Sind Islamisten in der Türkei Volksverräter, da Atatürk die Türkei säkularisieren wollte und durch ihn erst die Türkei überhaupt entstanden ist.?

3 Antworten

Das Land ist gespalten.

Für die meisten gläubigen Muslime macht Erdogan seine Sache gut. Für liberale Türken natürlich nicht.

Die Islamisten dürften gespalten sein. Für die einen hat Erdogan eine gute Einstellung - für andere ist er zu wenig "islamistisch".

Für das Land macht er deutlich nichts Gutes. Ihn trotzdem zu unterstützten deutet nur auf eine Ignoranz hin.

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Die Islamisten sind keine Volksverräter, da sie meist nicht dem türkischen Volk angehören. Viele von ihnen sind anderer Herkunft, meist sind es Georgier, Kurden, Araber oder Lasen. In der Türkei werden religiöse Gemeinschaften und bestimmte Gruppen von Eliten finanziert um das türkische Volk gezielt zu manipulieren und von dem Kemalismus abzubringen. Die Bildung wird zurückgedrängt, die Steuergelder werden verschwendet, das Land wird gespalten und ins Chaos getrieben. Dafür kann man den Sunnitentum missbrauchen, da Atatürk nicht der sunnitischen Ideologie entspricht. Der Kemalismus verspricht das Gegenteil, wichtige Prinzipien sind z.B. ein wirtschaftlich und national unabhängiger Staat, Bildung, nationaler Zusammenhalt, Etatismus, der Kemalismus verhindert mit seinen Prinzipien einen Kurdistan im Südosten und das gefällt den Imperialisten natürlich nicht.

Woher ich das weiß:Hobby – Hobby = Bildung

Das osmanische reich wurde von Kalifen/Sultanen regiert. Nicht von Königen.

Naja. Kannst du dir ungefähr so vorstellen:

Die AfD ist keine Regierung. Sie ist nur eine partei. Trotzdem schenkt sie Russland n Batzen Land (genauso wie Mustafas Partei es mit dem osmanischen reich getan hat). Warum das geht? weil die mächtigen es wollen. Ostdeutschland gehört jetzt Russland. Das Land wird stark russisch assimiliert, viel deutsches geht verloren. Nach ner Zeit kommt dort jemand an die Macht und will das Land wieder Deutsch machen.

Die Türkei war immer Islamisch und arabisch beeinflusst. Das ist der Default Mode. Die kemalisten waren und sind Rebellen, die die Türkei besetzen. Sie sind diejenigen, die kamen. Nicht die Muslime. Die Muslime waren von Anfang an dort und wurden von den kemalisten verjagt und zerstört.

Nein das stimmt nicht so ganz. Vor der Zeit des Islams waren in der Türkei überwiegend Christen, Atheisten aber auch Juden. Zum Teil auch noch welche, die andere Religionen mit sich trugen.

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@AbbyDi

Das waren da aber noch keine Türken. Die Ureinwohner anatoliens sind lange weg aus diesem Gebiet. Seit Jahrhunderten ist dieses Gebiet türkisch und seitdem auch islamisch.

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@Muslimhelper

Türkisch heißt nicht islamisch ^^ Du verwechselst da paar Sachen. Nachdem das osmanische Reich im Stich gelassen wurde, kam es ja zur Gründung der Türkei. Die Türkei sollte bzw. hatte die Ideologie, dass man die Religionen und auch die Anlehnung darauf im staatlichen Sinne und im Bezug zu dessen abschaffen sollte und die Menschen quasi ihrer eigenen Kultur folgen sollten und nicht der Kultur des arabischen Glaubens bzw. des Islams. Zurzeit gibt es viele zwar dem Islam geneigte Gruppen in der Türkei, was die Hälfte der Bevölkerung ausmacht, aber zu sagen, dass der Islam die Idee bzw. zur Kultur der Türkei gehört stimmt so nicht. Die Idee hinter der Türkei war ein säkularisierter autonomer und unabhängiger liberaler Staat, welcher einer modernen und den westlichen Ideologien folgen sollte.

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@AbbyDi

Sobald die Türken als seldschuken in den Gebiet kamen, war das Gebiet Islamisch. Den ersten von Türken errichteten Staaten dort. Dass dieses Gebiet Islamisch ist, war der Default Mode. Erst seit 100 Jahren ist es anders. Das heißt, nicht die Muslime, die es dort schon seit 1000 Jahren gibt, sondern die Jungtürken und kemalisten sind die Verräter, die mit etwas neuem gekommen sind.

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Eher umgekehrt. Die Umayyaden kamen in die Türkei und haben ihre Religion aufgezwungen. Vor dem Islam gehörten Türken den Tengrismus an also rede hier nicht so einen Schwachsinn.

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@Algengruetze

Die umayyaden eroberten lediglich die östlichen Teile der heutigen Türkei. Vor dem Islam waren viele Türken tengristen, ja. Als die Türken aber nach Anatolien kamen, waren sie lange Muslime. Und darum geht es hier. Wer war zuerst da, die Muslime oder die säkularen kemalisten. Also rede du hier nicht so einen Schwachsinn.

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@Muslimhelper

Die Türken waren bereits in ganz Anatolien verbreitet. Die sakulären nationalistischen Kemalisten, waren vorher da, da ihre Prinzipien der Ideologie der Türken vor dem Islam entspricht. Bei den Türken vor dem Islam gab es Freiheit, Demokratie und vorallem Gleichberechtigung von Mann und Frau. Viele kulturellen Eigenschaften der Türken haben übrigens nichts mit dem Islam zu tun, viele Türken haben trotz Bekehrung zum Islam türkische Eigenschaften beibehalten und zu den Türken gehören vorallem die türkischen Aleviten, die sich für den Weg Alis entschieden haben, da er Opfer der Umayyaden war und haben sich von anderen abgekapselt und die türkische Kultur bewahrt. Deren Kultur entspricht auch der kemalistischen Kultur, weswegen sie Atatürk so sehr verehren.

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@Muslimhelper

Das osmanische Reich hat viele Türken unterdrückt, da sie dem Sunnitentum nicht entsprachen und ihnen viele Rechte entzogen. Während der Yavuz-Selim Zeit wurden immer mehr Türken (Türkmenen) unterdrückt und zum Sunnitentum gezwungen, die Verfolgung ging bis Abdülhamid weiter. Abdülhamid hat mit islamistischen Kurden viele Türken ermordet, Juden und Armenier hatten besondere Rechte und waren im kaufmännischen Bereich tätig.

Die Türken konnten sich diesmal aber gegen die Osmanische Regierung durchsetzen, da das Osmanische Reich durch eigene Taten immer mehr schwächer wurde. Einige aus "Komitee für Einheit und Fortschritt" wurden natürlich auch von Briten unterstützt.

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@Muslimhelper

Also die meisten Türken waren in Ostanatolien, aber da sie Richtung Anatolien fuhren, besetzten auch sehr viele Nicht-Muslime Anatolien. Und darum geht es eher, dass das Land den Türken gehört und die Türken erst später den Islam begegneten. Auch die muslimischen Türken die dann in Anatolien waren, waren davor nicht mit dem Islam begegnet.

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