht" zu googlen. Oder gleich "Evolution des Menschen"...

...falls Du, wie ich den Eindruck habe, daran Interesse hast.

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"Von Natur aus", das gibt es nicht beim Menschen, dazu ist er viel zu entwickelt, um etwa genetisch festgelegt zu sein.

Sieh dir an wie Affen leben dann weißt du es ;)

haha genial :DDD

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"von Natur aus" weder - noch

Der Mensch hat sich entwickelt im Laufe der Jahrhunderttausende. .

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