Sind hier Tiermedizinische Fachangestellte unter uns?

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2 Antworten

Hey,
ich habe selber die Ausbildung absolviert, bin jetzt aber in einer ganz anderen Branche ;-)
Wichtig wäre, wenn du mich fragst, ein Praktikum. Die Arbeit als TFA ist nicht das, was man sich mitunter darunter vorstellt. Du musst sowohl physisch als auch psychisch belastbar sein, denn so einen Rottweiler zu halten ist nicht immer so einfach. Zudem wirst du, vor allem in der Ausbildung, aber auch danach, sehr viel putzen müssen (Kot/Urin). Das ist nicht schön, gehört aber nunmal dazu. Allgemein wirst du mit vielen Gerüchen konfrontiert werden. Zudem sind die Arbeitszeiten, gelinde gesagt, bescheiden in Relation zur Bezahlung. Möchtest du später ein Haus, ein schönes Auto und auch mal in den Urlaub fahren, würde ich mir eventuell etwas anderes suchen.
Zu der Ausbildungssuche an sich kann ich dir nur raten einfach anzufragen und Bewerbungen abzuschicken. Ich persönlich habe Abitur, bin einfach zu einem Tierarzt hin, habe einmal Probe gearbeitet und wurde genommen und danach auch übernommen. Danach hatte ich auch keine Probleme eine andere Stelle zu bekommen, bis ich dann gewechselt bin.
Ich weiß aber, dass es zB Absolventen der Hauptschule u.U. schwerer haben einen Platz zu finden, frag mich aber nicht warum. Meiner Meinung nach sind diese wirklich am Job interessiert und arbeiten dann auch ein Leben lang darin. In meiner Klasse waren nur Abiturienten, die die Ausbildung nur zur Wartezeitüberbrückung genutzt haben. Kein einziger von denen arbeitet jetzt noch in der Praxis.
Ich würde dir wie gesagt zu einem Praktikum raten, du solltest dich natürlich für Tiere interessieren und für Medizin, aber auch der Kontakt zu den manchmal schwierigen Besitzern sollte dich nicht abschrecken.

So Text ist lang genug geworden, wenn noch Fragen aufkommen stell sie einfach ;-)

LG

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Kommentar von Katzenlady1997
30.11.2016, 10:02

Heyhey,

Also jetzt mache ich eine ausbildung als bäckereifachverkäuferin und somit bin ich echt grausige arbeitszeiten gewohnt. samstag und sonntags, plus gefühlt mitten in der nacht aufstehen. so grausige arbeitszeiten sind das da wohl nicht oder ?

Und außerdem habe ich selber 7 katzen und es waren mal 17, hühner und graupapageien hatte ich auch bis vor kurzem noch. und mein opa hat hunde somit kenn ich mich damit auch aus. und mit urin/kot oder wenn katzen erbrochen haben hab ich null probleme mit da ich das gewohnt bin. und durch meine jetzige ausbildung bin ich langes stehen und hartes arbeiten auch gewohnt. 

Gruß

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Kommentar von Katzenlady1997
30.11.2016, 10:04

Und erfahrung mit anstrengenden kunden/besitzern hab ich durch meine 1. ausbildung auch schon sammeln können.

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Kommentar von Jeanie1992
30.11.2016, 13:55

Na das klingt doch schonmal gut :)
Es kommt halt immer darauf an, in was für eine Praxis du kommst, die einen haben normal Vormittag und Nachmittag geöffnet und dafür zB Mittwoch nachmittags frei. Die anderen haben auch samstags auf. In Kliniken, oder wenn die Praxis Notdienst hat muss man manchmal auch am Sonntag oder nachts hin, aber das bist du ja gewohnt ;-)
Wenn du wirklich an dem Beruf interessiert bist und dich die anderen Umstände nicht stören, dann mach das, was dich wirklich interessiert. Was bringt es dir 40 Jahre in einem Job zu arbeiten, der vielleicht Geld bringt, aber nur unglücklich macht.

Ich wünsche dir alles Gute! :)

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Kommentar von Jeanie1992
01.12.2016, 08:11

"Normale" Arbeitszeiten wirst du in solchen Berufen weniger finden, das sind dann eher die klassischen Bürojobs. Klar kann es sein, dass du in eine Praxis kommst, in der du nur Mo-Fr hin musst, oder aber du gehst in die Tierphysio (ist aber meines Wissens nach keine anerkannte Ausbildung?!), da wären die Arbeitszeiten natürlich besser.
Alternativ fällt mir da echt nur noch Tierpflegerin für Klinik und Forschung ein, das sind die in Versuchslaboren. Da hat man natürlich bessere Arbeitszeiten, dafür aber natürlich nicht so die Tierpflege und den Kontakt und Umgang, den du dir vielleicht erwünschst.

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Hallo, 

so ganz Unrecht hatte er nicht. Also gezieltes Ausbeuten ist das eher weniger. Aber du leistest schon sehr viel Arbeit, die viele unterschätzen für relativ wenig Geld. Wenn du im Leben Großes vorhast, dann bietet sich dieser Beruf eher nicht an. Das gilt generell im Tierbereich, auch als PferdewirtIn oder TierpflegerIn leistest du harte Arbeit und bekommst leider viel zu wenig Geld. 

Was auch ein Knackpunkt ist: Du findest nur schwer eine Lehrstelle, da diese sehr gefragt ist. Hast du die Ausbildung erst mal abgeschlossen, dann wird es nochmal so schwer einen Arbeitsplatz zu finden. 

Ich wollte vorher auch unbedingt im Tierbereich arbeiten und habe Praktikas deutschlandweit in diversen Tierarztpraxen - , klinken, Zoo´s, Wildparks und Tierheime gemacht. Anderst hast du nämlich echt keine Chance. Habe letztlich dann den Tierpflegehelfer (keine anerkannte Berufsausbildung) gemacht und eine Weile im Wildpark gearbeitet. Hat zwar wirklich Spaß gemacht, aber ich hatte kaum noch Zeit und dafür wenig Geld. Das ist in jedem Reitstall und in jeder Tierarztpraxis - oder klinik leider nicht anders, was mir die Angestellten dort berichtet haben. 

Wenn man das machen möchte, dann muss man sich wirklich aufopfern für den Beruf. Sprich, dafür leben, sich mit dem Nötigsten zufrieden geben und die wenige Freizeit muss in dein Leben passen. 

Ich möchte dich aber nicht komplett abschrecken. Jeder hat dazu seine eigenen Erfahrungen gemacht. Die solltest du auch machen. Mach doch einfach mal ein paar Praktikas im Tierbereich. Evtl ein Bundesfreiwilligendienst im Tierheim (geht nur in dem Bereich) und schau selbst, ob das was für dich ist oder nicht. 

Mit freundlichen Grüßen

VanyVeggie

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Kommentar von Katzenlady1997
29.11.2016, 09:32

Danke dir. Ich schaffs nur leider nicht praktikas zu machen da ich ja nebenbei noch meine andere ausbildung mache.

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