Sind diese Erziehungsmethoden im Kindergarten normal?

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7 Antworten

Mir stellt's echt die Haare auf, wenn ich mir vorstelle, dass in einem Kindergarten heutzutage "Frischluftentzug" als Strafe eingesetzt wird!

Wenn Du am Montag Deinen Großen in den integrativen Kindergarten bringst, kannst Du ja die dortige Leitung mal fragen, ob sie vielleicht auch einen Platz für Deinen Kleinen haben. In den integrativen Kindergärten in meiner Umgebung nehmen sie durchaus auch - bitte nicht falsch verstehen, ja? - "normale" Kinder auf, wenn die Plätze nicht alle belegt sind, und besonders Geschwisterkinder sind dort immer sehr willkommen. Darüber hinaus profitiert der "Kurze" mit 2 Jahren sicherlich von einer integrativen Einrichtung viel mehr - der Druck ist nicht so groß, die Toleranz groß geschrieben und durch die meist geringere Gruppenstärke findet sich eine viel stärkere Hinwendung zum einzelnen Kind. Und ich persönlich finde, dass die Kinder gerade in so frühen Jahren sehr viel Verständnis und Akzeptanz für die Handicaps anderer entwickeln, wenn man ihnen die Möglichkeit bietet.

Liebe Grüße und alles Gute für Euch, grudge777

ameryjoline 02.11.2012, 21:41

Es sind auch "normale"Kinder in dem integrativen Kindergarten, auch in seiner Gruppe. Ich werde dort mal nachfragen ob dort noch ein Platz frei ist. Vielen Dank!

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Ich finde diese Erziehungsmethoden im Kindergarten nicht gut. Als ich früher im Kindergarten war (vor 12 Jahren) gab es so eine Kindergartenleiterin. Z.B. hab ich mit Wachsmalkreiden gemalt und musste dann nur kurz aufs Klo und wollte danach weitermalen, aber meine Kreiden waren dann nicht mehr da, als ich wiedergekommen bin und die Leiterin meinte nur, dass ich mein Zeug wegräumen muss und ich durfte danach einen ganzen Monat nicht mehr malen.. Und malen war einfach meine Lieblingsbeschäftigung. Das Schuhe binden war auch so ein Thema, wer das nicht konnte, durfte nicht mit den anderen Kindern spielen und musste stattdessen in einem Raum sitzen (von dort konnte man die spielenden Kinder sehen) und schwere Puzzles machen. Zu hause wollte ich dann auch nicht mehr mit meiner Mutter puzzeln, weil ich deswegen puzzeln gehasst habe. Mein kleiner Bruder ist dann auch in diesen Kindergarten gegangen und hat dann jeden Morgen geweint und wollte partout nicht hin. Dann hat ihn meine Mutter in einem anderen Kindergarten ( ist viel weiter weg, war der einzige KiGa in der Nähe ) angemeldet. Dort hat es ihm dann viel mehr Spaß gemacht. Also mein Tip wäre, ihn woanders anzumelden, weil man davon echt ein Trauma (zwar ein nicht so schlimmes, aber für Kinder trotzdem nicht schön) davontragen kann. Ich hoffe, ich konnte dir helfen. :)

Ich habe selber 20Jahre in einer Kita gearbeitet. Das ist ja schon unverschämt, was die dort mit den Kindern machen. Ich würde mit der Leitung sprechen. Außerdem würde ich mit den anderen Eltern reden. So geht es ja nicht. Alleine mit dem Essen ist schon ziemlich eigefahren. Wir haben immer den Tisch für alle gedeckt, mit den Kindern eingekauft und dann gemeinsam gefrühstückt. Es gab Obst, Brötchen oder Brot, Wurst, Käse, Marmelade u.a. Das war immer toll und war für das Zusammengehörigkeitsgefühl super. Wenn gar nichts hilft würde ich den Kindergarten wechseln.

Als normal würde ich das nicht bezeichnen, allerdings kommt das auch in anderen Einrichtungen vor, wie z.B. in der, in der ich selbst als Kinderpflegerin arbeite bzw. ein Praktikum mache (integrative Tagesstätte). Dort werden die Kinder, wenn sie ihre "5-Minuten-Phase" haben, ohne Jacke in den Garten oder in andere Räume gesperrt...

Ich finde das ganz und gar nicht okay, traue mich allerdings nicht, das zu melden, da ich noch in der probezeit bin. Nun stellt sich mir also, genau wie dir, die Frage "was tun"?

In deinem Fall würde ich das auf jeden Fall melden und den KIGA wechseln.

liebe Grüße, Beejee

Da hätte ich sofort das Jugendamt informiert. So etwas geht nicht, verstößt meiner Meinung nach gegen die Menschenwürde.

Das mit dem Essen wird häufiger praktiziert, und ist meiner Meinung nach genau so unverschämt. Dein Kind kann und darf essen was es möchte, selbst wenn der Ansatz mit der Gesundheit bei Ernährung sehr wichtig ist. Aber Zwang etwas bestimmtes essen zu müssen geht nicht, ich würde das als Nötigung empfinden.

VustigerLogel 02.11.2012, 21:27

Verbünde dich mit den Nachbarn die die gleichen Probleme haben, und sprecht die Probleme an, wenn es nicht besser erst mal Jugendamt einschalten. Die BILD kann eine gute Story immer gebrauchen.

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Honig und Marmelade sind einer der Gründe für dicke Kinder.

Finde ich gut dass sowas unterbunden wird von Kindergärten.

ameryjoline 02.11.2012, 21:39
  1. Honig ist kein Dickmacher, wenn er in Maßen genossen wird.
  2. Unsere Kinder essen Käse und fettarme Wurst (allerdings abends)
  3. Ich mag morgens auch keinen Käse und keine Wurst und esse morgens auch Honig und Marmelade
  4. Mein Sohn isst alles an Gemüse und Obst und das gibt es zusätzlich dazu.
  5. Ich finde es viel schlimmer, dass ein Kind solange dort sitzen bleiben muss, bis es aufgegessen hat. Es gibt auch Menschen, die schon vorher satt sind. Und das ist das Problem. Davon wird man dick. Wenn man weiter essen muss, wenn das Sättigungsgefühl schon "Stopp" sagt. Davon werden die Menschen dick. Wie viele Menschen haben kein Sättigungsgefühl mehr!!!
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grudge777 02.11.2012, 23:13

Dieser Hang zum absoluten Süßigkeitenverbot hat wohl mehr dicke Kinder auf dem Gewissen als Marmelade und Honig zusammen, denn anstatt ein gesundes Verhältnis zu und auch den Genuss von Süßigkeiten zu lernen, produziert man ein Schuldgefühl verknüpft mit etwas Schönem.

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Ich würde den Kindergarten wecheseln.

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