Sind jüdische Anwälte besser?

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3 Antworten

es gibt in der jüdischen Kultur eine tradition, dass Kinder relativ früh mit juristischen Fragen aus der Mishna und gemara befasst werden. Das ist vielleicht schon eine ganz gute Vorbildung, um jurist zu werden oder um als jurist erfolgreich zu werden. Aber das trifft vor allem für Jungen zu, die orthodox aufwachsen, was bei der überwiegenden Mehrheit der Juden in Deutschland oder auch ganz allgemein nicht der Fall ist.

Natürlich gibt es unter diesen Jungen dümmere und gescheitere, solche die es besser verstehen, andere die ewig zu blöd sind dafür.

Insofern ist es ein vorurteil, zu glauben, dass Juden automatisch bessere Anwälte sind... 

Ich finde es bemerkenswert, dass er Dir Rassismus vorwirft bei der Verteidigung seiner rassistischen Haltung, der äußere Umstand jüdischen Glaubens zu sein unterscheide den Menschen in irgendwas. Es ist immer schwer gegen echten Unsinn, als das würde ich die Meinung deines Freundes bezeichnen, zu argumentieren. 

Gleichwohl ist seine Haltung höchst problematisch, da die Zuschreibung der Juden zu bestimmten Berufsgruppen (Anwälte = Rechtsverdreher, Banker=Raffgierig etc.) aus alten antisemitischen Ressentiment stammen, die vor allem auch die Nationalsozialisten lanciert haben.

Nun auch wenn es jetzt komisch ist, ich musste gerade schmunzeln. 

Mein Ehemann ist Jude und Anwalt :-) Seine Kanzlei laeuft sehr gut, aber ich denke nicht das es daran liegt das wir Juden sind! Es liegt wohl eher daran dass er in der Schule gelernt hat und auf einer Elite Uni studiert hat. Das lernen ist ihm einfach leicht gefallen. Und die Kanzlei laeuft auch gut da er sich auf Einwanderungen in die USA spezialisiert hat. Das gibt es bei uns nicht all zu oft. Aber ich denke nicht das es was mit unserer Religion/Kultur zu tun hat! 

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