Sind Hartz IV Empfänger im Jobcenter so etwas eie Kunden?


22.02.2020, 04:36

Der Kunde ist König

Das Ergebnis basiert auf 15 Abstimmungen

Nein 67%
Ja 33%

8 Antworten

Nein

Dadurch, daß sog. "Jobcenter" eingetragene (im Handelsregister) Unternehmen / Firmen sind, betrachten bzw. benennen sie die Menschen die zu ihnen kommen als "Kunden".

Woher ich das weiß:Recherche
Ja

Sie werden unter diesem Namen geführt, aber nicht immer entsprechend behandelt.

Nein

Die Verwaltung tickt im Wesentlichen (leider) nicht so. Kunde würde bedeuten, dass man Ziele verfolgt, dem Kunden eine Leistung anzubieten und ihn glücklich zu machen, dass er gerne wiederkommt. Das kling schräg für das Jobcenter, schließlich will man ja, dass der Kunde nicht wieder kommt, also in Arbeit kommt usw. Aber es geht eher um den Ansatz, also wirklich für den Kunden etwas anzubieten, was ihm hilft.

Verwaltung im Allgemeinen tickt aber eher so, dass es Vorschriften gibt und "abgehandelt" wird.

Das ist eigentlich über alle Bereiche auf den diversen Ämtern so.

Natürlich gibt es Ausnahmen, wo dann Sachbearbeiter sich wirklich reinhängen, wo sie Menschen Alternativen bieten, richtig beraten usw. Das kommt aber immer auf das Engagement des Einzelnen an. Für mich gibt es nur immer noch zu wenig solcher Ausnahmen.

Ja

ja, das ist Teil der Sprachreformen des damaligen Kanzlers Schröder (SPD), der Beraterfirmen fürstlich dafür honorieren ließ, dass sie ihm, wie Schönheitschirurgen, durch eine ganz neue Phraseologie seine unpopulären Reformen (Gesundheit, Arbeit, Rente) verpacken halfen.

"Fördern und Fordern; Eingliederungsvereinbarung; ergänzende Grundsicherung; JobCenter, Agentur für Arbeit; Auszubildende; Eigenvorsorge; Eigenbemühung) und natürlich auch die klassischen Arbeitslosen umzutitulieren als Kunden, so als wäre das Arbeitsamt quasi eine Dienstleistungsfirma. Vermutlich hatte Schröder, der selbst über einen recht volkstümlichen Wortschatz verfügte ("Lehrer sind faule Säcke" uam), sich halb totgelacht - denn im Polizeijargon sind schon seit Jahrzehnten als "Kunden" die üblichen Verdächtigen und Intensivtäter bezeichnet worden.

Von fördern sehe ich nur rechtlich wenig. Alles wird von denen doch abgeschmettert. Fordern und Steine in den Weg legen, steht dort an erster Stelle

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@herzilein35

Es kann Dir passieren dass Du berufliche Vorstellungen hast die sich mit Deinen Möglichkeiten, Eigenschaften und Voraussetzungen nicht realisieren lassen. Oder dass der Arbeitsmarkt solche Möglichkeiten nicht bietet. Dann bieten sie Dir eine andere Möglichkeit an. Das hat mit Steinen in den Weg legen nichts zu tun.

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@neverlied

Stimmt nur trifft dies nicht auf mich zu! Doch hat es. Diese Nichtsnutze hatten mir bereits 2 zugesagte Ausbildungstellen kaputt gemacht. Nimm die rosarote Brille ab.

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@neverlied

Is ja geil neu hier und gleic aufmüpfig werden. Wäre besser du würdest dich mal mit dem Thema befassen, anstatt mit deiner Hobbypsychologie. Also erzähl Leuten nichts, die es weitaus besser wissen als du. Ob es dir passt oder nicht.

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@herzilein35

Du redest doch nicht etwa von dir selbst. Selbstüberschätzung ist der erste weg den job zu verlieren.

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Nein

Ein Hartz IV Empfänger ist im Jobcenter kein Kunde. Man benutzt das Wort "Kunde" , um den wirklichen Namen in seiner Bedeutung zu mildern. Der Hartz Iv Empfänger ist ein Bedürftiger, der um staatliche Hilfe beim Amt bittet, also ein Bittsteller.

Manche Hartz IV Empfänger haben sicher schon die Erfahrung gemacht, ob sie als "Kunde" oder Bittsteller behandelt werden.

Egal ob es sich um finanzielle Unterstützung handelt, oder um die Hilfe einen Arbeitsplatz zu finden.

Doch diese Bezeichnung wäre abwertend und durch die Bezeichnung "Kunde" ersetzt.

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