Sind Flüchtlinge eher eine Last oder Chance für Deutschland?

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19 Antworten

Ich schreibe mal noch einen zweiten Kommentar um noch etwas auf den wirtschaftlichen Aspekt einzugehen:

Es gibt Wirtschaftshistoriker z.B. Heike Knortz, die die These vertreten dass Deutschlands wirtschaftliche Entwicklung auf lange Frist gesehen durch die Gastarbeiter der 50er eher ausgebremst worden ist als beschleunigt. Die Besetzung der niederen Arbeitsstellen schaffte zwar einen kurzfristigen Wachstumsreiz, bremste die Industrie aber in der Modernisierung. Veraltete Zweige wie der Bergbau oder die Textilindustrie konnten durch die Vollbesetzung künstlich am Leben erhalten werden ohne dem Zwang ausgesetzt zu sein sich modernisieren zu müssen, die Folgen äußerten sich erst Jahrzehnte später. Außerdem wurde das ganze Vorhaben über all die Zeit durch versteckte Subventionen gedeckt.

Das ganze erinnert mich schon sehr an die Situation die wir heute haben. Wir haben auch ein Subventionsverhältnis zu den Arbeitern (wir müssen die ernähren die keine Arbeit finden, was auf unbestimmte Zeit die Mehrheit ist), und die sich anbahnende und notwendige Modernisierung unserer Wirtschaft in Form der Robotik und Automatisierung, wird durch das massive Einstellen von menschlichen Arbeitern gebremst werden, woraus wir auf lange Sicht einen Nachteil ziehen werden.

Noch dazu kommt, dass Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern extrem wenig seines BIP's in die Forschung investiert und so jedes Jahr mehr und mehr seinen Vorsprung verliert. Meiner Meinung nach ist man gerade dabei das Land gegen die Wand zu fahren, und die Regierung Merkel hat die Augen nicht auf der Straße vor sich sondern auf dem Zettel der nächsten Wahlergebnisse. Es ist halt schwierig den Bürgern klar zu machen dass man mal gerade Abstriche machen muss um in einigen Generationen immer noch mit der Konkurrenz mithalten zu können, stattdessen wedelt man lieber mit einer schwarzen Null herum, während Straßen marodieren und Rentner Mülltonnen durchwühlen müssen.

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Sind Menschen die vor Krieg und Vertreibung flüchten, Menschen die in der dritten Welt für unseren Wohlstand ausgebeutet werden eine Last?

Mir scheint das Menschen die entweder fremd oder arm sind, v.a. für die spezifische subalterne Schichten der Gesellschaft eine Bedrohung darstellen "müssen" um eigene soziale Dissonanzen abzudelegieren an Menschen denen es noch schlechter geht.

Zur Frage: Die Chance liegt in beiden Seiten, wie es den Flüchtlingen gelingt sich zu integrieren (statt in Parallel"welten" sich selbst und ihre Familien zu isolieren) und wie es der Gesellschaft gelingt diese Menschen über geeignete Maßnahmen (Bildung, Arbeitsplätze, geeignete Wohnorte usw.) einzubinden.

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Kommentar von adenosi
29.08.2016, 01:26

Wenn du Leute aus der dritten Welt ausbeutest ist dass dein Ding, du musst nicht ganz Deutschland damit belästigen.

Der großteil von dem was hier Flüchtlinge genannt wird sind keine Flüchtlinge sondern normale Immigranten.

Warum sollten Flüchtlinge mit gewalt and Aggression durch mehrere sichere Länder wandern? Über Zäune hinweg, Polizisten ignorierend. Hat vielleicht etwas damit zutun dass sie hier durch unser Solzialsystem Geld und unterkunft bekommen. Merkwürdigerweise sind 80% der Flüchtline Männer.

Die Immigranten können hier nicht arbeiten solange sie nicht qualifiziert sind und die Sprache sprechen. Sie werden aber trotzdem Nahrung und Unterhalt kosten. Dass sie nach Kriegsende wieder gehe ist ein Wunschtraum. Warum sollten sie arbeiten gehen wenn sie hier so oder so Geld bekommen?

Das Kinder-Ehen Problem spricht für sich. Kölln an Silvester spricht für sich.

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Pi mal Daumen sind sie natürlich eher eine Last als eine Chance. Wie auch, welche Chance sollte denn das sein? Ausgerechnet im Zeitalter der Massenarbeitslosigkeit, da kann von Chance für die Einheimischen doch keine Rede sein. Es kommt einer Milchmädchenrechnung gleich, wenn man feststellt, dass viele Flüchtlinge viel Geld kosten und somit die Sozialkassen leeren und die Mieten inklusive Wohnungsnot steigen werden, denn bei den Reichen wird dieser Staat allgemein und diese Bundesregierungen insbesondere, nichts abzwacken!

  Der Nutzwert liegt "nur" in 2 Gründen:

  • ein Akt der Humanität wurde erbracht
  • die unglaublich niedrige Geburtenrate in Deutschland- sie ist eine der neidrigsten weltweit! - würde so Einhalt geboten
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Die Wirtschaft sucht nur billige Arbeitskräfte.
Ist nur nicht der alleinige Aspekt.
Aufgrund naiver Globalisierung und Neoliberalisierung hat Deutschland zunehmende Verarmung und errodierende soziale Sicherheit, schlicht eigene Probleme.
Und eine Poltik die außerstande ist, die diversen Krisen (Euro-, Finanz- und Schuldenkrise) zu lösen.
Ganz zu schweigen von der eigenen Armut im Land.

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Schwer zu sagen, ich denke beides. Darüber müsste es erstmal seriöse Untersuchungen geben auf Bezug der Langzeitauswirkung. 

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Meiner Ansicht nach eher eine Belastung, sowohl wirtschaftlich als auch gesellschaftlich. Die Mathematik müsste eigentlich ein Ökonom machen (ein neutraler), aber unterm Strich wird es eng schätze ich. Selbst wenn es ein Plus wird muss man überlegen ob es das die gesellschaftlichen Kosten wert ist. Viele werden keine Arbeit finden, werden frustriert sein, sich andere Wege suchen an Wohlstand zu kommen, werden sich mit ihresgleichen in Ghettos ansiedeln. Wenn die Nachwuchsrate der kulturell Deutschen so niedrig bleibt, wird es nach und nach zu einer Verdrängung kommen, Deutschlands Gesicht wird sich gravierend ändern. Ob man das schlimm findet muss jeder für sich selbst wissen, ich persönlich finde gut dass es kulturell verschiedene Länder gibt, und Deutschland hat auch einen speziellen Platz in der Kulturgeschichte.

Daneben muss man noch sagen dass das Asylgesetz vorsieht, dass die Asylanten nach Kriegsende das Land wieder verlassen. Selbst wenn man es bewerkstelligt umzusetzen dass hunderttausende unqualifizierte Menschen zu Stützen der Gesellschaft werden, dann wird der Kollaps nur noch größer sein wenn diese Stütze dann urplötzlich wieder weg fällt und sich niemand darauf eingestellt hat.

Ich persönlich vermute ja dass die Rückkehr für viele sowieso nicht angedacht ist, aber darüber kann man dann ja später diskutieren wenn man eigentlich nichts mehr ändern kann. 


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Sowohl als auch;

natürlich sind Flüchtlinge eine Belastung, sei es für die Verwaltungsstrukturen, , das Bildungssystem, die Krankenversicherungen und vieles mehr.

Allerdings sehe ich da auch die Chance unser System auf die Probe zu stellen und veraltete Systeme zu verbessern;

Man hat genau dadurch ja schon einige Male einen Spiegel vorgehalten bekommen.

praktisch findet das jedoch keine Anwendung und es geht eher darum sich möglichst gut zu präsentieren als möglichst gut zu arbeiten.

Das mit den fehlenden Arbeitskräften ist für mich aber kaum ein Argument:

Laut Statistiken sind die meisten Flüchtlinge für unser Arbeitssystem nicht qualifiziert und die Stellen für die man momentan mancherorts Fachkräfte sucht sind schnell gedeckt und danach hat man noch mehr Leute die man irgendwie bilden und im System unterbringen muss.

Was sicher noch erwähnenswert wäre ist, dass man aufgrund individueller Erfahrungen auch Lernfortschritte erzielen kann, das ist aber natürlich nichts was man nur unter dem Thema "Flüchtlinge" unterordnen sollte.

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Das problem ist nur dass deren ausbildungen und abschlüsse in deutschland oft nicht anerkannt sind. Ausserdem können bei weitem nicht alle deutsch

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Vielleicht ja, aber die Frage ist doch wie viele wir (die Wirtschaft) von diesen meist Ungebildeten vertragen kann. Selbst zu viel des Guten kann zur Plage werden. Man sagt es kommen jedes Jahr etwa 300T (in Worten dreihunderttausend)! In 10 Jahren sind das 10 Städte wie Köln. Schon allein die Wohnungen die diese Leute benötigen ist beängstigend.

Landstriche werden zugebaut werden müssen, dann kommt der Energiebedarf, die Lebensmittel - und Gesundheitsversorgung und und und. Das kann ein Land wie D nicht schaffen, Australien vielleicht. Das wird noch viel Ärger geben.

Ich wundere mich dass die Zensoren die Frage nicht wegzensiert haben. Aber vielleicht sind sie alle im Wochenende.

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Kommentar von barfussjim
29.08.2016, 01:03

"Man sagt es kommen jedes Jahr etwa 300T (in Worten dreihunderttausend)! In 10 Jahren sind das 10 Städte wie Köln. Schon allein die Wohnungen die diese Leute benötigen ist beängstigend".

Stell dir vor, jedes Jahr sterben in Deutschland fast eine Million Menschen und machen Platz für Neues. Außerdem ziehen etwa 800.000 ins Ausland. Die Zahl der Neugeborenen und Zuwanderer lag lange Zeit deutlich niedriger, so dass Deutschland eine schrumpfende Bevölkerung hatte. Erst seit wenigen Jahren gibt es wieder einen leichten Zuwachs. Um die Bevölkerungszahl konstant zu halten, braucht das Land eine jährliche Zuwanderung von mehreren Hunderttausend Personen oder einen deutlichen Anstieg der Geburtenrate (2 Kinder pro Frau anstatt nur derzeit 1,3).

Apropos: Köln hat ca. 1.000.000 Einwohner und nicht 300.000.

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Deutschland ist mir völlig egal, mir ist wichtig, dass es den Bewohnern gut geht, und dafür sind Flüchtlinge nur eine Last.

In Bezug auf die Wirtschaftlichen Aspekte hat Hans-Werner Sinn, der Chef des ifo-Insituts recht interessante Aussagen getätigt:


Bildungsniveau:

- 2/3 der Syrer liegen unter Pisa I-Niveau (können nicht schreiben und lesen), und das trotz Ausbildungs-Abschluss.


- 70% der Immigranten aus Krisenländern, die vor zwei Jahren eine Ausbildung in Bayern begannen, haben sie inzwischen abgebrochen; 25% der Einheimischen brechen ab (Handwerkskammer München und Oberbayern).

-> Einzahlung in das Rentensystem ist wohl völlig utopisch.




- 1 Mio. Flüchtlinge kosten in der Generationenrechnung 450 Mrd. Euro (450.000 pro Kopf), unter der Annahme, das die neu ankommenden "Flüchtlinge" in 6 Jahren so gut integriert wären, wie der Durchschnitt der bereits heute vorhandenen alt-Migranten. Auch die alt-Migranten kosten dem Staat netto Geld!

Kriminalität:


  • 25% der Taschen und Gepäck-Diebstähle an deutschen Bahnhöfen wurden von Algeriern begangen, 16% von Marokkanern, 5% übrige Nordafrikaner, 14 % Deutsche, 40% andere Nationalitäten.

    - 2/3 der gefassten Straftäter von Sylvester in Köln waren Asylbewerber.






    Quelle:
    https://www.youtube.com/watch?

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Beides. Durch qualifizierte Flüchtlinge haben wir die Chance das Loch an Nachwuchsmangel zu schließen. Wenig oder gar nicht qualifiziete Flüchtlinge werden wir wohl oder übel noch viele Jahre unterstützen müssen, die uns gar nichts bringen. Das haben wir unserer Kanzlerin zu verdanken. 

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Kommentar von laurent1709
28.08.2016, 20:02

wir schaffen das schon und der andere Trottel der jedem Flüchtling ein Studienplatz verspricht während wir einen NC brauchen

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Eine Last. Denn sie sind im Durchschnitt deutlich weniger beruflich qualifiziert als die Deutschen. Das Niveau sinkt. Vergleich: Wenn du in einen Wassertopf mit 60 Grad weiteres Wasser mit 30 Grad schüttest, wird das Gesamtwasser dann wärmer oder kühler?

Es gibt außerdem keine fehlende Arbeitskraft, denn wir haben schon ohne Einreisende 3 Millionen Arbeitslose. 

Außerdem werden viele wenig qualifizierte Arbeitsplätze durch Automatisierung wegfallen. 

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Schwierige Frage.

Ja, Flüchtlinge können eine große Chance für Deutschland sein, sofern sie sich gut in die Gesellschaft einfügen und arbeiten etc.

Bis dahin sind sie (wirtschaftlich) eher eine Last, allerdings kann man das nicht mit der humanitären Leistung aufwiegen, die wir leisten.

Jede*r Schutzsuchende*r sollte bei uns unterkommen dürfen!

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Kommentar von christl10
28.08.2016, 19:51

Jede*r Schutzsuchende*r sollte bei uns unterkommen dürfen!
...das ist doch wohl etwas übertrieben, meinst Du nicht auch? Deutschland kann nicht die ganze Welt aufnehmen. 

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Es gibt mehr deutsche Arbeitslose, als dass es freie Arbeitsplätze gibt.

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Ich habe keine Zeit,

 über DEINEN Wert oder Unwert zu grübeln !!!!

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Das was du sagst, ist eine Notlüge, um der Bevölkerung zu sagen, dass das doch ein tolles Geschenk ist. 

Die meisten sind Analphabeten...

Das was wir für die Flüchtlinge tun, das ist rein humanitäre Hilfe. Das hat 0, aber auch wirklich 0 mit Wirtschaft ankurbeln zu tun. Das kostet uns Millarden.

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Kommentar von barfussjim
29.08.2016, 00:43

Achso, Flüchtlinge brauchen keine Lebensmittel und Kleidung, konsumieren nicht, wohnen nicht in Unterkünften, die von Bauunternehmen errichtet, Handwerkern instand gesetzt und von Vermietern angemietet werden müssen. Sie brauchen keine Handys, fahren nicht Taxi, Bus und Bahn, brauchen keine Ärzte, Anwälte, Psychologen und Sozialarbeiter. Sie besuchen keine Cafés, Kneipen und Restaurants. Und sie sind ganz sicher nicht in der Lage einer Arbeit nachzugehen.

Deshalb haben sie auch nicht zum Wirtschaftswachstum der letzten Monate beigetragen.

http://www.zeit.de/wirtschaft/2016-01/iwf-studie-fluechtlinge-deutschland-oesterreich-wirtschaftlichkeit-wachstum

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Wenn sie sich gut integrieren, können sie eine Bereicherung sein.

Wenn nicht, nur Last, sonst nix.

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Kommentar von Ifosil
28.08.2016, 19:48

Das stimmt so nicht, in meiner Nähe gibt es eine Stadt, mit einer riesigen japanischen Community. Die sind überhaupt nicht integriert, haben ihre eigenen japanischen Läden und bleiben fast nur unter sich. Trotzdem sind sie eine Bereicherung für die gesamte Region.

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Eine Chance. Deutschland hat eine viel zu geringe Geburtenrate. Wenn alle deutsche Staatsbürger werden und Steuern zahlen würde man damit zB. die Rentenarmut minimieren

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Kommentar von adenosi
29.08.2016, 01:06

Was denkst du woher das Geld kommt mit dem die Flüchtlinge die Steuern bezahlen werden?

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Erst wenn Flüchtlinge arbeiten dürfen.

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Kommentar von BTyker99
28.08.2016, 21:05

Wo sollen wir denn so viele Flüchtlinge herbekommen, um die 600.000 Jobs zu besetzen!? In Deutschland gibt es ja fast keine Flüchtlinge mehr...

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