Sind Flugzeugkabinen Staatsgebiet von der Herkunft der Fluggesellschaft?

... komplette Frage anzeigen

4 Antworten

Hallo,

nach dem Tokioter Abkommen gelten an Bord eines Flugzeuges sobald die Türen geschlossen sind (oder in Ausnahmefällen sobald es auf der Piste beginnt gas zu geben um zu Starten) und bis die Türen geöffnet sind (oder in Ausnahmefällen bis es auf der Piste nach der Landung zum Stillstand kommt) Das Recht des Staates in dem das Flugzeug eingetragen ist.

Der Pilot hat sehr weitgehende Rechte am Flugzeug. Er darf die Identität der Fluggäste feststellen und er darf eine Straftäter auch fesseln lassen. Er darf diesen Straftäter dann in jedem Land, welches dem Abkommen beigetreten ist absetzen. Dies liefert ihn dann an das Land in dem das Flugzeug eingetragen ist zur Strafverfolgung aus.

Schöne Grüße

Nein, die Fluggesellschaft hat damit nichts zu tun. Es gilt der Zulassungsstaat des Flugzeugs, also bei welcher Luftfahrtbehörde welchen Landes das Luftfahrzeug in die Luftfahrzeugrolle eingetragen ist. 

Den Zulassungsstaat erkennst Du am Kennzeichen hinten am Heck, wobei einige Staaten, darunter die USA (Kennzeichen "N" - aus den Anfangstagen der Luftfahrt), eine etwas eigenwillige Kennung haben. 

Airlines haben damit nichts zu tun. Nur da wo das Flugzeug zugelassen ist 

Das kommt darauf an. 

So lange die Türen geöffnet sind, gilt das Recht des Landes, in dem das Flugzeug sich gerade befindet. 

Sobald die Türen aber geschlossen ist, gilt das Recht des Landes, in dem das Flugzeug zugelassen ist. Der Pilot hat dann das Sagen und ersetzt die Polizei. Es gibt dafür auch einen juristischen Begriff, aber den habe ich wieder vergessen. Aber was das bedeutet: Wenn der Pilot zum Beispiel anordnet, dass einem Passagier Handschellen angelegt werden, dann darf er das. (Gibt ja da manchmal so Spezialisten die sich anders nicht bändigen lassen.)

Was möchtest Du wissen?