Sind Kinder von einem hellen- und dunkelhäutigen Menschen genetisch gesünder?

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4 Antworten

Hallo despacito

Dabei geht es eher um Wahrscheinlichkeiten dass ähnliche rezessive Gendefekte nicht so wahrscheinlich zusammentreffen sodass es statistisch gesehen weniger homozygote Träger des Defektes geboren werden.

Das ist bei Mischlingen der ersten Generation tatsächlich häufiger der Fall weil davon auszugehen ist dass einige Gendefekte häufiger in der Ethnie der Mutter und andere wiederrum häufiger in der Ethnie des Vaters vorkommen sodass die mögliche Überschneidungen tatsächlich seltener Vorkommen, in weiteren Generationen würde dieser Effekt abnehmen.

Das ist das umgekehrte Prinzip wie bei Inzucht wo sich innerhalb Familie Defekte ansammeln können grundsätzlich gilt jedoch solange kein Gen defekt oder teilweise defekt ist wäre ein Kind welches vollständig homozygot also beide homologen Chromosomen jeweils gleich trotzdem gesund.

Daneben gibt es noch sogenannte Heterosiseffekte grob erklärt geht es darum dass zwei leicht unterschiedliche Genvarianten unterschiedlicher Herkunft einem heterozygoten Träger ermöglichen beide Vorteile zu haben.

Für relevante Heterosiseffekte wie sie im Tierreich vorkommen sind die heute lebenden Menschen einfach zu nah miteinander verwandt bei Tieren deren Rassen und Unterarten jedoch weniger verwandt sind aber nicht so schwach dass es eine Artenbarriere gibt könnte diese Aussage durchaus stimmen.

Bei Menschen lassen sich diese Effekte soweit ich weiß wenn überhaupt nur unter Laborbedigungen minimal nachweisen.

LG

Darkmalvet

Darkmalvet 05.08.2017, 21:29

PS: Die Sichelzellanämie wäre vielleicht ein gutes Beispiel um Heterosiseffekte zu erklären, Erkrankte sind immun gegen Malaria haben aber eine kurze Lebenserwartung, heterozygote Träger die das Gen nur einmal besitzen sind ebenfalls immun gegen Malaria können jedoch weitestgehend normal leben.

Zwischen den gesunden Genvarianten des Menschen kommt sowas aber wie gesagt kaum vor sodass ein Mischling zweier Ethnien daraus keine relevanten Vorteile gegenüber einem reinen Angehörigen der Ethnie ziehen könnte bei Tieren wurden jedoch Vorteile wie z.b. ein besseres Immunsystem aufgrund erhöhter Antikörpervielfalt oder eine größere Körpergröße und Kraft nachgewiesen.

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Kann schon stimmen, denn da mischten sich einander absolut fremde Gene miteinander = neue wunderbare Komibi.

Ist zwar ein böses Beispiel, aber: Senfhunde sprich Mischlinge sind gesünder als reinrassig gezüchtete Hunde, weil sich bei Letzteren Erbgutfehler potenzieren, züchtet man in gerader Linie also Elterntieren selber Rasse weiter.

Bei US- Amerikanern afrikanischer Abstammung tritt gern Sichelzellenanämie auf, schwächt sich aber mit fortschreitender Mischung immer stärker ab..., lG.

Die Eltern liegen genetisch wohl weiter auseinander als 2 gleichartige Eltern, also gibts da gute Gene.

Was schlecht wäre: der eine Elternteil hat Sichelzellenanämie, das sind natürlich miese Gene.



Fühle mich jetzt nicht gesünder

Ranzino 06.08.2017, 11:48

Hmmm, wenn du Halbgeschwister hättest, könntest es halbwegs vergleichen. Du und Halbschwester/bruder haben dann ja nicht dieselben Gene.

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