Sind Gläubige egoistisch, weil sie Gott vertrauen, und nicht den anderen Menschen?

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19 Antworten

Das ist sehr häufig der Fall.

Hinzu kommt noch dass viele Gläubige sich selbst (un)bewusst für das Zentrum des Universums halten und nur aus dem Gedanken dass die größten kosmischen Zauberer der Geschichte der Fiktion nur sie als Zentrum ihrer Aufmerksamkeit hätten, einen Sinn für ihre Existenz ziehen können.

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Viele Menschen geben vor, an einen allmächtigen, gütigen Gott zu glauben, der eh alles am besten weiß und es gut mit einem meint.
Aber die wenigsten Menschen vertrauen ihrem Gott wirklich.

Sie schauen zum Beispiel trotzdem nach links und rechts, bevor sie eine Straße überqueren.

Sie lassen ihre Krankheiten von Ärzten behandeln.

Sie beten

Sie versichern sich sowie ihr hab und Gut.

Sie tun all das und vieles mehr.

Sie tun genau das was man tut, wenn man nicht glaubt, dass da ein Gott ist, dem man vertrauen kann dass es so wie es geschieht am Besten ist.
Die wenigsten Gläubigen vertrauen also ihrem Gott wirklich, sie verlassen sich viel eher auf andere Menschen.
Wie viele Kranke lehnen schon eine Behandlung ab weil sie der Überzeugung sind, dass es ihr Gott schon richten wird oder dass es einen Zweck hat? Das machen nur ein paar Fanatische Gläubige, die zum Beispiel bei der Krebstherapie ein Gebet einer Chemotherapie oder Operation vorziehen.

Die wenigsten Gläubigen vertrauen also ihrem Gott wirklich.

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Kommentar von mulano
29.11.2016, 18:46

Das hat was mit eigenverantwortlichem handeln zu tun und nicht mit keinen Glauben haben.

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Nein, denn Gläubige sind durchaus auch dazu in der Lage anderen Menschen und ihrem Gott zu vertrauen.

 Es gibt sogar einige Religionen die explizit einen guten Umgang mit den jeweiligen Mitmenschen verlangen.

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Kommentar von gottesanbeterin
29.11.2016, 16:36

"Guter Umgang" ist nicht gleichbedeutend mit (womöglich blindem) Vertrauen!

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Nein, das kann man so pauschal natürlich nicht sagen. Egoistisch (sowie auch hochmütig) sind sie jedoch, weil sie dem Trugschluss auferliegen, der Mensch sei das Maß aller Dinge, für den dieser Planet, ja sogar das ganze Universum erschaffen wurde.

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Das würde ich daraus nicht herleiten. Gläubige sind eher die Art von Menschen, die dem Unbekannten mehr vertrauen als dem hinreichend bekannten Menschen, bei dem von vornherein klar ist, daß Vertrauen zu ihm den Untergang bedeuten kann.

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Kommentar von Meatwad
29.11.2016, 18:29

Der Gläubige vertraut dem, wie du ganz treffend sagst, "hinlänglich bekannten" Menschen vollkommen. Denn dieser ist es schließlich, der dem Gläubigen sagt: "Dieses Buch ist Gottes Wort".

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wer sich nicht für andere Menschen interessiert, einsetzt und nötigenfalls aufopfert ist kein Christ, auch wenn er sich so nennt. Gott zu lieben aus ganzem Herzen und seinen Nächsten wie sich selbst, ist die Devise. Wobei "wie sich selbst" bedeutet, das für den Nächsten zu tun, was ich mir selbst wünsche, dass für mich getan werden sollte, wenn ich in der gleichen Situation wäre.
Und es gibt leider eine Menge von Menschen, die sich Christen nennen und nicht danach leben. Welch eine Tragik!

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Kommentar von Einstein2016
30.11.2016, 14:18

Dein Kommentar hier ist sicher wertvoll und zutreffend.

Wenn viele sich Christen nennende Menschen nicht danach leben dann liegt das leider vor allem daran, dass sie zu stark egoistisch geprägten, negativen gesellschaftlichen Einflüssen bzw. tlw. auch hohen Anforderungen ausgesetzt sind und sich deshalb evtl. sogar (unbewusst) den Einflüssen des Bösen zuwenden und dadurch mitunter ganz von ihrem guten christlichen Weg und foglichem Ziel abkommen können.

Dann ist es von hohem Wert, wenn es eben auch solche Christen gibt, welche dieses genau erkennen und dort helfend einschreiten.

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Wieviele Menschen kennst Du, denen Du ernsthaft "blind" vertrauen kannst? ;)

Ich hoffe, die enttäuschen Dich nie.

Vertrauen hat nichts oder nur sehr wenig mit Egoismus zu tun. Denn wenn es das "müsste" dürfte man auch Menschen nicht vertrauen. o.O

Und letztendlich denkt jeder Mensch hin und wieder mal "nur" an sich selbst. Diejenigen, die das leugnen, sitzen für gewöhnlich eher früher als später seelisch ausgebrannt in der Klapsmühle, weil sie an einem unstillbaren Helfersyndrom zugrunde gehen. ;)

Extreme in beide Richtungen sind also grundsätzlich ungesund.

warehouse14

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Sorry, aber ich glaube an Gott, doch deshalb sind mir andere Menschen nicht unwichtig. Deine Vorurteile zeugen für mich nur von zwei Möglichkeiten: Entweder hast Du einfach keine Ahnung, oder diejenigen, die Du andeutest, sind entweder von der Religion her schon keine Christen, oder haben nur keine Ahnung, was am Christsein wichtig ist.

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Kommentar von viviander79
30.11.2016, 09:52

Doch, ich weiß was Christentum ist und ich kannte auch Leute, die wirklich die christliche Gebote befolgten, besonders dem Böse mit Gute zu bezahlen, niemals Gottes Name umsonst zu erwähnen usw. usw. und insgesamt besaßen Menschlichkeit  . Aber ich sehe viel mehr solche, die nur mit ihren Christen-sein angeben, denken nur an sich selbst  - und zwar nur an essen und schlafen und leichtes Leben hier in Deutschland, und falls du ihnen sagst, ''es geht mir nicht besonders gut'', antworten sie begeistert ''Uns geht es gut! Wir glauben in Gott!'' und in ihren Gebeten sprechen sie immer nur Sachen wie ''Gott hilf mir das wie das Haus günstig kaufen und solche es geht ihnen nur um das materielle und zwar in dieser Welt, was nicht christlich ist 

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ich würde es so benennen:

gläubige sind zu feige für das eigenständige leben und brauchen deshalb ihren glauben, denn so können sie all die dinge einer märchenfigur zuschieben, die sie entweder selbst vergeigen, oder die nicht in ihre lebensplanung passen.....ein satz wie: "es ist gottgewollt" ist einfacher, als mal sich selbst die schuld zu geben, wenn man etwas nicht so geschafft hat, wie es eigentlich anders geplant war............ und zudem können sie sich immer damit beruhigen, dass sie nach diesem leben eine 2. chance bekommen, durch eine lustige auferstehung, eine wiedergeburt oder einem paradies..........:)

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Du machst da einen Gedankensprung, den ich nicht nachvollziehen kann. Wie kommst du auf die Behauptung dass ich (weil gläubig) anderen Menschen nicht vertraue und dass ich nur an mich selber denke, mich nicht für den Rest der Menschheit interessiere?

Ich würde sogar behaupten dass es umgekehrt ist, jedenfalls was mich betrifft.

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Für Christen gilt das nicht, denn die Bibel lehrt deutlich:

Von Jesus stammt die "goldene Regel": "Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Menschen tun sollen, das tut ihr ihnen auch!" (Matthäus 7,12a) Daher kommt das Sprichwort, dass man andere behandeln soll, wie man selbst behandelt werden will.

Jesus hat sogar gefordert, seine Feinde zu lieben, was bestimmt nicht immer einfach ist. In der Bibel finden sich viele Aufforderungen, seinen Nächsten gut zu behandeln. Einige Beispiele:

"Tut nichts aus Eigennutz oder um eitler Ehre willen, sondern in Demut achte einer den andern höher als sich selbst." Philipper 2,3

"Vergeltet niemand Böses mit Bösem. Seid auf Gutes bedacht gegenüber jedermann. Ist´s möglich, soviel an euch liegt, so habt mit allen Menschen Frieden. Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem." Römer 12,17.18.21

"So zieht nun an als Gottes Auserwählte, Heilige und Geliebte herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Langmut; ertragt einander und vergebt einander, wenn einer gegen den anderen zu klagen hat; gleichwie Christus euch vergeben hat, so auch ihr. Über dies alles aber zieht die Liebe an, die das Band der Vollkommenheit ist." Kolosser 3,12-14

"Die Frucht des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Gütigkeit, Treue, Sanftmut, Enthaltsamkeit." Galater 5,22-23

"Vielmehr liebt eure Feinde und tut Gutes und leiht, ohne etwas dafür zu erhoffen; so wird euer Lohn groß sein, und ihr werdet Söhne des Höchsten sein, denn er ist gütig gegen die Undankbaren und Bösen. Darum seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist." Lukas 6,35.36

Wie viel besser und weniger egoistisch wäre die Welt, wenn sich die Menschen an diese moralischen Vorschriften halten würden! Leider ist es so, dass gerade auch Christen in diesen Dingen immer wieder versagt haben. Trotzdem sollen wir danach streben, uns so verhalten, wie es diese Bibelstellen von uns fordern (eben "Gott lieben und unseren Nächsten wie uns selbst")...

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Wie kommst du auf so einen Quark? Eher anders herum. Gläubige Menschen gehen sehr vielen guten Prinzipien nach und beziehen ihre Kraft dafür aus dem Glauben.

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Es ist sicher genau umgekehrt. Sich Gott anzuvertrauen und demnach zu leben und zu handeln zeigt sich in ehrhaftem Verhalten, Güte und Weisheit.

Das verstandgesteuerte EGO dagegen versucht ständig oberflächlichen, negativen Einfluss auf das Denken und Handeln der Menschen zu nehmen.

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Kommentar von Giustolisi
29.11.2016, 17:00

Woher soll die Weisheit kommen, wenn man nicht mal antike Geschichten anzweifelt?
Die tief Gläubigen tragen ihre Gläubigkeit nach meiner Erfahrung eher arrogant vor sich her, nennen sich selbst ehrhaft, gütig oder weise und werfen Anderen vor, negativen Einfluss auf das Denken und handeln der Menschen zu nehmen.

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das sind menschen, die in ihrer lebensangst eine stütze benötigen

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Warum sollte man denn überhaupt Anderen (womöglich auch noch blind) vertrauen?

Was hat das denn mit Religion(en) zu tun?

Vertraut man grundsätzlich Anderen, ist das doch bereits eine Erwartungshaltung. Erwartungen  schließen automatisch Enttäuschungen ein.

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Kommentar von Meatwad
29.11.2016, 18:06

Warum sollte man denn überhaupt Anderen (womöglich auch noch blind) vertrauen?

Berechtigte Frage. Tust du nicht genau das bei deinem Gott?

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Viele Religionen sagen ja, dass man sich auf seine Mitmenschen konzentrieren soll

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Im Christentum ist die Nächstenliebe sehr wichtig. Das ist nicht egoistisch.

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Alle Menschen sind egoistisch, ohne Ausnahme. Die Frage ist: Was ist ein Mensch sonst noch. 

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Uhm nimm z.B. Christen.. Die glauben, dass Gott sich in der Liebe, die du anderen Menschen schenkst, offenbart..

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