Sind Frauen unpolitischer als Männer?

9 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ja, sie sind eindeutig unpolitischer, auch wenn dies der jetzige Zeitgeist, mit all seinen neoliberalen Mätzchen leugnet!

Man schaue doch nur mal die Parteiversammlungen an, stets sind Männer in der Mehrzahl und auch in den Foren sind in den Polit-Portalen Männer eindeutig in der Mehrheit. Bekloppt jene, die das leugnen - "kannit verstahn"

Man könnte genauso gut fragen: "Sind nepalesische Sherpas weniger gute Bergsteiger als europäische Männer?" Oder wie kommt es, dass man zwar unzählige europäische und amerikanische Namen von ausgezeichneten Bergsteigern kennt, aber nicht einen einzigen von den Leuten, die einen Großteil der Arbeit machen, damit diese Erfolge möglich werden?

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"Unpolitischer" nicht; aber "anders politisch".

Frauen neigen, und das ist der wichtigste Punkt, nicht zu den großen Auftritten. Und deshalb lassen sie sich leicht von den "lauten Platzhirschen" verdrängen ... oder müssen selbst zu einem werden.

Dementsprechend geht ihnen auch die Ellenbogen-Mentalität der Parteien ab, was in der Regel dazu führt, dass sie es nicht in die "bemerkenswerten" Positionen schaffen. Und wenn sie es doch schaffen, sehen sie sich oft zusätzlicher verunsichernder Kritik ausgesetzt: "Hochgeschlafen? Oder Glück gehabt? Was war's bei dir? ... Und überhaupt: Was sagt deine Familie dazu? Bist du eine Rabenmutter?"

Außerdem haben Frauen a priori einen Hang zur Problemorientierung, was Politik grundsätzlich schwerer macht. (Wahlkämpfe und Abstimmungen werden nun einmal mit "Lösungen" gewonnen; nicht mit "Problembeschreibungen in der 6. Ableitung".)

Und, damit es nicht ausufert, als letzten Punkt: Frauen haben einen anderen Blick auf Probleme: Sie sehen die unzähligen Details ... und verlieren sich oft darin. Aus biologischer Sicht ist das absolut nützlich; aus politischer Sicht erschwert es zusätzlich den zweiten genannten Punkt.

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Insgesamt gesehen sind Frauen denkbar schlechte (politische) Anführer. Aaaaaber: Sie sind die "Tenzing Norgays". 

Und wenn du jetzt die Stirn runzelst und dich fragst, wer oder was das ist:

Das war der Sherpa, der Sir Edmund Hillary auf den Mount Everest brachte und dabei fast dessen gesamtes Gepäck trug, während er ihm gleichzeitig den richtigen Weg wies. Ohne Norgay hätte Hillary nicht einmal die Hälfte des Weges geschafft und wäre jämmerlich erfroren. Einzig dank seines Backups steht heute Hillary in fetten Buchstaben als erfolgreicher Erstbesteiger des Mount Everest in den Annalen der Geschichte, während Norgay nur als Randnotiz für besonders Interessierte gilt...

Deine Frage lässt sich also auch auf sie anwenden: "Sind nepalesische Sherpas weniger gute Bergsteiger als europäische Männer?"

Schöne Antwort, auch wegen Tenzing Norgay. :-)

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Sie sind nicht unpolitischer, aber vielleicht sind sie auf eine andere Art politisch.

Der Großteil der männlichen Politiker lässt aber gar keine Frauen an die entscheidenden Positionen.

so-so und das im Zeitalter der Doppelspitze!

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@voayager

Doppelspitze und Frauenquoten sind ja gerade ein Zeichen, dass Männer ihre Machtpositionen in der Politik mit Zähnen und Klauen verteidigen.

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