Sind Firmen die von Arbeitnehmern geführt werden, ein Konzept für die Zukunft?

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9 Antworten

Das kann man rein theoretisch nicht beantworten. Rein definitorisch werden aus Arbeitnehmern, die ein Unternehmen führen, eigentlich Unternehmer und wenn sie auf Fremdarbeiter zurückgreifen, auch Arbeitgeber. Man muss es halt mal ausprobieren. Unsere Wirtschaftsverfassung lässt das ja zu, wenn die nötigen Kapitalien zusammenkommen und eine der möglichen Rechtsformen gewählt wird. Meines Wissens sind bis jetzt Versuche gescheitert. Der Begriff Unternehmer ist ja an die Funktion gebunden und nicht an eine arbeitnehmerfeindliche Einstellung.

Um auf diese Weise ein Unternehmen führen zu können bedarf es AN, die fähig und bereit sind, sich regelmäßig mit den üblichen Unternehmensfragen auseinander zu setzen. 

Da dazu nicht jeder Mensch fähig ist, ist absehbar, dass es zwar eine sicherlich wachsende Zahl solcher Unternehmen geben wird, aber eben nicht nur. 

Der Mensch ist von Natur aus ein Herdentier. In einer Herde gibt es eine Führung und eine Masse, die folgt. 

Wollen wir als Gesellschaft, dass weniger Individuen auf Führung angewiesen sind, müssen wir unser jetziges Erziehungsmodell einschließlich Kita und Schule gravierend verändern. Also den einen und den anderen Artikel des Grundgesetzes dort als verbindlich einziehen lassen. 

Zu befürchten ist, dass die von den sogenannten Volksparteien angebeteten Unternehmen massiven Widerstand dagegen leisten. 

Ok. Die sind nicht der Souverän in diesem Staat. Das wissen aber sehr viele Mitglieder des tatsächlichen Souveräns in diesem Staat nicht. 

Spanien hat eine andere Kultur, einen anderen Umgang mit Kindern. Es kommen also andere Ergebnisse dabei heraus. 

Bei uns bleiben bis jetzt solche Unternehmensstrukturen klein. 

Wir leben in keinem wie auch immer gearteten Sozialismus, daher stellt sich deine Frage nicht. Im Kapitalismus gibt es keine Arbeiterselbstverwaltung. Dies gibt es nur in Genossenschaften in sehr selten Fällen. Meist sind solche Betriebe allerdings nicht wirklich konkurrenzfähig.

Das Modell hat meines Wissens schon der Umzugsunternehmer Klaus Zapf in den Anfangsjahren versucht.

Schließlich wurde das Prädikat "Im Besitz der Belegschaft"  nach einem Rechtsstreit in "mit Belegschaftsbeteiligung" geändert und schließlich ganz fallen gelassen.

Die Realität hatte die Idee eines Besseren belehrt.

Das ist ja das Prinzip der Genossenschaften.

Funktioniert ganz gut, wenn faehige Leute das richtige Konzept haben, dann gibt es auch gesunde Betriebe.

Google selber nach dem Genossenschaftsprinzip.

das kommt drauf an. es wird nicht funktionieren wenn da 100 leute bestimmen wollen wie was produziert wird

Ist bei Handwerksbetrieben und kleineren Geschäften nicht unüblich, dürfte aber umso schwieriger werden je größer die Firma und je komplexer das Produkt ist.

pasixundy 23.01.2017, 13:13

also in dem Video wird in den ersten 10s ein Bsp erwähnt,welches schon ziemlich groß ist.

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teafferman 23.01.2017, 16:25
@Trumpete

Trumpete

Hättest Du mal den von Dir selbst eingestellten Link durchgelesen, wärst Du nicht auf die Idee gekommen, eine UnternehmensGRUPPE einem Unternehmen gleich stellen zu wollen. 

Über diese Unternehmensgruppe habe ich - wenn ich recht erinnere auf Arte und DLF - einige Informationen abspeichern können unterm Pony. 

Jedes einzelne Unternehmen dieser Unternehmensgruppe trifft seine Entscheidungen kollektiv. Sie haben also keine seperate Geschäftsführung. In der Regel. Es sei denn auf Beschluss der AN-Versammlung für begrenzte Zeit. 

Solche Unternehmen gibt es mittlerweile auch in verschiedenen Branchen in D. 

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Nein.

Was sollte dann anders werden?

Also so was wie Volkseigene Betriebe oder Produktionsgenossenschaft? Das ist schon mal kräftig in die Hose gegangen

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