Sind die Nichtwähler, also Leute die nicht zur Wahl gehen und nicht wählen, gegen eine Demokratie?

11 Antworten

Nein Nicht automatisch.

Sie sind auch nicht automatisch enttäuscht von der Politik, der Regierung oder den etablierten Parteien, wie viele populistische Protestparteien weißmachen wollen.

Denn was die leute am ehesten zur Wahlurne treibt, ist nicht Gleichgültigkeit und Zufriedenheit, sondern verärgerung, Wut, der Drang nach Veränderung.

Eine relativ niedrige Wahlbeteiligung ist insofern entgegen der landläufigen Menung/Ideologie eher ein Ausdruck von relativer Zufriedenheit mit den gegebenen Verhältnissen. :-)

Nein, nicht zwangsläufig. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Ob man von seinem Stimmrecht gebrauch macht, sagt nichts über die Haltung unserem politischen System gegenüber nichts aus.

Gegen eine Demokratie wahrscheinlich nicht. Allerdings haben manche Menschen kein Interesse an Politik und gehen deshalb nicht wählen.

Ich denke die meisten sind zu faul oder zu dumm.

Doch ich glaube schon das Nichtwähler einer Demokratie schaden.

Nein, die meisten Nichtwähler sehen sich als Wähler im Wartestand.

Denn Nichtwähler sind durchaus politisch interessiert und informiert. Sie haben überwiegend politsche Gründe, um nicht zur Wahl zu gehen und wünschen sich eine kümmernde Politik.

Da die Nichtwähler aber überproportional aus nichtpriviligierten Schichten stammen, verschärft die sozial unterschiedliche Wahlbeteiligung die Schieflage in der politischen Repräsentanz weiter. Eine niedrige Wahlbeteiligung führt somit auch zu mehr sozialer Ungerechtigkeit.

Wo deine Frage allerdings zutrifft, ist bei den Dauernichtwählern. Dauernichtwahl führt zu Demokratiedistanz.

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