Sind Hunde, die veganes Tierfutter testen müssen auch Versuchstiere?

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12 Antworten

Na logisch! 

Aber Gewebeproben braucht man für die Nahrungsmitteluntersuchung normalerweise nicht. 

Stuhl, Urin, Blut, Geruch aus dem Maul, Zahngesundheit, Optik und Verhalten des Hundes zu untersuchen reichen an und für sich aus.

Vielleicht wird ja auch der Fellgeruch in trockenem und nassen Zustand bewertet. ;)

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Kommentar von HontaYOYO
10.07.2016, 11:37

Also harmlose Tests bei Labortieren. Danke.

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Natürlich wird Hundefutter auch an Tieren getestet - leider nicht am Menschen - in diesem Fall wäre der Veganer der dieses Futter füttern will für mich die Testperson Nr. 1.

Man kann rein rechnerisch alles was ein Mensch oder Hund braucht auch künstlich herstellen.

Hund braucht Eiweiße, Fette und bissl Kohlehydrate, dann braucht er Mineralstoffe und Vitamine - also fast so wie Mensch (bei Mensch ist der Kohlehydratanteil sehr viel höher).

Jetzt kann man Nahrungsmittel extrahieren, hydrolysieren bis nur noch diese Substanzen übrig bleiben und die wieder zusammen mischen - wird bei vielen Hundetrockenfuttern schon längst gemacht, da gibt es dann z.B. nur Hühnereiweiß oder nur Hühnerfett drin, der Rest besteht aus Getreide und anderen Füllstoffen.

Wenn man bei vielen Trockenfuttern guckt, dann sind sie nicht viel besser als vegane Hundefutter - besonders bei einem Futter habe ich schon 80 % Getreide und Füllmittel gefunden, und nur 15 bis 20 % tatsächlich tierischer Herkunft. Und dann handelte es sich um o.a. Hydrolysat bzw. Extrakt.

So zurück zum rein rechnerischen: Man kann mit Eiweißen, Fetten und Kohlehydraten, Mineralstoffen und Vitaminen überleben. Gerade bei planzlichen Herkünften des Nahrungsmittels ist aber die Aufschlüsselung derer im Körper von Mensch und Tier sehr erschwert.

Es gibt Methoden, diese vorher Aufszuschlüsseln (kochen, spalten, verändern, denaturieren, auseinander nehmen - neu wieder zusammenfügen) um die Aufnahme im Körper zu erreichen, alles aber nicht Sinn der Sache und alles andere als natürlich.

Wenn man so viel an einem Nahrungsmittel manipulieren muß, um es geniessbar zu machen, dann läuft schon mal sehr viel falsch, von gesund keine Rede mehr.

Auch ein Veganer  oder Vegetarier versucht um die übermäßige Raffinierung eines Nahrungsmittels herumzukommen. Dann sollte man das nicht mit Tiernahrung tun.

Bsp.1. Ich werfe einem Hund ein rohes Stück Fleisch vor - Verdauung vom Hundekörper und Verwertung dessen zum 98 %.

Bsp.2. Ich werfe dem Hund einen Apfel oder eine Karotte im natürlichen Zustand vor, Verdauung im Hundekörper und Verwertung dessen zu ca. 4 %.

Kocht man das ganze, ist die Verwertung bei Apfel und Karotte bei ca. 25 %.

Raffiniert man das Ganze, extrahiert, exhudiert und hydrolysiert man das Zeug, dann ist eine Verwertung von bis zu 60 % möglich (wie gesagt rein rechnerisch) was dabei auf der Strecke bleibt ist die Natürlichkeit und die Befriedigung bei der Nahrungsaufnahme und die Zahnpflege.

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Kommentar von VeggiGirl92
10.07.2016, 15:38

Find ich jetzt nicht weiter tragisch. Dem Hund schmeckts und er hat keine Mängel, von daher gibts kein Problem. Zur Zahnpflege gibts doch extra Knabber/Kau-snacks, auch vegane.

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Kommentar von VeggiGirl92
10.07.2016, 20:58

"künstliche Geruchsstoffe"...und das ist bei konventionellem Futter nicht der Fall oder was willst du damit sagen? Klar. Ich würde übrigens keine Schlange mit Karotten füttern oder Katzen mit Erbsen. Ich habe zuhause selber 2 Frettchen, die jeden Tag frisches Fleisch von mir bekommen. Aber das sind auch REINE Fleischfresser, die mit pflanzlicher Nahrung mal so gar nix anfangen können! Bei Hunden seh ich das eben doch etwas anders. Einfach so würde ich einen Hund auch nicht vegan ernähren. Aber es gibt Studien die belegen, dass es ihnen nicht schadet und das Futter wurde zusammen mit Tierärzten entwickelt. Außerdem kann man den Gesundheitszustand jederzeit kontrollieren lassen. Auch veganer lieben ihre Tiere.. und wenn es nicht anders geht, weil der Hund es eben doch nicht verträgt, dann muss es eben Fleisch sein. Das kommt dann auf das Tier selbst an.

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Kommentar von VeggiGirl92
11.07.2016, 14:34

Es gibt ja auch keinen sinnvollen Grund, Tiere extra noch mit Fleisch zu füttern, die sowieso keins brauchen. Mir fällt zumindest keiner ein.. und dir ja auch nicht. Übrigens fressen die veganen Hunde auch nicht tonnenweise rohes Gemüse und Obst! Wie kommst du denn zu so einer verrückten Annahme? Das wird schön gekocht. Dann ist es nämlich auch gleich noch viel besser verdaulich. Und das wird natürlich als Nassfutter angeboten. Von Trofu halte ich nicht viel. :)

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Kommentar von VeggiGirl92
11.07.2016, 15:29

@omni, Pferde brauchen aber keine Rinderhälften! Es ging eben um Pflanzenfresser. Lern erstmal lesen bevor du dich irgendwo einmischst.

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Hm... Beim Darüber-Nachdenken sehe ich ein veganes Dilemma:

  • Wird veganes Futter an Tieren getestet, widerspricht es i-wie des veganen. Tierethik-Denkens ...
  • Wird das Futter nicht getestet, wird ein Produkt auf die Tiere einfach so losgelassen...

We solen eigentlich diese ominösen Tierärzte sein..? Gibt es da Namen?

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Kommentar von scheggomat
13.07.2016, 09:42

Ganz einfach; ein neuer Name für's Kind muss her. Die Probanden in der Veganerszene heißen nicht 'Versuchstiere' sondern 'Testesser'. 

Somit gibt es keine Tierversuche, sondern nur 'Testessen, um die Akzeptanz und Verträglichkeit zu überprüfen'.

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Hi,

Für mich ist das auch am Sinn vorbei, habe das mit den Vegan leben so verstanden das die keine Sachen holen für die Tiere ausgenutzt wurden. Da würde das Futter dann ja auch drunterfallen, auch wenn Futterversuche für den Hund natürlich netter als normale medizinische Versuche sind, so wird er ja dazu gezwungen es vorher zu testen und mögliche körperliche Schäden kann man auch nicht ausschließen bei neuen Versuchen. 

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klar, alles was an einem Tier "versucht" wird, ist ein Tierversuch.

Jede Art der Tierverhaltensforschung beruht auf Tierversuchen. Es ist ein Gerücht dass bei jedem Tierversuch Tiere gequält oder getötet werden, inzwischen ist der Großteil der Tierversuche völlig harmlos für die Tiere.

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Ich finde es nicht artgerecht, wenn ein Hund vegan ernährt wird. Irgendwie ist das total krank. Vor allem ist in veganem Futter dann sehr viel Getreide drin. Und das sollte wirklich nicht drin sein. Wer mal was nachlesen will: http://www.hundebibel.de/checkliste-hunde-richtig-fuettern/

Ich finde, sowas einfach nicht gut. Wenn ein Mensch beschließt sich vegan zu ernähren, ist das ja ok. Aber ein Hund ist dafür definitiv nicht gemacht. Dann darf man sich keinen Hund halten.

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Sicher, alle Hundefutterhersteller haben Versuchstiere.

Auch als Mensch bist du für vieles Versuchskaninchen. Dein Arzt bekommt Geschenke, von der Pharmaindustrie, wenn er dir neue Medikamente verordnet etc.

Da hat ein Testfresser der Futterindustrie ein schönes Leben.

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Kommentar von HontaYOYO
10.07.2016, 11:20

Werden da auch Gewebeproben und sowas gemacht, wie der Hund das verträgt?

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Im Prinzip ja.

Vorkoster sozusagen.

Grüße

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Nein! Das habe ICH geschrieben und das Futter wurde nicht wie das meiste normale Hundefutter unter Qualen am Tier getestet sondern es waren lediglich 30 Testesser.
Das hier ist es http://www.vegdog.de/

Und das ist doch ein gutes Experiment: Der Hund darf fressen (macht ihm spaß) und tut dabei noch was nützliches, indem darüber Informationen gesammelt werden können über Fressverhalten, Verträglichkeit und Verdauung.
Also wie bei einer ganz normalen Futterumstellung eben.

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Kommentar von Lapushish
10.07.2016, 12:46

Das war unter meinem Kommentar gestern... Diskussion ob vegan lebende Hunde besser riechen :D

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Kommentar von friesennarr
10.07.2016, 13:19

Schrecklich, was die Hunde da fressen müssen:

Unsere unterschiedlichen Futtersorten versorgen den Hund mit allen essentiellen Nährstoffen und sind zu 100% bedarfsdeckend.

Gerade dieser Satz ist wichtig - essentielle Nähstoffe, wie ich geschrieben habe in meiner Antwort sind da Fett, Eiweiß, Kohlehydrate, Mineralstoffe und Vitamine und Wasser - das sind die essentiellen Nährstoffe.

100 % Bedarfsdeckend - ist das was ich in meiner Antwort als rein rechnerische Versorgung erklärt habe.

Dieses Futter das da angeboten wird ist schlicht und einfach effektive Tierquälerei.

Glaub mir - da wird nicht nur getestet ob die Hunde das gerne Fressen, da gehört noch viel mehr dazu.

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Kommentar von VeggiGirl92
10.07.2016, 15:35

@Lapu, Ja genau, da hab ich es als Kommentar geschrieben. @Goli, Hat aber mit dem Thema hier nichts mehr zu tun. @Friese, Keine Ahnung, was du jetzt genau meinst. Wenn alle Nährstoffe abgedeckt sind, ist doch alles ok? Verstehe das Problem nicht.

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Kommentar von VeggiGirl92
11.07.2016, 14:37

@friese, muss ich nicht, da es genug vegane Lebensmittel gibt, ich supplementiere nur b12. Und beim Hundefutter ist es ähnlich: da wird nur hinzugefügt, was noch fehlt. Dem Hund ist es total egal, was er vor sich hat! Es schmeckt und hält ihn gesund, was will man mehr.

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Ja natürlich. Und einer Ideologie zu folgen, werden sie gequält.

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Kommentar von friesennarr
10.07.2016, 11:57

Normales Hundefutter wird auch getestet, nicht nur veganes Futter, alle.

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Kommentar von VeggiGirl92
10.07.2016, 12:46

Da es mehr normales Hundefutter gibt als veganes, werden auch mehr Tiere für normales Hundefutter gequält. Die meisten veganen Hundefuttersorten wurden eh ohne Tierversuche hergestellt. Also wer quält hier? denk nochmal nach

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Leider ja. Hunde unnatürliches Futter geben. Schlimm.

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Natürlich ist das ein Tierversuch aber kein schlimmer!

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