Sind Kohlenhydrate denn wirklich ungesund?

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5 Antworten

Es wird ja viel geschrieben. Hier sind alle Antworten:

Kohlenhydrate (Saccharide)

Kohlenhydrate sind neben Fetten und Eiweißen die wichtigsten Nährstoffe des Menschen. Sie werden aus den Stoffen Kohlenstoff, Wasser und Sauerstoff, durch Photosynthese, in den Pflanzen mithilfe von Sonnenenergie und Chlorophyll gebildet.

Kohlenhydrate lassen sich unterteilen in:Einfachzucker (Monosaccharide):Glucose, Fructose, Galactose(niedrigmolekular) Doppelzucker (Disaccharide):Saccharose, Lactose, Maltose(niedrigmolekular)Vielfachzucker (Polysaccharide):Stärke, Glykogen, Cellulose(hochmolekular)

Die verschiedenen Kohlenhydrate der Nahrung werden im Körper in Glucose umgewandelt. Aus der Glucose können die Zellen auch andere Zuckerarten für spezifische Aufgaben synthetisieren. Die Kohlenstoffe befinden sich im Körper in einem ständigen Auf- und Abbau.Aufgaben der Kohlenhydrate im Körper:

1.) Kohlenhydrate sind die wichtigsten Energiequelle für den Organismus. 1 g Kohlenhydrate liefert 4,2 kcal Energie. Fast alle Zellen nutzen Glucose als Energielieferanten. Die Gehirnzellen und die Erythrozyten (rote Blutkörperchen) sind ausschließlich auf Glucose als Energiequelle angewiesen. Bei einem Überangebot von Energie aus Kohlenhydraten wird der Überschuss in Fett umgewandelt und im Körper gespeichert. Bei der Speicherung von Kohlenhydraten als Körperfett geht ca. 30 % der Energie verloren.

2.) Eine weitere wichtige Funktion der Kohlenhydrate ist die eines Reservestoffes. In Form des körpereigenen Glykogens stellen Kohlenhydrate eine schnell verfügbare Reserveenergie dar. Ein 70 kg schwerer Mensch hat eine Glykogenreserve von etwa 350 - 400 g, das entspricht ca. 1.500 kcal. Der Glykogenvorrat wird zu ca. 1/3 in der Leber und zu ca. 2/3 in der Muskulatur gespeichert.

3.) Bei den Ballaststoffen handelt es sich auch um Kohlenhydrate. Früher wurde angenommen, dass sie vom menschlichen Körper nicht verwertbar seien, da die Verdauungssäfte des Menschen keine Enzyme enthalten, die diese Verbindungen spalten können. Übersehen hat man, dass ein Teil der Ballaststoffe durch Enzyme der Mikroorganismen des Dickdarms fermentiert wird. Dabei entstehen neben Gasen auch kurzkettige Fettsäuren, die vom Menschen verwertet werden können. Der Energiegewinn durch Ballaststoffe ist aufgrund der geringen zugeführten Mengen zu vernachlässigen. Die Aufnahmeempfehlung der DGE von 30 g Ballaststoffen pro Tag wird häufig nicht erreicht.Zufuhrempfehlung für Kohlenhydrate:

Da Kohlenhydrate und Fette sich in weiten Grenzen als Energielieferanten untereinander vertreten können, gibt es keine genauen Zufuhrempfehlungen. Für einen normalen Fettstoffwechsel sind täglich 60 - 100 g Kohlenhydrate notwendig. Wird zu wenig Energie in Form von Kohlenhydraten und Fetten zugeführt, so wird Protein anstelle der Energieträger abgebaut. Man spricht deshalb von der Protein-sparenden Wirkung der Kohlenhydrate.

Die DGE empfiehlt mindestens 50 % des Energiebedarfs durch Kohlenhydrate zu decken.

Bevorzugt werden sollen stärkehaltige, hochmolekulare Kohlenhydrate. Der Verzehr von niedrigmolekularen Kohlenhydraten sollte reduziert werden.

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Kohlenhydrate in Lebensmitteln:1.) Einfachzucker (Monosaccharide) Glucose (Traubenzucker)ObstGemüseFructose (Fruchtzucker)ObstHonigGalactose (Schleimzucker)Milch

2.) Doppelzucker (Disaccharide)Saccharose (Rüben- und Rohrzucker)ZuckerrübeZuckerrohrHaushaltszucker, KandisLactose (Milchzucker)MilchMilchprodukteMaltose (Malzzucker)GersteBierMalzextrakt

3.) Vielfachzucker (Polysaccharide)StärkeGetreideKartoffelnHülsenfrüchteGlykogenLeberMuskelnCellulosealle Pflanzen

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Die Kohlenhydrat-Fallevon Erich Rauch, Peter Mayr

Leben ohne Brot: Die wissenschaftlichen Grundlagen der kohlenhydratarmen Ernährung von Wolfgang Lutz

LOGI-Guide: Tabellen mit über 500 Lebensmitteln bewertet nach ihren Glykämischen Index und ihrer Glykämischen Last von Franca Mangiameli, Nicolai Worm

In Früchten und Gemüse sind Kohlenhydrate vorhanden, also hat der Urmensch auch Kohlenhydrate gegessen.Kohlenydrate gehören wie Fett und Eiweiß zu den engergieliefernden Hauptnährstoffen. Sie sind also nicht ungesund, sondern lebenswichtig. Manchen Leuten vertragen keine Getreideproukte (Zöliakie), manche keine Milch (Laktoseunverträglichkeit). Aber sonst sind Getreideproukte gesund (Vitamin B, E, Ballaststoffe, ungesättigte Fettsäuren).

Früchte und Gemüse bestehen doch zum Großteil aus Kohlenhydraten. langkettige Kohlenhydrate sind nicht nur sehr gesund, sondern auch notwendig bei einer guten Ernährung. Ich finde es immer wieder lustig was da geschrieben wird: Urmenschen! Hallo!? Sind wir Urmenschen? Urmenschen sind auch nicht mit 100km/h auf der Autobahn gefahren, Urmenschen saßen auch nicht Stundenlang am PC, Urmenschen haben auch kein Basketball gespielt. Das hat absolut garnichts zu bedeuten. Evolution!! Der Mensch passt sich neuen Gegebenheiten und äußeren Umständen an!

Ich verdaue Kohlenhydrate hervorragend, sie liefern mir Energie, ich fühle mich gut, wenn ich sie esse. Wo bitte soll das ungesund sein?

Das einzige was vielleicht unnötig ist, sind kurzkettige Kohlenhydrate wie Zucker. Aber selbst der ist nicht ungesund, solange man nicht zuckerkrank ist oder eine Diät macht ist der auch völlig in Ordnung. Nur eben "unnötig", da er nur kurzzeitig Energie liefert und sonst nichts.

ohje! Sorry, aber nimms mir nicht übel ... mit keiner Aussage hast du zwar gänzlich unrecht, allerdings stimmen sie dennoch absolut nicht. Außer die mit den Kohlenhydraten.

Sicher sind Urmenschen nicht mit 100 auf der Bahn gefahren oder haben stundenlang vorm PC gesessen. Und die Aussage, dass Zucker nicht ungesund sei - autsch.

Es findet Evolution statt. Nur ... was sind 100 Jahre (in denen all das diese Dinge gibt) in der Evolution des Menschen? Das ist nicht mal nen kleiner Wimpernschlag. Und du meinst tatsächlich, dass der Mensch sich so schnell an die äußeren Umstände anpasst?!Weder psychisch noch physisch.Wir haben uns noch nicht mal an die Agrarwirtschaft und den Verzehr von Getreiden angepasst ....

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Wie sich die Sichtweise verändert

Seit den 1970er Jahren werden Ballaststoffe als vorbeugende und heilende Substanzen für alle möglichen Leiden von Verstopfung bis Krebs angepriesen. Jetzt, wo viele von uns es endlich geschafft haben, ihre Ballaststoffeinnahme so weit zu heben, dass sie die empfohlenen 30 Gramm täglich erreichen, wird der Spieß umgedreht.

Ballaststoffe, so heißt es, wirkten – zumindest in zu großer Menge – reizend und führten zu Schädigungen im Magen-Darm-Trakt, zu Störungen der Darmflora, zu Unwohlsein, zu Schmerzen und zu Blähungen. In Wirklichkeit aber geht es nicht um „Ballaststoffe – ja oder nein?“, sondern um die Frage „welche Ballaststoffe sind in welcher Form gut für uns?“

http://www.zentrum-der-gesundheit.de/ballaststoffe.html

der Bericht ist korrekt.

Wir Menschen haben uns noch nicht an die moderene Ernährung, die es seit der Agrarwirtschaft gibt, noch nicht anpassen können. Dafür ist der Zeitraum einfach viel zu kurz.Demzufolge sollten wir Obst und Gemüse als Basis für unsere Ernährung nehmen.Dann Fisch, Nüsse, Hülsenfrüchte und Fleisch in Maßen.Getreideprodukte sollten nicht zu den Hauptbestandteilen gehören.

Heißt allerdings nicht, dass wir keine Kohlenhydrate brauchen. Die brauchen wir, sind unsere wichtigsten Energielieferanten.Die befinden sich aber eben auch in Gemüse, Obst.

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