Sind in Deutschland mehr Muslime als Christen?

18 Antworten

Auch wenn die Antwort überrascht: Schwierig zu sagen.

Das Ganze hängt integral von deiner Definition von "Christen" und "Muslime" ab :)

Wenn du Umfragen wie bspw. die Eurobarometer-Befragung aus dem Jahre 2010 in Betracht ziehst, siehst du, dass es zwar auf dem Papier einen relativ hohen Anteil Christen in der Bevölkerung gibt (die bspw. MItglied einer Großkirche sind), aber der größte Teil der Deutschen (nämlich 53%) nicht an einen Gott glaubt.

Es wird daher schonmal klar, dass es eine Diskrepanz zwischen den Statistiken der Kirchenmitglieder und der Zahl der "wirklichen CHristen" gibt - denn jemand, der zwar in der Kirche Mitglied ist, aber nicht an Gott glaubt, wird wohl kaum ein Christ sein.

WIe bereits gesagt: Die Definition entscheidet hier. Bei Muslimen gibt es viele Untergruppen - so sprechen bspw. Sunniten regelmäßig Schiiten oder anderen Sunniten mit milderer Auslegung des Islams (und modernerer Auslegung) regelmäßig das Muslimsein ab - auch hier bei Gutefrage.

Das gleiche Passiert auch bei christlichen Gruppen - die einen sehen es locker, bei den anderen ist Christ sehr streng definiert (bspw. Zeugen Jehovas) - und auch hier sprechen sich die einzelnen Gruppierungen regelmäßig gegenseitig das Christsein ab.

Die Frage ist daher: Von welchem Standpunkt aus betrachten wir die Definitionen von "Christ" und "Moslem"?

Mal ein Extrembeispiel: Laut dem Standpunkt der Zeugen Jehovas beispielsiwese sind die Zeugen Jehovas die einzigen wahren Christen - sie machen in Deutschland ungefähr einen Anteil von 0,2% aus; während Moslems - die vom Standpunkt der Zeugen Jehovas aus gesehen wohl alle umfassen - ungefähr 5% umfassen... laut diesem Standpunkt gäbe es mehr Muslime als Christen.

Mal ein weiteres Extrembeispiel: Laut dem Standpunkt der radikalsten sunnitischen Moslems (die hier bspw. regelmäßig bei GF unterwegs sind und teilweise auch kräftig den Hassprediger Abou Nagie und sein Umfeld unterstützen) gibt es nur sehr wenige "richtige" Moslems, da sie sowohl ganze muslimische Gruppen als "unislamisch" ausschließen, als auch gemäßigte und moderne Muslime, die den größten Teil der deutschen Moslems ausmachen. Wie man an einer Studie des Innenministeriums sehen kann, tragen nur 15% der Muslima in Deutschland ein Kopftuch (oder verschleiern sich anderweitig) - die anderne 85% haben sich integriert. Auch gibt es viele Muslime, die Musik hören, masturbieren, Alkohol trinken, Beziehungen und Sex vor der Ehe haben und damit absolut kein Problem haben - laut diesem STandpunkt verkleinert sich die Zahl der Muslime drastisch von 5% auf eine Zahl unter 1%. Laut diesem STandpunkt gäbe es mehr Christen als Muslime.

Man könnte genauso gut jetzt schauen, wieviel Prozent der Kirchenmitgleider in einer Start wirklich regelmäßig Gottesdienste besuchen und/oder Gott in ihr Leben einbinden - bestimmt sehr wenige.

Im Endeffekt kann man aufgrund der Studienlage sagen, dass es (relativ gesehen!) mehr Muslime gibt, die ihren Glauben ernsthafter ausleben als Christen.

Die Sache ist also im Endeffekt eine Abwägungssache, ab wann ein Christ ein Christ ist und ab wann ein Moslem ein Moslem ist.

Steckt man die Kriterien sehr eng (nach harter Doktrin und nach fundamentalistischer Auslegung) können erstaunliche Ergebnisse herauskommen - steckt man die Kriterien sehr weit, gibt es mehr Christen als Muslime.

Daher eine Frage an dich, bloodhunt: Wie definierst du "Christ" und wie definierst du "Moslem"?

Viele, die sich in Deutschland Muslime nennen oder ihr Herkunftsland dem Islam zugeordnet werden kann, sind durch die dritte Generation kaum noch von den Deutschen zu unterscheiden. Sie gehen kaum noch in Moscheen und essen wie Deutsche, Schweinefleisch und leben mit Frauen und Männern unverheiratet zusammen, was ich allerdings nicht gut heiße, da ich Christ bin. Du erkennst ihre Herkunft meist nur noch an ihrem Aussehen.

Und was  Christen betrifft, da sieht es auch nicht anders aus. Es gibt nur wenige, die wirklich eine lebendige Beziehung zu Jesus Christus haben, die errettet sind. Eine Mitgliedschaft in einer Kirche oder Gemeinde macht dich nicht automatisch zum Christen, sondern nur der wahre Glaube an Jesus Christus. Sowas statistisch zu erfassen ist schwierig und man kann nur schätzen. lg

Quatsch, völliger Unsinn. ca. 60% sind Christen, ein Drittel ohne Religionszugehörigkeit und 5% Moslems, der Rest andere Religionen.

In Deutschland ist der Anteil der Muslime 5%
Christen hingegen haben einen Anteil von 55%
Das sind natürlich nur die Werte des Amtes, beispielsweise sind viele 'Christen' privat Atheisten.
Dann gibt es natürlich noch staatlich anerkannte Atheisten & Andersgläubige.

staatlich anerkannte Atheisten

So etwas gibt es nicht.

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Damit meine ich amtliche.
Man muss auch nicht jede Kleinigkeit, welche einen Fehler trägt, zu Munde bringen! Verstanden ist es! Fertig!

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@Toqra

Das ist immer noch falsch. Atheismus ist kein Zustand, in dem man sich befindet sondern Ausdruck eine Zustandes, in dem man sich nicht befindet, nämlich dem, ein Bekenntnis zu einem Gott abzulegen.

Das hat von Amts wegen überhaupt keine Relevanz

Es handelt sich hier keineswegs um eine Kleinigkeit.

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ne....Muslime mit dauerhaften Bleiberecht machen noch nichteinmal 5% der Bevölkerung aus.

Der christliche Anteil beträgt ca. 60 %.

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