Sind Eichen wirklich so Widerstandsfähig wie ihr Ruf?

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5 Antworten

Eichenholz neigt zur Rissbildung. Es muss daher sorgfältig schonend getrocknet bezehungsweise sein Feuchtigkeitsgehalt auf die spätere Verwendung eingestellt werden.

Hat man das hinbekommen, eignet es sich gut für alles mögliche und ist zugleich historisch vergleichsweise gut verfügbar gewesen.

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Vergleiche mal einen Eichenbalken der 200 Jahre alt ist mit dem 200 Jahre alten Balken irgend eines anderen Holzes das hierzulande wächst.

http://www.expertenstation.hausdeswaldes.de/index.php?id=544

Ein früherer Bekannter von mir wohnte mal in einem uralten Häuschen mit seiner Familie (dieses Haus existierte da schon ein paar hundert Jahre). Nun jedenfalls, seine Bohrmaschine scheiterte als er einmal etwas an einem der Eichenbalken an der Decke bohren wollte.

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Klar gibt es auch härtere Hölzer, aber Eiche ist schon ein recht hartes Holz. Schau doch mal in einem Kamin wie lange welches Holz brennt und vergleiche es z.B. mit einer Birke ;)

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Das Holz der Eiche enthält eine Menge Gerbsäure - das merkt man auch wenn man einen Eisennagel ins Holz schlägt, dann wird das Holz um den Nagel herum blau.

Ein Nebeneffekt dieser Gerbsäure ist, dass das Holz den Schädlingen nicht besonders schmeckt und diese auf andere Hölzer ausweichen.

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Das härteste einheimische Holz ist das der Robinie. Es hat ungefähr die Härte von tropischen Edelhölzern. Die Brinellhärte ist 45.
Dagegen hat die Eiche eine Brinellhärte von 34. Härter ist die Esche mit 38, gefolgt von der Hainbuche mit 36. Das härteste europäische Holz ist die Olive mit einer Härte von 51.
Du siehst, die Eiche bewegt sich im Mittelfeld..

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Skinman 02.03.2016, 17:59

Härte ist allerdings bei Weitem nicht alles. Ab davon, dass es schlicht weniger Robinien gibt, neigt dieser Baum auch zu verdrehtem Wuchs, so dass man kaum breite gerade Bretter draus gewinnen kann, und verzieht sich entsprechend "chaotisch".

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