Sind Lesben anerkannter als Schwule! Und warum haben es bi Frauen besser als bi Männer?

...komplette Frage anzeigen

4 Antworten

Ich bekomme bei deinen Ansichten und absoluten Aussagen zwar Kopfschmerzen, werde aber dennoch versuchen, deine Frage irgendwie zu beantworten.

Viele Menschen haben kein Problem damit, wenn Frauen Händchen halten, zusammen im gleichen Bett schlafen und generell viel intimer untereinander sind. Ein populäres Beispiel wäre "Gehen wir zusammen auf Toilette?" oder sich über intime Sachen zu unterhalten, wie Jungs, Körperhygiene und Gefühle. Klar, nicht alle Frauen sind so, genau so wie nicht alle Männer nicht so sind. Der Punkt ist aber, dass dieses Bild von der Gesellschaft gestützt wird. Du wirst beispielsweise kaum einen Film über Liebe finden, in dem keine Szene vorkommt, wo Frauen über ihre Liebhaber quatschen. Es gibt noch einige andere Faktoren, aber daraus folgt nun mal, dass es einer Person vollkommen gewöhnlich vorkommen könnte, wenn zwei Frauen Arm in Arm in der Stadt herumlaufen, während man bei zwei Männern häufig sofort an Homosexualität denken würde, eben weil viele Männer das nicht machen.

Dass homosexuelle Frauen besser anerkannt sein sollen als homosexuelle Männer, stimmt nicht so ganz. Bedenkt man, dass es akzeptiert ist, dass Frauen untereinander intim sind und sich nahe stehen, fallen homosexuelle Frauen häufig einfach nicht auf, weil sich ihre Verhaltensweise nicht oder kaum davon unterscheidet, was heterosexuelle Frauen machen, wie beispielsweise Hand in Hand gehen, sich Umarmen oder über intime Sachen reden. Wenn Männer das machen, dann neigen viele Menschen dazu, direkt Homosexualität zu vermuten, es erscheint auffälliger, weil eben viele Männer das nicht machen und man es eher gewohnt zu sein scheint, das von Frauen zu sehen, weswegen man es mit Feminismus gleichsetzt, was viele Menschen leider dann mit Homosexualität bei Männern gleichsetzen.

Jedoch, in vielen Teilen der Welt werden auch homosexuelle Frauen verfolgt und gezwungen, Partnerschaften mit einem Mann einzugehen. Das hängt dann manchmal von Kultur und religiösem Glauben ab, von eigener Überzeugung und der Unkenntnis darüber, was Homosexualität ist und bedeutet, daraus folgend der Angst vor dem Fremden.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich frage mich, ob du hier eine Frage stellen oder bloß jammern willst...

Aber gut, sei's drum, hier hast du eine Antwort:

1. Sexismus - einer der Gründe, warum sich bei Schwulen mehr aufgeregt wird, als bei Lesben, ist, weil es unglaublich viele Leute gibt, die Lesben als solche nicht im Geringsten ernstnehmen. Weil "Frauen" halt "so sind". Das Klischee des "aach, der Richtige kann die schon umdrehen" ist eines, das sich häufiger gegenüber den weiblichen Homosexuellen findet, als den Männlichen.

In weiterer Folge heißt das, Schwule kriegen mehr ab, weil man vom "Mann" erwartet, es "besser zu wissen". Das ist zwar ein völlig bescheuerter und homophober Ansatz, aber Menschen sind nunmal nicht immer sonderlich... klug.

2. Schwanzdenken - es gibt unzählige Männer, die einzig deshalb schwulenfeindlich sind, WEIL Schwule für sie nicht "geil" sind. Das heißt zwar nicht, dass sie nicht in Wahrheit gleichermaßen diskriminierend zu Frauen sind, wohl aber, dass das anders gehandhabt wird.
Diese Leute denken, ein Mann muss "hart" sein und darf nicht zum "schwachen" Part in einer Beziehung werden - während Frau als Objekt zum Vergnügen natürlich nichts zu verlieren hat. In weiterer Folge hast du dann die Hypokritiker, die zwar Lesbenpornos gucken, aber Schwule für die Ausgeburt des Satans halten. Im Prinzip ist dieser Punkt meinem ersten ähnlich, aber der Unterschied besteht darin, dass es dabei mehr um den Penis der jeweiligen Kerlchen geht und weniger um gesellschaftliche Konventionen als solche.

3. Nicht jede Frau findet Lesben "sexy". Die meisten heterosexuellen Frauen können mit Lesben nichts anfangen - sofern sie aber tatsächlich Schwule "abstoßend" finden (und zwar ABSEITS ihrer SEXUELLEN Vorlieben), wird bei den Frauen diese Meinung auch über Lesben herrschen.

4. Im Allgemeinen wird mit der Nähe zwischen zwei Frauen lockerer umgegangen, weil sie üblicher ist. Dass zwei Freundinnen zusammen im selben Bett schlafen (rein freundschaftlich) ist nicht ungewöhnlich oder selten - ebenso wenig, wie Umarmungen, Kuscheln, Küsschen auf die Wange, etc. Da dieser tägliche Umgang bei Männern seltener ist, reagiert die Gesellschaft empfindlicher.
Die Liebe zw. zwei Frauen kann man dennoch nicht auf bloße "Mädchenfreundschaft" beschränken. Wie gesagt - die Diskriminierung gibt's bei beidem, nur unterschiedlich.

Und schließlich 5. Hör auf, zu generalisieren. Schwule haben's nicht generell schlechter, Lesben nicht generell besser. Same goes for bisexuals. - Weißt du, wie oft ich den Satz "also bist du eh ganz normal?" zu hören gekriegt hab, als ich erklärt habe, dass ich bi bin, also AUCH auf Männer stehe?
Jeder hat mit gewissen Dingen zu kämpfen - aber einen Wettkampf des Leids daraus zu machen, hilft niemandem weiter.
Suche nach Verbesserungsmöglichkeiten für alle Beteiligten, nicht nach Gründen dafür, dich selbst mehr zu bemitleiden als andere.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich verteufele oder vergöttere niemanden aufgrund  dass er homosexuell ist.

Bei Lesben ist es so, dass es wirklich schwer zu erkennen ist, ob jemand eine Lesbe ist.

Bei Schwulen ist es so, dass es solche und solche gibt. Manchen Schwulen erkennt man es nicht an, andere reden oder verhalten sich auffällig schwul. Und damit kommt das Ungewohnte, mit dem die Leute nicht wissen, wie sie damit umgehen sollen.

Ich finde einige Lesben sexy. Warum auch nicht? Es sind ja immer noch Frauen. Und heterosexuelle Frauen werden bestimmt auch einige Schwule sexy finden.
________________

Ich weiß um ehrlich zu sein nicht, was du eigentlich in Erfahrung bringen willst, habe aber das Gefühl, dass deine Frage nur an der Oberfläche kratzt.

Bist du homosexuell und wurdest du vor kurzem abgewiesen oder doof angemacht? Da mach dir mal keine Sorgen. Auch Heteros sind vor unbegründeten Angriffen nicht gefeit. Heute morgen wollte z. B. ein Autofahrer permanent mit Lichthupe davon überzeugen, dass ich rechts einlenken soll, obwohl vor mir viel Verkehr war und es ihm überhaupt nichts genützt hätte.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Als erstes denke ich alle, die sich nicht als hetero fühlen, haben es erst nicht leicht es zu akzeptieren. Auch Lesben sowie Schwule oder Bisexuelle etc.. haben mit viel zu kämpfen, weil viele noch nicht so tolerant gegenüber denen sind, die auf das gleiche Geschlecht stehen und somit nicht zu der "Norm" gehören.

Ich denke Homophobie kommt daher, das es als ungewöhnlich oder als "Sünde" von vielen Kulturen angesehen wird.

Ich stimme dir aber trotzdem teilweise zu, den oft werden Schwule von anderen Männern (aber auch Frauen) öfter diskriminiert (nach meinen Erfahrungen), als Lesben. Ich denke, dass viele Männer es auch anziehend finden, wenn sich zwei Frauen küssen, daher werden Lesben weniger diskriminiert, aber leider auch oft als Objekt angesehen.

Schwule werden dagegen oft diskriminiert, da schwul sein als "unmännlich" gilt und Männern sich unwohl fühlen, wenn ein Mann, gleich wie eine Frau auf einen steht. Das ist die Angst vor dem Ungewöhnlichen.

Daher denke ich das beide Geschlechter mit Problemen kämpfen müssen, allerdings kommt es immer auf die Umgebung in der man sich befindet a, z.B. einer sehr toleranten Stadt/Land etc.., aber auch die Menschen die einem umgeben, können beeinflussen, ob man mit seiner Sexualität akzeptiert wird.

Deshalb rate ich allen, die mit ihrer Sexualität zu kämpfen haben, UMGIBT EUCH MIT POSITIVEN UND TOLERANTEN LEUTEN, DIE EUCH SO AKZEPTIERT, WIE IHR SEID.

:)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?