Sind die Priester an der Beichte nicht wirklich interessiert?

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6 Antworten

Gute Beichtväter sind so selten wie gute Ärzte ;-). Einmal  - so haben die Ratgeber ja schon geschrieben - wird ein Priester auch mal müde und ist ja auch kein Übermensch. Zum anderen besteht das Sakrament ja in der Zusprache der Vergebung Gottes, in der Absolution. Damit ist es gültig.

Wenn Du einen guten und bei Deiner Lebenspraxis hilfreichen Beichtvater finden willst, mußt Du ein bißchen suchen. Du darfst nicht zu irgendwem gehen, sondern zu einem Priester, der Dir sympathisch ist und mit dem Du auch ausmachen kannst, daß er Dein Beichtvater sein soll. Mit der Zeit wird er Dich und Du ihn kennenlernen und dann wird er Dich auch beraten und Dir weiterhelfen können. Wenn Du zu einem Priester gehst, mit dem Du keine persönliche Beziehung hast, kann das nicht so ideal klappen, wie es wünschenswert wäre - jedenfalls nicht immer. Gruß, q.

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Ich denke, für Priester ist es nicht so einfach, die Bedürfnisse des Beichtenden einzuschätzen. Der eine kommt, bekennt seine Sünden und möchte gerne praktische Tipps und Hilfe für ein gutes Leben aus dem Glauben. Der andere kommt, weil er Mist gebaut hat, schämt sich womöglich und will gar nicht, dass der Priester lang und breit darüber redet. Er will das einfach los haben - um hier mal zwei Extreme zu nennen.

Zudem weiß der Priester nicht (immer), wie viele Leute noch warten. Auch das könnte ein Grund für die Eile sein. Entscheidend ist in jedem Fall die Spendung des Sakraments, wie würdig oder unwürdig das auch immer geschieht.

Warum sprichst du dem Priester im Beichtstuhl nicht darüber, dass du gerne ein bißchen mehr möchtest als nur den Fahrkartenautomat. Manchmal ist es auch so, dass sich der Priester bei einem Beichtgespräch mehr Zeit nimmt und sich darauf einstellt, dass hier ein "Mehr" gewünscht ist.
Einen Versuch ist es sicher wert.

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Ichthys1009 05.05.2016, 16:26

Meistens versuche ich, dem Priester das zu sagen. Nicht jeder Priester geht darauf ein.

Vor allem die Priester, die im außerordentlichen Ritus die Sakramente spenden, verbitten sich oft direkt, dass man aus der Beichte ein "Beichtgespräch" macht.

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Hallo Ichthys1009,

wenn man einen guten Beichtvater gefunden hat, eventuell auch nicht im Beichtstuhl sondern in einem Beichtgespräch, dann hat man Glück gehabt.

Es kommt allerdings auf den Erwartungshintergrund an. Wenn ich mir als Effekt den Ersatz für eine psychotherapeutische Behandlung vorstelle, dann ist das zwar günstig, ist aber nicht der Hauptsinn des Sakramentes.

Und der liegt in der inneren Wirkung des Sakramentes, der Sündenvergebung durch den Priester. Wenn der das gültig vollzieht, dann ist das eben das Wichtigste, egal, ob das jetzt für dich ansprechend ist oder nicht.

Die Art, wie manche Priester das vielleicht handhaben, würde ich dann aber auch nicht als unwürdig oder auch nicht als Missbrauch bezeichnen.

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Die Beichte dient nur dazu, dass du dir beim sprechen über deine "Sünden" oder was auch immer du loswerden willst bewusst wirst und weist dass es falsch war und um "Vergebung bittest" was der Priester dazu sagt solltest du dir nicht zu sehr zu Herzen nehmen außer du willst das ER dir vergibt.

Tut mir leid falls ich falsch liege ich bin nicht gerade gläubig.

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Hör du dir mal hunderte "Sünden" jeden Tag an. Dann haste auch kein Bock mehr auf immer wieder dasselbe Blabla.

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DonkeyDerby 14.07.2016, 10:21

lol

Aber wer das nicht abkann, hat als Priester seinen Beruf verfehlt...

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wie du es erlebst, liegt an dir - an deinem glauben, nicht der priester vergibt, sondern gott

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DonkeyDerby 14.07.2016, 10:21

Dann reicht es aber auch, wenn man Gott die Sünden erzählt, den Mittler kann man dann getrost weglassen.

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