Sind Hauptschüler dümmer als Realschüler und Gymnasiasten?

13 Antworten

ich glaube weil viele einfach faul sind und wenig Unterstützung / Perspektive durch die Familie erhalten. Sie sind sich selbst überlassen und noch nicht wirklich reif Entscheidungen über ihre Zukunft zu treffen.

Wie du selbst sagst .. du hast etwas länger gebraucht.

Wären da die Eltern aktiv dahinter oder der Freundeskreis würde das sicher helfen. So wählen einige dann Fächer ab und gehen den Weg des geringsten Widerstandes. Suchen sich "falsche" Vorbilder usw.

Sie überreißen doch überhaupt nicht Dimension der Einbahnstraße. Mit 14, 15 klingt es vielleicht noch cool xyz zu machen. 3-4-5 Jahre später merkst du plötzlich - Bäm! das soll nun mein Leben sein? Ich soll dies für immer machen?!?

Als zukünftiger Lehrer müsstest du ja wissen, dass nicht alle Schüler so dizipliniert sind wie du. In der Tat dürftest du eine Ausnahme sein.

Es gibt gewisse Gründe, warum Hauptschüler so schlecht angesehen sind, die ganz oft der Realität entsprechen und eben immer noch ein Problem sind, die du als zukünftiger Lehrer anders machen solltest:

  • Es ist nunmal so, dass in der Hauptschule nicht gelehrt wird, wie man selbstständig arbeitet. Das macht es den Schülern schwieriger, sich selbst was zu erarbeiten. Im Gymansium muss man Bücher wälzen und keiner streicht einem den Satz an, den man braucht, so wie in der Hauptschule.
  • Hauptschüler haben häufig Eltern, die nicht fördern und selbst eine Sch...eißegal-Einstellung an den Tag legen. Schüler auf dem Gymansium hatten Eltern, die früher in die Schule gekommen sind und sich durchgesetzt haben – mit der Faust auf den Tisch: "Mein Kind geht aufs Gymnasium. Basta!" Hautschul-Eltern ist das irgendwie ganz oft egal, weil sie selbst nicht studiert haben.
  • Der Ansporn zum Lernen ist bei vielen Kindern unterschiedlich ausgeprägt – bei Hauptschulkindern häufig von den Eltern unterdrückt oder vernachlässigt. An Kindern liegt das nicht unbedingt. Man kann jedes Kind fördern, weil jedes Kind etwas machen will.

Ich habe ähnlichen Weg wie du eingeschlagen und mich heute auch sehr gemausert. Ich muss allerdings zugeben, dass viele Hauptschüler wirklich dem Bild entsprechen. Als fleißiger Schüler war ich anderen Hauptschülern ein Dorn im Auge, was einfach für gnadenlose Dummheit spricht. Unter Gymnasiasten musste ich schwer schuften, um mit den anderen Schritt halten zu können, denn diese Leute haben ernste Ziele und flachsen nicht desinteressiert herum wie Hauptschüler. Da ist mehr Ernst, Authorität und Scharfsinn dahinter.

Fast in allen Kommetaren hier wird so getan, als sei es nur eine Frage des Fleißes, das Abitur zu machen - Intelligenz, Aufassungsgabe, Sprachbegabung, Abstraktionsvermögen spielen offenbar heutzutage überhaupt keine Rolle mehr - da habe ich vor 25 Jahren aber noch ein ganz anderes Abitur hingelegt als die Generation heute, die sich offenbar alles nur noch anliest anstatt sich komplexe Zusammenhänge selbstständig zu erarbeiten

Es sind nun mal nicht alle Menschen gleich intelligent und gleich begabt, genau deshalb gibt es ja auch verschiedene Schulformen und genau deshalb lernt man auf einer Hauptschule eben auch nicht selbstständiges Arbeiten, denn ein Hauptschulabschluss soll ja gar nicht auf einen Beruf vorbereiten, in dem man solche Fähigkeiten haben muss.

Das rechtfertigt natürlich nicht, jemanden dafür zu verachten, weil er "nur" eine Hauptschule besucht, man muss aber auch nicht so tun, als gäbe es keine intellektuellen Unterschiede zwischen den Menschen und als könne man diese nur durch Fleiß ausgleichen.

1

Erstmal Glückwunsch zu deinem Erfolg!

Man will sich halt besser stellen als andere, deshalb macht man die anderen schlecht. Auf dem Gymnasium wird über die dummen Real- und Hauptschüler gelästert, auf der Realschule lästert man über die dummen Hauptschüler und die überheblichen Gymnasiasten... ich war noch nie auf einer Hauptschule und weiß deshalb nicht wie da die Klischees über andere sind, aber Menschen lästern nun mal gerne...

Außerdem ist es nun mal so, dass der durchschnittliche Hauptschüler nicht so lernfreudig ist, wie der durchschnittliche Gymnasiast. Natürlich gibt es immer Ausnahmen, aber viele haben eben dieses Schubladendenken

Das ist das schöne daran. HS haben keine Klischees und sind froh wenn endlich Schulschluss ist 😂

0

Ist man als Gymnasiast echt etwas besseres?

Hallo!

Ich gehe seit einigen Jahren auf ein ganz normales, städtisches Gymnasium. Nix besonderes, nix ausgefallenes. Für mich war das eigentlich schon immer etwas ganz normales, auf ein Gymnasium zu gehen, sodass mir auch gar nicht in den Sinn kam, etwas besseres zu sein als ein Realschüler oder ein Hauptschüler, zumal ich auch einige meiner Freunde erstere besuchen.

Allerdings setzt mein Bruder, 18 und "nur" Realschüler gewesen, immer darauf, mich damit zu beleidigen, dass ich doch auch nur einer dieser Leute wäre, die sich für etwas besseres halten, weil sie ein Gymnasium besuchen usw. Ganz ehrlich, ich will gar nicht erst wiederholen, was er mir diesbezüglich alles an den Kopf wirft - würde gegen die Community-Richtlinien verstoßen...Jedenfalls läuft es drauf raus, dass er immer meint, jemand auf einem Gymnasium hielte sich automatisch für etwas besseres.

Auch bekommen wir öfters von Lehrern vermittelt, etwas wie die "Elite" zu sein, bspw. wenn wir zwischen den Stunden mal ein bisschen zu viel Spaß haben oder es im Unterricht zu laut ist.

"Ihr seid doch keine Hauptschüler, also benehmt euch gefälligst so!" "Meine Güte, für einen Gymnasiasten würde man euch auch nicht halten"

Solche Sätze kommen schon des öfteren...

Jetzt mal im Ernst: Sind wir echt etwas besseres? Oder habt ihr das Gefühl, Gymnasiasten (wobei sich das natürlich nicht pauschalisieren lässt) ließen sich das heraushängen, welche Schule sie besuchen? Mir ist das nämlich ganz ehrlich bis jetzt nur bei sehr wenigen Leuten und eben den Unterstufenschülern (die wir hier einfach mal außen vor lassen können, weil sich das meistens nach ein paar Wochen wieder legt...) aufgefallen.

Danke für Antworten!

LG

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?