Sind Medikamente unbedingt notwendig?

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13 Antworten

Ich möchte da keine pauschale Antwort drauf geben. Denn diese kann nur sinnfrei ausfallen. Bzw. auf Unkenntnis beruhen. 

Manchmal machen Medikamente Sinn. Aber gerade wir Deutschen sind weltweit dafür bekannt dass wir nach dem Amerikanern - oder sogar noch davor - am häufigsten und sehr gerne sinnfrei nach irgendwelcher Chemie greifen bzw. sie vom Arzt einfordern. Und Das ist nicht nur nicht notwendig sondern treibt die Kosten im Gesundheitswesen in astronomische und nicht mit dem Wunsch nach Gesundheit begründbare Höhen. 

In Deutschland sterben mehr Menschen an den Folgen falscher Antibiotikanutzung als durch alle Verkehrsmittel zusammen. Tendenz rapide steigend. 

Die durch hirnlose Homöopathen geratene Zusatzgabe von Vitamin K bei Kleinkindern führte bereits zu den ersten Toten. 

Ich könnte endlos fortsetzen. Lauter Fakten die tatsächlich gegen Medikamente sprechen. Auch gegen solche die von Homöopathen und Naturheilkundlern angeraten werden. 

Es ist also nicht die Frage vorrangig ob Medikamente schaden sondern wie wir damit umgehen. 

Denn wenn ich eine echte Grippe habe, ein Arzt dank eines Abstriches den Erreger feststellt und ich dann das passende Antibiotikum oder andere Medikament erhalte, dann macht es durchaus sehr viel Sinn. An echten Grippen sterben in diesem Staat eine Menge Menschen. Kann sicher beim Statistischen Bundesamt näher nachgelesen werden. Sie sterben an schlichter Unkenntnis die zu falscher Reaktion auf die Symptome führt. Sie sterben weil die Patienten nicht gewillt sind das Ergebnis eines Abstriches abzuwarten und eine falsche Behandlung einfordern, teilweise ihre Angehörigen sogar mit Klage drohen. Ich habe im Deutschlandfunk Berichte von Fachmenschen gehört die mich am Verstand der Menschen mit Recht zweifeln lassen. Bzw. daran dass wir auch nur im Ansatz intelligent sein können. Ich lese online von manchen Fakten die uns dümmer darstellen als jeder Einzeller sich verhält. Diese Fakten aber können den Medikamenten nicht angelastet werden. 

Mir scheint hingegen, es geht hier um die Frage nach Verantwortung. Ist der einzelne Mensch bereit Verantwortung für sich zu übernehmen? Ist dem so ist er oder sie bereit sich zu informieren. Weiter ist die Person sich wert der Frage nachzugehen wo auf Fakten beruhende Informationen zu bekommen sind um sie von Werbung unterscheiden zu können, von Modeerscheinungen. 

Solche Menschen gehen dann mit Medikamenten und allgemein mit sich selbst anders um. Sie kommen womöglich sogar auf zur altbekannten Erkenntnis dass Nahrung Heilung ist, Lebensführung Krankheit vermeiden kann in vielen Fällen. Dann greifen sie nicht ständig zu Medikamenten sondern behandeln einen aufkeimenden Husten mit entsprechendem Essen in dem sich die passenden Kräuter befinden. Lecker, nahrhaft, gesund, nützlich. 

Und manchmal machen sie einfach keinen Sinn. Ein Knochenbruch heilt nicht schneller weil irgendwelche Chemie eingeworfen wird. Wozu ich auch künstlich hergestellte sogenannte Naturheilmittel zähle. Ein Krebs verschwindet nicht weil ich solche Sachen einwerfe sondern weil er rausgeschnitten wird. Bestenfalls so frühzeitig als möglich. Womit ich nicht zu sinnfreien Vorsorgeuntersuchungen raten will sondern um aneignen entsprechenden Wissens. Ein Krebs der nicht frühzeitig erkannt wird verschwindet nicht indem ich mich gegen Chemotherapie stelle.Sie kann überlebensnotwendig sein.

Aber sicher, da ich gerade beim Thema Krebs bin: 

Die eigene Einstellung, Lebensführung und Ernährung hat auch hier massiven Einfluss. Da schreibe ich aus eigener Erfahrung. Aber auch all meine Vorkehrungen hätten mich in keinem Fall vor dem auf meinen Genen liegenden Krebs bewahren können. Allerdings hat meine angemessene Lebensführung und meine Kenntnis wesentlich dazu beigetragen dass er rechtzeitig erkannt werden konnte, raus geschnitten werden konnte und eine angemessene Nachbehandlung stattfinden konnte. 

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altgenug60 10.11.2015, 23:49
wenn ich eine echte Grippe habe, ein Arzt dank eines Abstriches den Erreger feststellt und ich dann das passende Antibiotikum 

eine "echte Grippe" ist IMMER eine Virusinfektion. Und da helfen Antibiotika NIEMALS !

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hertajess 11.11.2015, 00:18
@altgenug60

Lesen schadet ja bekanntlich der Dummheit. Um dieser Weisheit nachzuweisen hier ein kleines Zitat aus Wikipedia:

Das Gefährliche an der Influenza sind oftmals nicht die Viren selbst, sondern die bakterielleSekundärinfektion, die auf eine Grippeerkrankung folgt.
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Pilotflying 11.11.2015, 11:41

In vielen Punkten hast Du sicher Recht. Aber erkläre mir mal, wie man eine Leukämie rausschneidet?

Medikamente haben ihre Daseinsberechtigung,  werden aber auch oftmals missbraucht. 

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hertajess 11.11.2015, 14:16
@Pilotflying

Na dann entschuldige ich mich aber durchaus sehr gerne dass ich nicht berücksichtigte dass es Menschen gibt die unfähig sind den Sinn eines Textes zu erfassen weshalb es in diesem Fall dann sicherlich notwendig gewesen wäre auf alle erdenklichen Erkrankungen einzugehen die medikamentös behandelt gehören. - Wobei - uuupppsss!!! - Leukämie ist nicht ausschließlich medikamentös behandelbar. Da ist ja noch dieses große Thema rund um Stammzellen mit zu beachten. Eines welches von das Thema maximal oberflächlich wahrnehmenden sehr leicht und oft sehr gerne dann in den falschen Hals genommen wird. 

Es könnte aber auch einfach so sein dass ich die im Text dargestellte Forderung tatsächlich bei der Lektüre eingefordert habe. Denn wer nicht bereit oder fähig ist den Sinn meiner Texte so wie sie da stehen zu erfassen - der nimmt sie doch besser erst gar nicht zur Kenntnis, investiert die eingesparte Zeit besser im Erlernen von Textsinnerfassung. 

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Die "besseren und natürlicheren" Methoden müsstest du bitte mal genau benennen. Bei sehr vielen Krankheiten sind Medikamente die einzige Möglichkeit zur Heilung.

Was allerdings stimmt: Durch Hygiene, Impfungen und gute Medikamente gibt es heute Krankheiten, die es vor 150 Jahren praktisch noch nicht gab.

Wer mit 26 jämmerlich und unter furchtbaren Schmerzen im Kindbett verreckt, bekommt mit 65 keinen Darmkrebs, und wer mit 45 an der Tuberkulose stirbt, der hat eben keinen Herzinfarkt mit 70.

Durch die stark verbesserte Lebenserwartung müssen wir uns heute mit "Alterskrankheiten" rumschlagen, die damals noch kein Thema waren, eben weil kaum jemand so alt wurde außer den ganz besonders "zähen" Exemplaren.

Aber glaub mir, je älter du wirst, desto mehr weißt du die verbesserte Lebenserwartung zu schätzen.

Lebe du ohne Medikamente, solange du gesund bist, aber sei froh dass sie da sind, wenn du sie brauchst.

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Man kann ohne Medikamente leben - bis man ernsthaft krank wird, Und dann kann man sterben.

Natürlich werden auch unnötig Medikamente verschrieben. Natürlich ist das alles auch ein riesengroßes Geschäft.

Aber ehrlich;: Wenn unser Leben davon abhängt? Lassen wir dann nicht alle unsere kritischen Überlegungen und wollen einfach wieder gesund werden? Es reicht schon, einmal ernsthaft Schmerzen gehabt zu haben, und ziemlich jeder ist dankbar, dass es den Segen der Medikamente gibt!

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Natürlich könnte man das. Die Frage ist, wie lange man leben würde.

Die Frage ist auch, was ein Medikament ist. Wenn ich bei Durchfall Schlafmohn nehme statt Loperamid, dann ist der Schlafmohn doch auch ein Medikament, wenn es sich in dem Fall dann auch um eine Pflanze handelt.

Wenn es eine "bessere und natürlichere Methode" gibt, spricht nichts dagegen, diese anzuwenden. Aber das kommt nun auch auf die Krankheit an, die man behandeln will.

Was kennst du denn für bessere und natürlichere Methoden?

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Nein, sie sind nicht notwendig damit das Universum weiterbesteht. Sie sind aber notwendig, wenn man das Leid des Menschen auf ein Minimum reduzieren möchte. Für Menschen die tagtäglich Schmerzen haben, die psychische Probleme o. Störungen haben, die ohne Medikamente sterben sind diese Medikamente notwendig, ja, denn gäbe es eine bewiesenermaßen bessere Möglichkeit, ihr Leiden zu lindern, würde man diese in Anspruchnehmen und über die Krankenkasse abwickeln können. Natürlichkeit ist übrigens kein Kriterium, im Labor erzeugtes Aspirin ist genauso "natürlich" wie irgendein Kraut.

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youarewelcome 10.11.2015, 22:15

Na dann können wir Dir ja auch getrost die Brille wegnehmen...der Maulwurf kommt ja auch blind durchs Leben!

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Es gibt viele Erkrankungen, für die es ohne Medikamente keine Heilung oder Besserung gibt.

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Es kommt immer auf die allgemeine Verfassung an. Also ob man chronische Krankheiten hat etc.

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Weil es eben Krankheiten gibt, die nicht durch einfache Hausmittel weggehen.

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Warum denkst Du sind in der frühen Zeit der Menschheit die Menschen nur 20 geworden, im Mittelalter war jemand mit 40 schon steinalt........genau...weil es damals limitierte bis KEINE wirksamem Medikamente gab.

Sei froh dass es diese gibt, ansonsten mache mal ein Praktikum auf einer Palliativstation und Du wirst dem Herrn nicht nur für Deine Gesundheit sondern auch für Medikamente danken!

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Man könnte sicher ganz ohne Medikamente leben, nur vielleicht nicht solange und mit mehr Schmerzen ...

Vieles läßt sich ohne Medikamente mit Naturheilmitteln und -methoden heilen, aber leider nicht alle..


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ja, man kann ohne medikamente leben. vllt nicht so lange und vllt mit mehr schmerzen, aber ich finde das ist nicht so schlimm :)

"fast 8 milliarden menschen/ doch die menschlichkeit felt" Astronaut von sido.

wir müssen uns der tatsache stellen, dass es viele viele menschen auf der erde gibt, die sich medikamente nicht leisten können. und kein essen. und keine menschenrechte.* die nicht so lange und gesund und in so einem luxus leben können wie wir (wärend hier menschen künstlich am leben gehalten werden). und solange die reichen staaten ofder auch reiche privat personen dran was ändern, wird das so bleiben. die eiskalte wahrheit. traurig aber wahr.


(Inhalt gelöscht)


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Klar kann man das. 

Man kann vor allem ohne Medikamente sterben. Ein persönliches Beispiel: Ohne Medikamente und ohne die Medizin wäre ich wohl schon tot. Wahrscheinlich mehrfach.

Gruß, earnest


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Pangaea 11.11.2015, 18:31

Oder wie man in England sagt: If you don't like drugs, try disease.

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Klar kann man das. Du lebst dann halt mit hoher Wahrscheinlichkeit deutlich kürzer und hast viel mehr Schmerzen und andere Einschränkungen. Kann man machen. Muss man aber nicht.

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