sind eingescannte Unterschriften gültig? - wie beweisen dass nicht unterschrieben?

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3 Antworten

Das hab ich mich ehrlich gesagt auch schon gefragt, zumal mein charmanter ExChef, seines Zeichens BWL und Betriebsleitung, mir mal grinsen sagte, ggf. könne er immer behaupten, er habe nicht unterschrieben, sondern ein MA habe das einfach mit der Scan-Signatur unterschrieben (und er hatte kein PW drauf oder so).

ja so ähnlich ist das bei uns auch, manchmal generiert auch eine Kollegin für mich ein Angebot und setzt meine Unteschrift drunter - insofern ist da auch kein PW drauf - und selbst wenn: jeder könnte sich aus einem alten Angebot die Unterschrift einfach rauskopieren.

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Solange der Unterscheibende im jeweiligen Fall zu seiner Unterschrift steht gibts erstmal kein Problem. Inetessant wirds, wenn er abstreitet, die Unterschrift autorisiert zu haben.

Wenn ein dritter die Unterschrift einfügt, muss er nachvollziehbar darstellen können, dass er in direktem Auftrag des Unterschreibenden gehandelt hat. Wenn der Chef also eine Unterschrift vor Gericht bestreitet, die Sekretären aber als Zeuge aussagt, dass der Chef das Dokument so zum Versand angeordnet hat, wird er nicht durchkommen.

Bei wichtigen Verträgen, wo Streit zu befürchten ist, solltem sich lieber eine handschriftliche Unterschrift holen.

sehe das trotzdem problematisch - jeder kann jederzeit behaupten er habe das nicht unterschrieben und umgekehrt kann jeder von jedem die Unterschrift nehmen und davon ausgehen, dass es sogar rechtsgültig ist... - da stimmt doch was nicht!

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@allocigar78

In dem Fall aus dem Link scheint es, dass der Gegner das Dokument wegen fehlender Unterschrift anfechten wollte. Der Unterzeichner hat die Unterschrift nicht bestritten sondern bestätigt.

Ein Vertrag kann ja auch mündlich geschlossen werden - relevant ist die übereinstimmende Willenserklärung und solange die erkennbar bleibt, klappt auch mit der digitalen Unterschrift.

Außerdem ist der Versandweg interessant - bei einem Fax und einer EMail kann man den Absender erkennen und den komplett zu fälschen ist nicht wirklich einfach. Somit wäre der Unterschriftenmissbrauch firmenintern zu klären.

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@Jorgfried

ja, aber es könnte sich ja jeder Mitarbeiter aus der Fa. meine Unterschrift auf einen USB ziehen, mit nach Hause nehmen und künftig in meinem Namen Verträge, Überweisungen etc. unterschreiben... - davor habe ich ehrlich gesagt etwas Bammel....

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@allocigar78

Wer online Verträge akzeptiert, ohne den Absender zu verifizieren, ist selber schuld und muss mit einem Widerruf leben. Wenn du keine Widerrufsbelehrung bekommst, kannst du dass jederzeit tun.

Sollter der Fälscher ermittelt werden, drohen empfindliche Strafen.

Trotzdem bist du natürlich gut beraten, wenn du deine digitale Unterschrift nicht unkontrolliert weitergibst.

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