sind Hartz IV -Empfänger eine -diskriminierte- Randgruppe?

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10 Antworten

das was du da gelesen hast ist die Realität. Die Politik spricht von unter 3 Millionen Arbeitslosen. Harz 4 Empfänger wenn sie eine Massnahme der ARGE machen fallen da nicht darunter, alle Hausfrauen und Mütter die von ihrem Partner Geld bekommen wurden gestrichen. Fakt ist dass die Summe der Erwerbslosen weit über 6 Millionen liegt.

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Kommentar von binyou
08.10.2011, 10:50

DH!

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Nein, wir sind schon lange keine Randgruppe mehr.

Und es werden auch immer mehr werden. Der strukturelle Wandel sorgt schon dafür. Der Bäckker, der sich eine teure Brötchenstrasse anschafft um mithalten zu können, dafür aber 3 Mitarbeiter entlässt- zum einen um die Raten bezahlen zu können, zum anderen weil die Maschine die Arbeit von 3 Leuten erledigt. Am schlimmsten war es damals, als die großen Bagger im Braunkohleabbau eingesetzt wurden. Man lasse sich diese Zahlen mal auf der Zunge zergehen: Eine Maschine, die von 5 Personen bedient wird und die Arbeit von 40.000 Leuten erledigt. Glaubst du, dass die Männer mit den Schaufeln aus eine höheren Bildungsschicht stammten? Aber zum Glück, gabs dann ja einen Krieg, der diese Männer "fraß" einschließlich eventueller Nachkommen. Tja, nun ist aber selbst die breite Bevölkerung gebildeter als damals, also einen neuen Krieg anzetteln um duie Witschaft anzukurbeln? Hmmm... An die Wand stellen, kann man das Heer der "unproduktiven" ja schließlich nicht! Aber der Trend geht nunmal in die Richtung Maschinen einzusetzen wo früher Menschen geschuftet haben, teilweise unter unwürdigsten Bedingungen- genutzt hat es aber immer nur ein paar ganz wenigen.

Können wir uns darauf einigen, diese wenigen Superreichen als Randschich zu bezeichnen? Denn das sind sie wirklich, eine Ranschicht! Zudem eine Randschicht, die das Wörtchen sozial wie ein Schwert einsetzt um ihre Gier zu befriedigen, eigentlich sind diese Menschen die wirklichen Asozialen!

Wir müssen in unserer Gesellschaft den "Wert" der Arbeit neu überdenken. Der Gedanke mit dem Grundeinkommen zielt schon in diese Richtung ab.

Menschen, die auf Grund der Strukturen durchs Raster fallen und dann von den Medien ein schlechtes Gewissen eingerdet bekommen, gibt es schon zuviele. Vielmehr sollte man diesen Menschen den Rücken stärken und deren Potential ausschöpfen ihren Talenten und Fähigkeiten angemessen. DAS wäre wirklich sozial.

Ein paar "Durchfaller" gibts immer- und hat es schon immer gegeben.

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Ja.

Viele in der Gesellschaft stellen die ALG II (im Volksmund auch Harz IV) Empfänger so hin, als ob sie Allmosen bekämen und nur zu faul zum Arbeiten sind. Fakt ist aber, dass sie eine Versicherungsleistung und kein Allmosen in Anspruch nehmen. Niemand würde auf die Idee kommen, den Arzt selbst zu bezahlen, um kein Allmosen der Krankenversicherung in Anspruch zu nehmen. Das gilt aber bei ALG II-Empfängern offenbar nicht.

Der Grund weshalb Deutschland sich so (wirtschaftlich) gut in der Wirtschaftskrise behauptet hat, liegt an den Harz IV-Gesetzen und der Agenda 2010. Die Zeche hierfür haben aber nicht diejenigen bezahlt, die heute davon profitieren, sondern die Schwächsten der Schwachen. Und jeder dumme Stammtischbruder maßt sich an, über die armen Menschen herzuziehen, weil sie offenbar nicht wissen, wie schnell man heute durch das soziale Netz stürzt.

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Kommentar von binyou
08.10.2011, 16:43

Hartz ist keine Versicherungsleistung, das ist ALG I, sprich Arbeitslosengeld ..

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Innerhalb der Empfänger von Sozialleistungen gibt es Randgruppen. Manchmal bin ich mir nicht sicher, ob die, die arbeiten wollen oder die, die lieber auf Kosten anderer leben, die Randgruppe darstellen.

Sorry, aber wenn ich sehe, mit was für Autos die Leute beim Tafelladen vorfahren, um sich mit Lebensmitteln zu versorgen, wird mir ganz schwummrig.

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Ein Teil davon hat leider keine Lust zu arbeiten. Das merke ich fast monatlich, wenn ich wieder Einstellungstests durchführe oder auswerte. Leider sind sich auch viele Leute zu fein, am Wochende, Feiertag, abends oder nachts zu arbeiten. Es gibt aber auch eine Reihe von Personen, die unverschuldet in die Situation geraten sind. Dazu Scheidungen wo Mütter wegen kleiner Kinder nicht arbeiten können. Leuten die in Schulden geraten sind. Sie sind meistens sehr dankbar, wenn man mit Ihnen Arbeitszeiten einrichtet, wo eine Kinderbetreuung gesichert ist bzw auch im Kindergarten auf den Gelände.

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Kommentar von soulbridge1
09.10.2011, 15:52

Wie kommst Du darauf, daß Menschen keine Lust zu arbeiten haben? Weil sie nicht tun möchten, was Du willst und nicht zu einem Lohn, den Du begrenzt? Biete den Menschen doch mal einen Vollzeit oder Halbtagsjob an und Zahle ihnen einfach mal 100,- Euro die Stunde. Und Hoppla, es liegt wohl doch nicht an ihrer "Unlust" zu arbeiten. Na so was.... Aber solche "unwesentlichen" Kriterien, wie ausreichend Lohn, Würdevolles behandeln und Stärkung und Förderung von Begabungen möchte man bei der Beurteilung anderer Menschen wohl lieber nicht in Betracht ziehen. Da könnte man seine eigene Verantwortung ja nicht mehr auf die Opfer abschieben. Wie unangenehm....

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Die Gruppe wird von den Regierungen die selbst völlig unflexibel sind, bewusst ruhiggestellt, obwohl Möglichkeiten genug da wären. Wenn das Leben nur noch von Hartz4 besteht, ist man raus aus dem Spiel.

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Genau genommen ja, Aber ???? Die eigentliche Diskriminierung kommt daher, dass min. 25% der HartzIV-Empfänger Schmarotzer sind und und anderen ca. 75% unverschuldet bzw ungewollt in diese Situation gekommenen, darunter leiden müssen.

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Kommentar von VirtualSelf
08.10.2011, 11:16

Die eigentliche Diskriminierung kommt daher, dass min. 25% der HartzIV-Empfänger Schmarotzer sind

Irgendeinen empirischen Beleg oder ist das nur ein "Bauchgefühl"?

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Die Zahl wird noch immer weiter steigen, da die sinkenden Löhne immer mehr Aufstocker produzieren.

Von den unter 25 Jahre alten Berufstätigen sind nach BA-Angaben schon 60 Prozent prekarisiert; benötigen also mindestens aufstockend Sozialleistungen.

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Die meisten ´sind diskriminiert aber nicht weil sie hartz 4 empfangen und arbeiten wollen sondern weil es so viele gibt die nicht arbeiten wollen und für die muss der steuerzahler bezahlen

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Kommentar von adianthum
08.10.2011, 11:15

Das Wörtchen "VIELE" kannst da getrost rausstreichen- das sind wahrscheinlich grad mal ebenso VIELE wie es Millionäre gibt.

Und der Steuerzahler zahlt viel mehr für wirklich unsinnige Dinge, als für die Sozialleistungen.

UND: Man muss ja auch erstmal in den Bereich gelangen, wo Steuern gehzahlt werden müssen. Wer Steuern zahlen muss, der verdient auf jeden Fall wesentlich mehr, als ein Geringverdiener- und dan dem Geringverdiener, verdient einer der sowieso schon reich ist und durch seine Steuerberater garkeine Steuern mehr zahlT Schonmal DA drüber nachgedacht?

Bei uns am Ort gibts einen "netten, kleinen Großunternehmer" der seinen Leuten Knebelverträge aufs Auge drückt. Wer der Gewerkschaft angehört wird grad garnicht eingestellt! Lehrlinge müssen von ihrem Gehalt die Brötchen die sie herstellen essen und wer sich sein Butterbrot von zuhause mitbringt wird gemobbt. Lernen tun sie in dieser Fabrik so gut wie nichts. Aber der Chef fährt nen Maserati und fliegt regelmäßig auf Großwildjagd. Und letztens hat einen fetten Zuschuss vom Land bekommen um die Firma auszubauen, damit Platz für noch mehr Leute ist,, die er ausbeuten kann. In der Öffentlichkeit lässt er sich als Wohltäter feiern, der Arbeitsplätze schafft. 2/3 seiner Leute sind Aufstocker!

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Es sind wohl mittlerweile 12Millionen...Und dort werden noch viel mehr landen,wenn die Pendler sich die Autofahrt zur Arbeit nicht mehr leisten können...

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