Sind Menschen als Ganzheit bewertet böse Spezies oder Tiere?

Das Ergebnis basiert auf 20 Abstimmungen

Ja 55%
Nein 45%

10 Antworten

Nein

Der Mensch ist auch nicht anders als jedes andere Lebewesen. Er ist nur abstrakter in seinen Entscheidungsmöglichkeiten, aufgrund höheren Denkvermögens (er entscheidet auch "strategisch", nicht nur unmittelbar). Aber das können einige Tierarten auch.

Jedes Lebewesen nimmt sich so viele Ressourcen wie es bekommen kann, in sofern unterscheidet sich der Mensch nicht von anderen Lebensformen (Tieren, Pflanzen, Bakterien und Viren).

"Böse" ist ein Konstrukt aus dem menschlichen Wertesystem. Aber es gibt durchaus auch andere Lebewesen, die Dinge machen ohne dass sie unbedingt für ihren Fortbestand vonnöten wären oder ressourcenschonend ist. Beispiele wären hier z.B.

  • Hauskatzen, die ihre Nahrung (Mäuse) "quälen" indem sie damit spielen um den Jagdtrieb zu befriedigen obwohl sie gar keinen Hunger haben (weil sie von ihren Besitzern satt gefüttert werden).
  • Delfine die "nur zum Spaß" ihr Fressen jagen und scheuchen ("quälen"), weil sie Langeweile und einen Spieltrieb haben.
  • Fähen (weibliche Füchse) die, solange sie Junge haben, alles an Beute töten und auf Vorrat zum Bau schleppen, was sie bekommen können. Und das auch dann, wenn keine Futterknappheit herrscht und dort schon ein Haufen toter Beutetiere liegt und verrottet, weil sie gar nicht benötigt werden ("Ressourcenverschwendung").
  • Alle möglichen Tierarten, die sich "Gebiete" (also Ressourcen mit Lebensraum und Nahrung) "sichern", um selber einen Vorteil daraus zu haben ("Reviere erkämpfen und verteidigen").
  • Bäume die rein "präventiv" besonders auf schnellen Wuchs programmiert sind, um Schatten zu werfen, der andere Bäume am Wachstum hindert um sich "Geländeressourcen auf Vorrat zu sichern".
  • Pflanzen die die Bodenbeschaffenheit so verändern, dass sie für andere Pflanzen quasi "den Boden vergiften" um damit Konkurrenz auszuschalten.
  • Bakterien, die ihren Lebensraum mit ihren Ausscheidungen "vergiften", so dass dort kein anderes Bakterium leben kann (Essigbakterien).

In sofern sind wir beileibe nicht die einzige Spezies, die Dinge macht, die nicht unbedingt nötig wären. Wir sind nur besonders effektiv.

Ja

Gut und böse sind nur sinnfreie Erfindungen von uns Menschen. Deshalb kann man das Verhalten von Tieren und Menschen nicht mit einander vergleichen. Aber wenn du die Zerstörung des Ökosystems als böse ansiehst, dann gibt es kein Tier das so böse ist.

Warum aber sinnfrei? Man kann doch ganz genau erkennen, wenn einer Gutes tut bzw. unbemerkt gutes tut und Empathie für alle Menschen hat oder ein Psychopath der nur für Ärger auf der Welt sorgt und „Seelen“ verletzt?
Also haben wir da doch gut und böse?
Für jeden „pups“ hat man eine sinnvolle Definition aber komischerweise für gut und böse nicht?

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@HansKluft66

Das ist das Verhalten unter Menschen und selbst da ist nicht wirklich alles gut was auf den ersten Blick gut erscheint. Es kommt immer auf die Perspektive an. Ich will mal versuchen das zu erklären.

Wenn Ärzte sich aufopferungsvoll um ihre Patienten kümmern, dann halten sie alle für gute Menschen.

Doch jetzt ändern wir mal die Perspektive und schauen aus einem anderen Blickwinkel auf das Treiben der Ärzte. Stell dir vor du bist ein Alien von einem fremden Planeten. Zeit spielt für dich keine Rolle und du beobachtest unseren Planeten aus deinem Raumschiff bereits seit vielen Tausend Jahren. Dann stellst du fest dass die Menschen sich immer weiter ausbreiten. Sie nehmen allen anderen Arten den Lebensraum. Darunter sind auch viele Arten, die dir im Laufe der Zeit viel Freude bereitet haben. Dir liegt nicht viel an den Menschen, weil sie alles was sie berühren in Müll verwandeln. In dieser Situation siehst du das Treiben der Ärzte ganz anders und du findest es garantiert nicht gut wenn sie dafür sorgen dass immer mehr Menschen auf der Erde leben.

Es kommt also nur auf die Perspektive an. Du kannst auch mit den Augen eines bestimmten Tieres auf das Treiben der Menschen schauen. Das spielt keine Rolle. Nur verabschiede dich von der Perspektive der Menschen. Die spielen nur in ihrer eigenen Vorstellung die Hauptrolle auf diesem Planeten. Sie glauben wirklich dass sie die Guten sind. Egal was sie machen.

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@Fuchssprung

Dieses habe ich mitunter mitgerechnet. Das Menschen sowieso zu ihrem Lebensraum sehr schlecht sind, nicht weil sie Böse sind, sondern aus Ignoranz.
Da ist aber nichts zu holen.
Aber untereinander passiert doch parallel ganz schlimme Dinge.
Menschen die wegen ihrer angeborenen Intelligenz ihre Position ausnutzen und Menschen oder Tiere physisch und/oder psychisch sehr stark verletzen.
Sei es auf der Straße oder im Berufsleben. Die Armen hungern, leiden und umgekehrt könnte es auch sein, wenn die Armen die Privilegien hätten, sich ebenfalls falsch zu benehmen. Wegen den Privilegierten gibt es arme und reiche. Alleine das sagt doch alles, das wir nichts weiters als böse Tiere sind. Vielleicht wären die anderen Spezies ebenfalls in unserer Position so aber die haben kein abstraktes Bewusstsein also wäre es unfair sie mit einzuschließend. Es gibt unter uns barmherzige, intelligente Wesen die alles hautnah spüren (sowie du es tust) und dumme egoistische Wesen, denen alles egal ist, wer leidet, wer hungert. Sie und ihre engsten, nichts anderes zählt. Falsche Empathie halt.
Ich glaube es gibt nur 100-500 Millionen intelligente (Empathie) Menschen und der Rest ist überwiegend ungewollt dumm und böse und überwiegend bewusst dumm und egoistisch also sehr das echte Böse in Person. (für die Natur gibt es sowas nicht aber die Natur kann auch nicht denken)

Glaubst du, es wird irgendwann mal ein Wunderkind auf die Welt kommen und nachhaltig irgendwas was erfinden wird, sodass die Armut und Umwelt verschont bleibt oder ist es unmöglich?

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@HansKluft66

Glaubst du, es wird irgendwann mal ein Wunderkind auf die Welt kommen und nachhaltig irgendwas was erfinden wird, sodass die Armut und Umwelt verschont bleibt oder ist es unmöglich?

Nein, das glaube ich nicht. Denn dieser Mensch müsste Diogenes heißen, in einem Fass leben und den Dingen dieser Welt entsagen. Dazu sind Menschen aber nicht bereit. Sie verwandeln lieber alles was sie berühren in Müll.

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@koten

Empathie für alle Menschen empfinden und nicht nur aus der eigenen Reihe.
Das nennt man eine falsche Empathie, wenn man eine zu kurze Empathie hat.

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@HansKluft66

Du weißt schon, daß Empathie nur eine Kompetenz ist. Sie sagt nichts über Deine Gefühle aus.

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@Fuchssprung

Aber wenn das Wunderkind 2 Milliarden Menschen aus der Armut hilft und nachhaltigere Lebensweise antreibt mit seiner Erfindung, sodass auch andere Spezies ihre Ruhe im Verhältnis von Menschen haben?

Keiner könnte doch die Welt im Verhältnis besser verändern?

Sonst dürfte man nicht mehr Atmen oder es dürfte kein Leben die CO2 produziert auf diesen Planeten existieren?

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@koten

Eine Kompetenz? Also ein Werkzeug, sowie die Intelligenz erstmal nur Werkzeug bzw. Voraussetzung ist?

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@HansKluft66

Reichtum verbinden wir damit dass wir es uns leisten können jeden Tag gut zu Essen, dass wir ein Dach über dem Kopf haben und die Schränke voller modischer Klamotten. Dazu natürlich jede Menge Technik. Nach ein paar Jahren haben wir so viel gegessen, dass wir neue Sachen brauchen. Die Technik ist veraltet, auch da brauchen wir Ersatz und unser Dach über dem Kopf reicht uns auch nicht mehr, weil wir jetzt Kinder haben und die brauchen neue Schränke und neue Technik. All das besorgen wir uns auf Kosten der Natur. Die steckt aber schon heute in argen Schwierigkeiten. Bürden wir ihr noch mehr auf, wird sie irgendwann zusammen brechen.

Wenn dieses Wunderkind also 2.000.000.000 Menschen aus der Armut holt, bedeutet es nichts geringeres als eine untragbare Last für die Natur. Ein armer Bauer in Afrika verbraucht 30 Mal weniger Rohstoffe als ein Mensch aus einem Industrieland. Reichtum bedeutet Verschwendung und es bedeutet dass alles was wir besitzen irgendwann zu Müll wird. Oder hast du noch immer dein erstes kleines Spielzeugauto? Oder ist es heute Müll, genau wie die vielen anderen Dinge die durch deine Hände gegangen sind? So sind wir nun mal. Wir sind nicht gut, schon gar nicht zur Natur. Wenn wir das wären, dann würden wir aufhören zu atmen und kein CO2 mehr produzieren.

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@Fuchssprung

Wie sollten wir aber aufhören zu Atmen? Nicht gut essen, sondern etwas zu essen haben. Es sterben jährlich 9 Millionen Kinder an Hunger in den Armen Länder? Willst du das oder soll lieber die Natur verschont bleiben und die hungernden Kinder sterben?

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@koten

Ja Intelligenz ist nützlich um Atombombe zu bauen. Empathie ist ebenfalls genau so wichtig aber nur viele nutzen es nicht aus. Milliarden Menschen haben leider keine stark ausgeprägte und angeborene Empathie, sonst würden heute nicht Milliarden in einer reichen Zeit hungern.

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@HansKluft66

Wir sollten endlich damit anfangen weniger Menschen zu werden. Mit der chinesischen Ein-Kind-Politik wäre das überhaupt kein Problem. Aber da kommen sofort wieder die Bedenkenträger um die Ecke, weil dann das Rentensystem zusammen bricht. Nur was nützt uns eine tolle Rente, wenn das Klima keine vernünftige Ernte mehr zu lässt? Es wird also nicht dazu kommen. Dagegen stehen Religion, Dummheit, Eigennutz, Ignoranz und ein paar andere Gründe. Die Menschen werden immer Gründe finden und sich immer für mehr als ein Kind entscheiden und damit für den eigenen Untergang.

Dabei wäre es so einfach! Wir müssten diese Ein-Kind-Politik nur ein paar Hundert Jahre durch halten. Wenn eine Million Menschen auf jedem Kontinent leben und wir diese Zahl halten, dann wäre unsere Population stabil. Es gäbe genug Natur und genug von Allem für alle. Es gäbe keine Industrie mehr, keine Umweltverschmutzung und keine Kriege. Wenn das Wunderkind uns dort hin bringen könnte, wäre das toll.

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@Fuchssprung

Das Wunderkind könnte zum Beispiel das 1-Kind-Poltik in die Realität global umsetzen. Aber in einer bequemen und reichen Gesellschaft wird es niemals der Fall sein. Das Wunderkind hätten sie umgehend ermordet, wie es schon die Geschichte gezeigt hat. Die Menschen wissen das sie sterben und wollen ihr Leben genießen und am besten immer besser und schneller. Es sind viele Komponenten und zu viele verschiedene Charaktere dass das alles schwieriger macht. Der Planet wird untergehen zu100%. Aber davor werden es gewaltsame Auseinandersetzungen geben und man wird das wahre Gesicht der Menschen sehen, wie wild und nicht zivilisiert wir wirklich sind.
Die Zeit wird kommen.

Die erfundene Technologie werden sie nur mit dem Tod hergeben.

Es turnt sie zu sehr an bzw. der Luxus spricht uns Menschen an. Über den Planeten lachen sie nur, wenn man es mal erwähnt.

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@HansKluft66

Intelligenz ist aber auch nützlich, um Abrüstungsverträge auszuhandeln.

Zur Empathie ist wohl alles gesagt: Kein Gefühl sondern ein Werkzeug, das zu wenige nutzen.

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@koten

Wie es soll kein Gefühl sein? Natürlich ist es ein Gefühl. Definition: Bereitschaft und Fähigkeit, sich in die Einstellungen anderer Menschen einzufühlen. Wer hat dir sowas erzählt?

Abrüstungsverträge sollte es nicht mal geben bzw. soweit kommen.
Für die Abschaffung braucht man keine Intelligenz, dieses schafft auch ein Hauptschüler.

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@HansKluft66

Zum ersten: Dein Zitat nennt Bereitschaft und Fähigkeit. Nicht Gefühl. Du erzälst mir so etwas also auch. Um mich in die Gefühle eines Menschen hinein zuversetzen, ist es nicht nötig, für diesen Menschen in dem Augenblick irgendwelche Gefühle zu haben. Offene Augen, Lebenserfahrung und Verstand reichen.

Zum zweiten: Hauptschüler sind nicht intelligent? Wer hat dir sowas erzählt? Selbst Kinder im Kita-Alter sind schon intelligent.

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Ja

Abgesehen davon das es schwer ist böse zu definieren wohl schon, wenn man von einer Vorstellung des Bösen ausgeht, welche viele Menschen haben.

Informiere dich einmal über das Gadhimai-Opferfest.

Nein

Der Mensch ist ein soziales Wesen und auf die Mithilfe anderer angewiesen. Solange seine Bedürfnisse befriedigt sind, ist er in der Regel friedlich.

Sobald man ihm ein Hackordnungsdenken wie bei den Hennen beibringt, wird er nach oben kuschen und nach unten treten

oder wie im Nationalsozialismus: nach oben Gehorsam sein und nach unten sogar töten.

Er wird zum Beispiel an ein übergeordnetes Wesen glauben und Ungläubige (Niederrangige) verfolgen.

„Solange seine Bedürfnisse befriedigt sind, ist er in der Regel friedlich. „

Also ein böser Opportunist. Alles was er macht muss ihm passen, sonst kommt das böse raus.
Sowas nennt man böse.
Ein guter Mensch (was 1% vll. ist) ist oben umso mehr ein Lieber und unten ebenfalls. Alles andere sind biologische böse Wesen. Die Aura eines Bösen ist immer gut erkennbar. Es sind vielleicht die schlechten Energien die ausgeschüttet werden.

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@HansKluft66

Was macht ein Baby um Nahrung zu bekommen? Ist es wegen seinem Lachen oder Geschrei hinterfotzig und böse? 'Böse' ist eine moralische Wertung und nicht überall anwendbar

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@Walterweissnet

Natürlich ist sie manchmal anwendbar und nicht für persönliche Zwecken unter Menschen. Aber man kann einen Menschen sehr gut bewerten, wenn er Böses oder Schlechtes tut. Sind Begriffe die die Natur nicht kennt aber die Natur kann auch nicht denken.

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@Walterweissnet

Nein, weil man den Hitler nicht aufhalten konnte. Wie erwähnt wenn man es anders klären kann und es nur aus Hass, Gewaltfantasien tut ist es falsch und etwas Böses. Hitler wollte die bestimmte Menschen an den Rand des Ruins bringen.

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@HansKluft66

Staufenberg hat es aber nicht aus Hass oder Gewalphfantasien getan, sondern aus einer Notwendigkeit heraus.

Welche bestimmte Menschen wollte Hitler an den Rand des Ruins bringen?

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Nein

Nach meiner Definition von 'gut'/'böse' (im Sinne des Menschenbildes oder Einordnung einzelner Menschen) definitiv nicht allgemein.

Wer hat hier von einzelnen Menschen gesprochen. es steht doch als Spezies

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@HansKluft66

Und so habe ich die Frage auch beantwortet. Meine Definition des Wortes ist lediglich effektiv einsetzbar, wenn es um Menschenbilder oder einzelne Individuen geht.

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@ShinyArmageddon

Gerade das ist schwer, weil jeder andere Vorstellung von gut und böse hat. Aber wenn wir das Ganze bzw. den Spezies Mensch mit anderen Spezies vergleicht fällt es mathematisch und faktisch viel einfacher aus als untereinander.

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@HansKluft66

Naja - gemäß meiner Definition wäre eine relative Quantifizierung einzelner Menschen untereinander einfacher als zwischen verschiedenen Spezies.

Dazu vielleicht dienlich meine eigene Definition (außerhalb eines umgangssprachlichen Rahmens): Gut bezeichnet die Eigenschaft, am Vorteil anderer Personen Glück zu empfinden, ohne dass dabei materielle Vorteile für die eigene Person entstehen. (~analog dazu böse)

Da ich persönlich ein egoistisches Moralbild habe, ist 'gut'/'böse' als Eigenschaft eines Individuums dabei klar von 'schlecht'/'gut' als Eigenschaft einer Handlung/eines Ereignisses zu trennen. Gerade deswegen, weil eben nicht das Resultat der Existenz - gemessen an den Handlungen der Spezies Mensch - als halbwegs gut messbarer Maßstab genommen werden kann, kommt es zu der Aussage, mit welcher ich den Text begonnen habe.

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@ShinyArmageddon

Sorry verstehe es nicht ganz, liegt bestimmt an mir :)

Wieso hast du aber ein egoistisches Moralbild?

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@HansKluft66

"Wieso hast du aber ein egoistisches Moralbild?" - weil sich mir an Hand der theoretischen Biologie/Evolutionstheorie und Beobachtung meiner Mitmenschen kein anderes Prinzip als das der egoistischen Handlungen zeigt. Viel mehr interessant ist für mich eher, inwiefern Reflexe, Emotionen und Rationalität jenen Egoismus bedienen und wie effektiv.

Im Endeffekt erschließt sich mir schlicht keine Alternative zum Egoismus, welche unser Dasein vom Kleinsten aufwärts beschreiben kann. Insofern ist es letztlich auch nur dienlich die Moral von einer Objektivität loszukoppeln und an die Subjektivität zu binden - welche hier im Egoismus besteht. Andernfalls müsste man einen 'Sinn' ergründen, welcher Ziel einer Moral sein soll und nicht eben auf dem Boden unserer Handlungen steht.

edit: "Sorry verstehe es nicht ganz, liegt bestimmt an mir :)" - Nicht so, dass ich mich immer grammatikalisch richtig ausrücke - oder auch einfach nur inhaltlich verständlich. Hier liegt in jedem Fall ein beidseitiges Scheitern vor - mit wohl nicht einmal so weit voneinander entfernter Verantwortung.

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@ShinyArmageddon

Man kann sich es auch viel einfacher machen. Wir sind durch und durch egoistische Wesen, sonst würden wir nicht existieren, nennt sich auch Selbsterhaltungstrieb. Solange der Egoismus gesund und rational ist, dann ist erstmal alles ok. Aber wenn man irrational ohne den Verstand nur mit den Trieben handelt, dann hat man selber schuld und kennt seine Biologie bzw. die der Menschen nicht. Es ist schwer aber machbar, man sollte auch mal Disziplin und Konsequenz leben. Es ist falsch das zu tun, dann mache ich es nicht. Warum? Weil darunter Menschen oder Tiere leiden. Muss ich es tun? Nein dann handelst du 100% egoistisch und „Empathiefrei“ leicht zu berechnen. Wenn man Mitleid hat dann hat man es um einiges einfacher als die anderen.

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@HansKluft66

Eine Analyse deines Textes, gemäß meiner Philosophie (speziell meiner egoistischen Moralvorstellung):

"Wir sind durch und durch egoistische Wesen, sonst würden wir nicht existieren, nennt sich auch Selbsterhaltungstrieb." - Dem Stimme ich zu.

"Solange der Egoismus gesund und rational ist, dann ist erstmal alles ok." - Gesund halte ich hier für ein schlecht gewähltes Attribut ... das wird hier ja eh nur im Zirkelschluss als Synonym für das darauf folgende ok genutzt. Rationalität bedarf Egoismus aus meiner Sicht auch nicht zwingend, um für die eigene Person dienlich zu sein - aber ja - Rationalität kann mitunter Abwägungen deutlich effizienter gestalten und tut dies auch meist.

"Aber wenn man irrational ohne den Verstand nur mit den Trieben handelt, dann hat man selber schuld und kennt seine Biologie bzw. die der Menschen nicht." - Schuld ist man an seinem eigenen Handeln immer. Und ja - selbstverständlich, wenn man absolut ohne Verstand handelt, dann ist es per se ausgeschlossen einen Menschen verstehen zu können. Das ist ja irgendwo die Quintessenz von Verstand und Rationalität.

"Muss ich es tun? Nein dann handelst du 100% egoistisch und „Empathiefrei“ leicht zu berechnen." - Leider verstehe ich diesen Textteil nicht inhaltlich, daher ist meine nächste Bemerkung evtll. überflüssig. Schließlich ähneln sich doch die Schlüsselwörter mit denen meines Gedankenganges.

"Es ist falsch das zu tun, dann mache ich es nicht. Warum? Weil darunter Menschen oder Tiere leiden." - Nein. Weil man selber damit rechnen muss, dass sich Mensch und Tier zur Wehr setzt oder sich unsere daraus stammesgeschichtlich abgeleiteten Emotionen (Empathie) melden, welche unser Ziel der Glücklichkeit verwehren - deswegen ist es falsch. Gemäß einer egoistischen Moralphilosophie ist es keineswegs falsch, weil jemand anderes leidet - genau dieser objektiven Moral folge ich ja nicht. Wenn es einen materiellen Nutzen - vielleicht sogar einen emotionalen - hat, welcher aller Nachteile überwiegt, dann leidet auch mal gerne ein Tier, um meinen Genuss an dessen Fleisch zu erfüllen. Um hier mal ein ganz harmloses Beispiel zu nehmen.

"Wenn man Mitleid hat dann hat man es um einiges einfacher als die anderen." - Nicht zwingend, aber es ist wohl nahezu unmöglich zu ergründen, wie viel Empathie, Mitleid und Gewissen dienlich ist, und wann es zu wenig/zu viel ist. Es ist aber definitiv möglich einer falschen Entscheidung zu entgehen, weil man kein Mitleid aufzeigt und daher die Hemmschwellen für eine Handlung sinken. So ist mein Fleischkonsum doch immer wieder eine Freude, welche zum Glück unwesentlich durch Mitleid getrübt wird - und bisher hat sich auch noch keines der Tiere bei mir gerächt. Und ich denke, dass auch weiterhin dieses Fehlen von Mitleid keine größeres Unglück abwendet, als es selbst durch Mitleid entstehen würde.

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@ShinyArmageddon

Ja das meinte ich ja, es ist für Vorteil, wenn man kein Mitleid spürt und die Emotionen einen kalt lassen.

Aber dann ist man egoistisch, wenn jemand darunter leidet und du oder ich den Spaß haben.
Abwiegen bedeutet Vor- und Nachteile zu berechnen. Ist es dies wert oder nicht.

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@HansKluft66

Gut, dann ist ja soweit alles im Reinen.

"Abwiegen bedeutet Vor- und Nachteile zu berechnen. Ist es dies wert oder nicht." - Das hedonistische Kalkül ist doch immer wieder perfekt für die Theorie geeignet.

"Aber dann ist man egoistisch, wenn jemand darunter leidet und du oder ich den Spaß haben" - Es ist auch dann noch egoistisch, wenn niemand darunter leidet. Naja ... aber du kannst mir jedes allgemeine reale Handlungsprinzip geben und ich werde behaupten, es sei egoistisch XD

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@ShinyArmageddon

Nein ist es nicht, weil kein Dritter davon betroffen ist. Wir leben leider auf Kosten der Tiere, auch ich aber es ist halt die Wahrheit. Es ist falsch sie so zu behandeln, das weiß jedes Kind aber man hat daraus viele Vorteile. Das ist das Problem.

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@HansKluft66

"Es ist falsch sie so zu behandeln, das weiß jedes Kind aber man hat daraus viele Vorteile." - Ach, warum ist es denn falsch, wenn die Vorteile überwiegen, sodass man sich dazu entschließt so zu handeln? Sicherlich gibt es immer Nachteile, aber nur deren Existenz macht doch nichts sofort falsch. - Mich würde das Prinzip interessieren bzw. das Maß nach welchem du beurteilst, weshalb es z.B. falsch ist Tiere für den Verzehr zu töten. Empathie, Umwelt, Gewissen etc. scheinen ja nicht ausreichend Grund für dich und mich zu sein - was ist dann der Grund, der es falsch macht, aber wir trotz dieser Fälsche noch so handeln?

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@ShinyArmageddon

Ich finde wir haben genug essen in reichem Europa und es ist deshalb nicht so notwendig. Wenn es keine komplexe Lebewesen wären würde es mir egal sein aber die Tiere die wir essen, sind schon sehr nah dran an Menschen.

Wir essen sie weil es schmeckt, was auch stimmt, es schmeckt einfach. Es ist falsch aber ich mache es trotzdem.

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@HansKluft66

Um es kurz zu fassen: Die Vorteile erscheinen dir minimal (Satz 1 & Satz 3), die Nachteile deiner Empathie - oder nein, sicherlich die deines Gewissens - sollen maßgeblich sein (Satz 2). Im Endeffekt findest du die Handlung absolut richtig - nur möchtest du dies nicht zugeben. Es gibt keinen Grund für dich es als falsch zu befinden, dein Handeln zeigt es.

Aber manchmal erreicht man in unserer Gesellschaft nun mal mehr, wenn Sein und Schein nicht korrelieren - was dir dein Gewissen hier auch ganz sicher nahelegt. Und jenen reflektierten Gesellschaftsnormen, welchen dein Gewissen unterliegt, ist deine für die Außenwelt offen gelegte Rationalität (und sicherlich auch deine tatsächliche) unterlegen - eben weil sie deine Gefühlswelt zwar manipulieren kann, aber nicht bestimmt.

So würde ich das jedenfalls einschätzen.

Denn abgesehen von dem Konflikt aus zu erreichenden Emotionen auf Basis von Rationalität und Gewissen, sehe ich für dein konträres Handeln und Unvermögen meine letzte Frage zu beantworten keinen Grund.

[Info - evtll. werde ich heute nicht mehr auf weiter Kommentare antworten. Schlaf und so.]

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