Sind die Sanktionen gegen Russland der Grund für den Milchpreisverfall?

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9 Antworten

Uuuuuuh, da ist es schon fast unmöglich, an dem Wort Jein vorbei zu kommen. 

Die Sanktionen GEGEN Russland haben direkt keinen Einfluss auf den Milchpreis. Allerdings die hat die Gegenreaktion Russlands auf diese Sanktionen in Form eigener Sanktionen gegen die EU direkt Wirkung auf die Milchpreise. 

Was den Export von Milchprodukten angeht, war Russland (2013?) mit etwa 14% ganz klar der größte Käufer, noch vor den USA und China, mit jeweils bummeligen 10%.

Jetzt geht aber nichts mehr nach Russland und die Absatzsteigerung nach China fängt diese Mengen auch nicht ab.

Dazu kommt noch, dass von den Milchverarbeitungsbetrieben ein ziemlich klares Wachstumssignal an die Landwirte gesendet wurde. Mit dem Wegfall des russischen Marktes hat keiner gerechnet, alles glaubte an fette Kohle aus China, die anfingen, kräftig einzukaufen und auch Mehrbedarf prognostizierten.

Also steht die gesamte Milchbauernschaft jetzt vor einem Problem, dass sie im Grunde nicht verursacht hat. 

Es wurde den Prognosen und den sich aufplusternden und erweiternden Molkereien geglaubt und ordentlich in neue Ställe und Technik investiert, damit man den scheinbaren Bedarf decken und daran verdienen kann. 

Das Ergebnis ist politisch unkorrekt formuliert: Pustekuchen! War wohl nix! 

7% mehr Milch bei gleichzeitig sinkenden Absätzen...

Nur blöd, dass die Ställe und Co. trotzdem finanziert werden wollen... Also wird -zumindest von einigen- mit der vorhandenen Technik produziert wie verrückt, um doch noch etwas Geld zu bekommen.

Und diese Verzweiflung kann man dann bei Lidl und Co. an der Milchpalette sehen: 46 Cent für Vollmilch! Ganz übel. 

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Soweit ich weiß, waren es auch Landwirtschaftliche Produkte, die nach Russland exportiert wurden. Kannst also damit durchaus recht haben. Der Preis ist schließlich deshalb so niedrig, weil es ein Überangebot gibt, den man jetzt nicht los wird. 

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hoermirzu 01.06.2016, 10:16

Andrerseits leben Hochleistungs-Milchkühe ohnehin nur fünf Jahre, das Problem sollte sich in zwei Jahren von selbst gelöst haben. 

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Mindestens zum Teil ja. Aber letzendlich ist es die weltweite Deflationskrise, die wir hier etwas besser beobachten können.

Ein Paar Zahlen für dich. Russland versorgt sich zu 80% aus Eigenproduktion mit Milch. Noch 10% werden aus Weissrussland importiert(also von Sanktionen unbetroffen).

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Es ist ein Grund von vielen. Die Hauptgründe liegen bei den Verbrauchern und Supermärkten: die wollen alles möglichst billig haben. Außerdem wird zuviel Milch produziert.

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Fielkeinnameein 31.05.2016, 12:38

Sry aber das ist lächerlich einfach immer alles auf die Verbraucher und ihre Geiz ist Geil Mentalität zu schieben. Niemand hat  Probleme damit ein paar Cent mehr für Milch zu bezahlen. Das aktuelle Problem liegt an der falschen Russlandpolitik undden überflüssigen und überzogenen Sanktionen. 

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hoermirzu 01.06.2016, 10:26
@Fielkeinnameein

Auch nicht die Russlandpolitik! - Will man in der Nachbarschaft Kriege haben?

Milch kostet zwar in den Supermärkten wenig, das ist für ein Grundnahrungsmittel auch gut so - Was hat denn die Forderung der gn. Ministerin Kühnast nach höheren Preisen gebracht? Dioxin in Bio-Schokolade, ... Sicher keine Sicherheit, dass teurere Lebensmittel artgerecht, fair bezahlt, umweltverträglich, ..., produziert werden.

Von meiner Milch mit 1,5% Fettgehalt wird auch noch Sahne, ..., gemacht, die Buttermilch, die viel teurer ist als Milch, ist eigentlich ein Abfallprodukt das man früher an Schweine verfüttert hat.

Dazu kommt, das -ohne neidisch zu werden- Bauern selbst in der reichen BRD gefördert werden, sei sonst nur (Schummel) VW.

Immer auf dem Boden bleiben und auch andere Aspekte beobachten!

Einen schönen Tag noch, vielleicht mit einem Glas Milch mehr!

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Nein Russland ist nicht daran schuld, sondern eine Lebensmittelkette die den Preis fü 1 Liter Milch auf 0,45€ gesenkt hat.

Daraufhin waren alle Mitbewerber gezwungen die Preise ebenfalls zu senken.

Von da an war es das "Todesurteil" für einen Milchbauern - der musste mehr produzieren und nun gibt es ein Überangebot

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Fielkeinnameein 31.05.2016, 12:30

Der Deutsche Bauernverband behauptet sogar selbst das der Auslöser die Sanktionen gegen Russland waren. Diese sind soweiso komplett übertrieben und unnötig.

Und jetzt darf der Steuerzahler das ausbaden .. 

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oki11 31.05.2016, 12:32
@Fielkeinnameein

Ja sicher, Russland ist auch daran Schuld wenn ich morgens an einer roten Ampel stehe :-)

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Fielkeinnameein 31.05.2016, 12:36
@oki11

Keine Ahnung welchen Film du dir schiebst aber wenn überhaupt sind die Schuld die die Sanktionen gegen Russland beschlossen haben und nicht Russland.

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Auch, aber auch die Gier der einheimischen Bauern.

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Schwachsinn!

Putin, der ja nicht Russland ist, muss erfahren, dass er nicht allein auf der Welt ist.

Er selber und auch seine "Speichellecker" werden keine Not spüren; das russische Volk ist Entbehrungen gewohnt.

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Huckebein 31.05.2016, 13:38

Er  selber und auch seine "Speichellecker..."  

Mir fielen beim Lesen spontan die wahren Speichellecker ein, die entgegen aller Vernunft und eigener Interessen die Sanktionen gegen Russland verhängen...

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Ja, sie sind es.

Siehe dazu folgenden Artikel aus den Wirtschaftsnachrichten:

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/05/30/russland-sanktionen-werden-zum-problem-fuer-bayern/

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hoermirzu 01.06.2016, 10:11

Schon die Kunstfigur DDr. Kurt Ostbahn besingt die "Napoleons" dieser Welt, die mit dem "zu kurzen Zünder".

Bei den Bauern hat sich, selbst durch ihre inzwischen hohe Bildung, kaum etwas geändert. Es gibt eben welche mit Weitblick aber auch andere; in anderen Wirtschaftsbereichen, ist das nicht anders.

Die Geschäfte, nicht nur im Lebensmittelbereich, waren eben riskant, weil eine staatlich gelenkte Wirtschaft mit den Launen der jeweiligen Diktatoren drehen kann. Da war eine Zeit lang gut zu verdienen, jetzt ist eben Pause. Jammern verbessert das Leben des Volkes aber überhaupt nicht. 

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Huckebein 01.06.2016, 11:14
@hoermirzu

Etwas schwer zu verstehen für meinen beschränkten Geist, aber der Tenor ist klar:
"Putin hat Schuld.:)

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Es ist ein Mitgrund 

Da Russland in der Vergangenheit der grösste Abnehmer war 

Es spielen viele Faktoren mit ein 

Bevor der rapide Abfall kam wurden Ställe etc modernisiert etc 

Nun müssen die natürlich weiter unterhalten werden,  die Kosten durch abfallende Märkte werden aber über den Ertrag nicht mehr gedeckt 

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