Sind die Polizisten in den USA rassistisch oder schlecht ausgebildet oder warum wird ständig ein unschuldiger (Schwarzer) erschossen?

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6 Antworten

Nunja, was ist denn bis jetzt raus bei diesem Fall?

Die erschossene Person hatte eine Waffe im Auto.

Der Polizist hat aus irgendwelchen bisher unbekannten Gründen gefeuert. 

Möglicherweise hat die Person zum Handschuhfach gegriffen, und dies interpretierte der Polizist als einen versuchten Griff zur Waffe. 

Das sind Unfälle, die passieren.

In den USA sterben extrem viele Polizisten. Während es in Deutschland eher eine Seltenheit ist, dass Polizisten scher verletzt oder gar getötet werden, kommt dies dort mit regelmäßiger Häufigkeit vor. Auch sehr oft bei Verkehrskontrollen, wo die Person es nicht einsieht, ein paar Dollar für ein vergehen zu zahlen. Griff zur Waffe -> Polizist tot. Nur hört man von diesen Fällen eher selten, eigentlich nie. Es kommt natürlich viel besser bei den Menschen an, zu schreiben, dass ein schwarzer erschossen wurde, und die Polizei rassistisch ist.

Aber um mal die Zahlen klar darzulegen, so wie sie vielleicht nicht hier in Deutschland ankommen:

38% der Amerikanischen Bevölkerung sind Schwarz. 

Im Jahr 2015 erschoss die Polizei dort 1134 Menschen.

577 waren weiß, 300 waren Schwarz. (und dann noch 193 hispanischer Herkunft. Diese lassen wir mal außen vor).

Also insgesamt 877 Schwarze oder weiße von der Polizei erschossen.

-> 34% der erschossenen in den USA sind schwarz. Das kommt doch ziemlich nah hin an die 38%, oder?

Sicher, es gibt auch Rassistische Fälle, das will ich gar nicht leugnen. Aber reden wir mal über den normalen Polizisten aus den USA, der den Großteil aller Beamten ausmacht:

Sie stehen extrem unter Druck, denn im Jahre 2014 wurden insgesamt 173 Polizisten in den USA im Dienst getötet. 

Zum Vergleich Deutschland: 

Hier wurden in den letzten 30 Jahren (Stand 2002) gerade einmal 118 Polizisten getötet. In beiden Ländern steigt die Gewaltbereitschaft gegenüber den Beamten aber kontinuierlich an.

Und wenn du dir das Video genau anschaust und hinhörst, hörst du den Beamten folgendes sagen (Sinngemäß):

Ich habe ihm doch gesagt, er soll die Hände da lassen, wo ich sie sehe. 

Die Stimme hört sich absolut gestresst an. 

Rein von der Menschlichen Seite bewertet, hier liegt kein kaltblütiger Mord vor, sondern ein Polizist, der (eventuell, ist ja noch nicht geklärt) aufgrund des Stresses Überreagiert hat. So wie sich seine Stimme anhört, wollte er sicherlich niemanden erschießen, denn jemanden zu erschießen ist nicht einfach, und sorgt auch bei Polizisten meistens für überaus unschöne Folgen psychischer Art.

Am Ende lässt sich ganz klar sagen:

Wegen einer komplett bescheuerten Berichterstattung steht die US-Polizei total schlecht da, und zwar unverdient. 

Es passieren Fehler, auch bei Polizisten. Aber meistens ist der Schusswaffengebrauch gerechtfertigt, selten ist es ein Fehler, und in sehr sehr wenigen Fällen ist es Rassismus. Aber der normale Polizist in den USA riskiert jeden Tag sein leben wegen Lappalien, und hat sicherlich nichts böses oder rassistisches im Hinterkopf. 

LG

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Kommentar von roboboy
07.07.2016, 18:59

Hör dir einfach nur mal an, was der Polizist sagt. Dann hast du keinen rassistischen übergriff sondern einen absolut geschockten und gestressten Polizisten, der dachte, dass die Person an die Waffe will.

Außerdem wird gesagt, dass die Schüsse in den Arm fielen, und zwar von der Frau. Dass hier die Kugeln durch den Arm durchgeschlagen und im Bauch zu stehen gekommen sind, ist einfach nur blöd gelaufen auf gut deutsch. Für mich scheint die Situation relativ klar.

Polizist weiß, dass Person Waffe hat. 

Polizist sagt Person, die Hände oben zu halten.

Person greift dennoch in die Tasche.

Polizist wertet dies als Versuch, an die Waffe zu kommen (verständlicher weise)

Polizist schießt in den Arm, damit Person nicht an Waffe kann

Kugeln durchschlagen Arm und werden so zu tödlichen geschossen im Bauchraum. 

LG

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Kommentar von furbo
07.07.2016, 19:46

Wie kommst du auf 38 % Afroamerikaner? Der tatsächliche Anteil liegt bei ca. 13 %.

Damit ist deine Berechnung falsch und obsolet. 

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Naja, ob das jetzt so häufig vorkommt wie das manche vermuten ist die andere Frage.

Generell können immer Fehler passieren;  das Problem ist halt, dass in vielen von diesen Problembezirken dunkelhäutige Gangs gibt und sich daher natürlich von vorneherein ein gewisses Stereotyp bildet;

Wenn man jetzt noch dazunimmt, dass es dort sehr viele Schusswaffen gibt und Schießereien im Vergleich zu anderen Gegenden oder Ländern dort an der Tagesordnung sind ist es nachvollziehbar, dass dort die Polizisten auch viel schneller zu einer Waffe greifen um sich oder andere zu schützen.

Natürlich kann man das im Einzelfall durch eine vielleicht verbesserte Ausbildung minimieren (wobei man ohnehin sagen muss, dass es dort viele Polizeien mit sehr unterschiedlicher Ausbildung gibt, wobei im Städtebereich diese meist recht umfangreich ist), aber ganz verhindern wird man das kaum können ohne die Bedingungen zu ändern.

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Ich denke, da kommt beides zusammen. Rassismus und nur rudimentäre Ausbildung. Ca.  15 Wochen dauert die Ausbildung eines US-Polizisten in der Regel.

Hier ein Bericht über die Dauer und Inhalte der Ausbildung:

http://www.tagesschau.de/ausland/usa-polizeiausbildung-101.html

Im Vergleich dazu die Ausbildung der deutschen Polizei, sie dauert mindestens 2,5 Jahre. Für den gD sogar 3,5 Jahre mit Abitur als Eingangsvoraussetzung. 

Hinzu kommt noch, dass es unzählige Polizeibehörden in den USA gibt. Ausgestattet werden sie teilweise durch die US-Army, die auszusonderndes Gerät an die Polizei gibt, so sie denn einen Antrag stellt. Und so laufen die Polizeibeamten teils mit Kriegswaffen herum oder fahren mit einem Panzerspähwagen Streife. 

Tatsache ist, dass sich der überwiegende Teil der Polizeigewalt gegen Afroamerikaner richtet. Es ist mittlerweile anerkannte Tatsache, dass bei der Polizei Rassismus herscht.  Gemessen an der Bevölkerung, sind wesentlich mehr Afroamerikaner in US-Gefängnissen als Weisse. Gegen sie wird mehr und härter vorgegangen, obwohl eine signifikant höhere Kriminalität bei Afroamerikanern nicht vorliegt. 

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Kommentar von roboboy
07.07.2016, 19:02

Tatsache ist, dass sich der überwiegende Teil der Polizeigewalt gegen Afroamerikaner richtet

Lies dir mal die Zahlen in meinem Beitrag durch. 

Das ist Tatsache, das sind Fakten. 

Das ist nicht wildes Spekulieren wie du es machst.

Ich schiebe das mal auf deine mangelnde Information und wahrscheinlich Tagesschau-zuschauer. Klar, wer sich die Meinungsmache (oder auch Propaganda, wie man will) reinzieht, kann dabei nur sowas rauskommen....

LG

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Kommentar von Philippus1990
07.07.2016, 20:00

"Kriegswaffen"? Auch die deutsche Polizei benutzt "Kriegswaffen" -von Schnellfeuer- bis hin zu Scharfschützengewehren. Und auch über die von dir so gefürchteten, gepanzerten Fahrzeuge verfügt sie - und hat ihre Flotte diesbezüglich erst kürzlich aufgerüstet:

http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.anti-terror-paket-land-schafft-gepanzerte-polizei-fahrzeuge-an.8639e902-49ea-492b-b1d1-1331a775671f.html

Das macht angesichts der Terrorgefahr auch Sinn. In den USA kommt noch Bandenkriminalität hinzu. Auf Streife fährt man mit derartigen Fahrzeugen aber sowohl in Deutschland als auch in den USA eher nicht.

"Gegen sie wird mehr und härter vorgegangen, obwohl eine signifikant höhere Kriminalität bei Afroamerikanern nicht vorliegt."

Das ist schlicht falsch:

"Laut FBI-Statistik ging die Zahl der Verbrechen 2007 leicht zurück. Insgesamt verhafteten die US-Behörden 2007 10067 mutmaßliche Täter wegen Mordes oder Totschlags. Etwas mehr als die Hälfte von ihnen (5078) waren Schwarze, die aber nur 13,4 Prozent der Bevölkerung ausmachen."

http://www.sueddeutsche.de/panorama/studie-zu-gewalt-in-den-usa-schwarze-taeter-schwarze-opfer-1.378459

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"Das kommt mittlerweile so oft vor, dass man sich fragen muss, was in der Ausbildung der US-Polizisten schiefläuft."

Nein, man muss sich fragen, warum die Medien solche Fälle ständig aufbauschen. In einem Land mit 320 Millionen Einwohner wie den USA ist es völlig normal, dass die Polizei in relativ kurzen Abständen Menschen erschießen muss. Denn bei 320 Millionen Menschen ticken immer mal welche durch.

Dabei muss man beachten, dass Schwarze in den USA überproportional kriminell sind. Wenn diese also auch häufiger von der Polizei erschossen werden, ist das nur logisch und hat rein gar nichts mit "Rassismus" zu tun -was auch immer das sein soll.

Es gibt natürlich tatsächlich Fälle, wo die US-Polizei ungerechtfertigt von der Waffe Gebrauch macht. Das ist auch in gewisser Weise normal - wo Menschen arbeiten, passieren Fehler. Auch und gerade in einem stressigen und gefährlichen Beruf wie bei der Polizei. Man darf auch nicht vergessen wie viele Schusswaffen in den USA im Umlauf sind und dass die US-Polizei daher vorsichtshalber immer davon ausgehen muss, dass ihr Gegenüber bewaffnet ist. Regelmäßig werden US-Polizisten im Dienst erschossen - große Medienberichte gibt es da aber nicht.

Es existieren zudem genug Fälle, wo die Polizei rechtmäßig gehandelt hat und die Medien ihr Vorgehen zwecks Auflagensteigerung skandalisieren. Allein die Tatsache, dass die Polizei einen Schwarzen erschossen hat, bedeutet nicht, dass dies ungerechtfertigt war. So wird es aber in den Medien immer dargestellt. Teilweise werden dann auch noch Kinderfotos der Getöteten verwendet und schon hat die ganze Berichterstattung einen manipulativen Dreh.

Ich habe übrigens noch nie Berichte über von der Polizei erschossene Weiße gelesen - obwohl auch das immer wieder vorkommt. Es passt einfach nicht in das Bild, was medial erzeugt werden soll. 

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Kommentar von furbo
07.07.2016, 18:25

So eine gequirlte Sch...

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Bewirb dich doch um eine Greencard, werde Polizist in den USA, mach alles "so viel besser", wie du meinst. dann beendet du den Dienst im.leichensack und um dich bauscht der medienzirkus dann keinen Skandal auf. 

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Kommentar von IchFahrJaguar
08.07.2016, 11:31

Ich bin mir sicher, dass sogar ein Affe in dieser Situation klüger gehandelt hätte als die beiden "Vorzeige-Polizisten".

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Die Ausbildung zum Polizisten in den USA ist freundlich gesagt ein Witz.

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Kommentar von kayo1548
07.07.2016, 16:24

Welche Ausbildung?

Dort gibt es viele verschiedene Polizeien mit sehr unterschiedlicher Ausbildung von denen beispielsweise bei großen Behörden oder Bundesbehörden in Umfang und Qualität mit denen hierzulande vergleichbar ist.

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