Sind die nachfolgenden Aussagen zur Bibel nicht ein unüberbrückbarer Widerspruch in sich und nur eine der beiden Aussagen kann wahr sein? Was meint ihr?

Das Ergebnis basiert auf 2 Abstimmungen

Aussage B ist richtig, die Bibel wurde absichtlich verändert 50%
Aussage A ist richtig, die Bibel wurde nicht verändert 50%

17 Antworten

Ich finds ja witzig dass grade die ZJ behaupten die Bibel sei nicht verändert worden obwohl ihre Version so verfälscht ist.

Was die tatsächliche Bibel angeht - ja, im Laufe der Zeit hat es unterschiedliche Übersetzungen mit unterschiedlichen Ansprüchen gegeben. Aber das verfälscht nicht die Aussage. Im Griechischen und Hebräischen gibt es manchmal Nuancen, die man so nicht feststellen kann - deshalb gibt es Konkordanzen. Damit sind leichte Bedeutungsunterschiede einzelner Wörter oder auch Aussagen im kulturellen Kontext auch uns heute zugänglich. Gut, mit den Apokryphen zum Beispiel kann man wieder diskutieren. Aber die ändern auch nichts an der biblischen Botschaft. Ich glaube (und das ist jetzt mein persönlicher Kommentar als Christ), dass die Bibel insofern von Gott geschützt und unverändert geblieben ist, dass alles, was wichtig ist, um die Botschaft zu verstehen, erhalten geblieben ist (egal in welcher Übersetzung) und auch nichts hinzugefügt wurde, was damit nicht übereinstimmt (zumindest in den Übersetzungen, die tatsächlich auf die alten Texte zurückgehen, wozu man die ZJ Bibel nicht zählen kann).

...äh ich bin umbeabsichtigt aufs Danke gekommen. Aber is ok.

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Hier Kommentare von Gelehrten zur englischen Neuen-Welt-Übersetzung (New World Translation):

— In einem Brief vom 8. Dezember 1950 schrieb der Bibelübersetzer und Gelehrte Edgar J. Goodspeed über die New World Translation of the Christian Greek Scriptures: „Ich bin von dem weltweiten Missionswerk Ihrer Leute angetan und freue mich sehr über die freie und lebendige Übersetzung. Man kann nur bestätigen, dass sie sich durch ein umfassendes, solides und seriöses Fachwissen auszeichnet.“

— Allen Wikgren, Professor an der Universität Chicago, zählte die New World Translation zu den modernen Übersetzungen, die nicht einfach auf anderen Übersetzungen aufbauen, sondern sich oft durch „bereichernde unabhängige Formulierungen“ auszeichnen (The Interpreterʼs Bible, Band 1, Seite 99).

— Über die New World Translation of the Christian Greek Scriptures schrieb der britische Bibelkritiker Alexander Thomson: „Die Übersetzung ist offensichtlich das Werk befähigter und kluger Gelehrter, die sich bemüht haben, den griechischen Text so getreu, wie es das Ausdrucksvermögen der englischen Sprache zulässt, wiederzugeben“ (The Differentiator, April 1952, Seite 52).

— Obwohl er manche Formulierungen als ungewöhnlich empfand, sagte der Autor Charles Francis Potter: „Die anonymen Übersetzer haben ganz offensichtlich die besten hebräischen und griechischen Manuskripttexte verwendet und sind dabei mit akademischem Können und Scharfsinn vorgegangen“ (The Faiths Men Live By, Seite 300).

— Robert M. McCoy schrieb in einer theologischen Zeitschrift, die New World Translation habe seiner Meinung nach sowohl ihre Eigenheiten als auch echte Vorzüge. Seine Rezension schloss er mit den Worten ab: 

„Die Übersetzung des Neuen Testaments beweist, dass zu der Bewegung Gelehrte gehören, die in der Lage sind, die vielen beim Übersetzen der Bibel auftretenden Probleme sinnvoll zu lösen“ (Andover Newton Quarterly, Januar 1963, Seite 31).

— Professor S. MacLean Gilmour ging zwar mit einigen Wiedergaben in der New World Translation nicht einig, aber erkannte trotzdem an, dass die Übersetzer „über eine erstaunliche Sachkenntnis auf dem Gebiet der griechischen Sprache“ verfügten (Andover Newton Quarterly, September 1966, Seite 26).

— In einer Rezension über die Kingdom Interlinear Translation of the Greek Scriptures schrieb Thomas N. Winter, außerordentlicher Professor an der Universität von Nebraska: „Die Übersetzung des ungenannten [Übersetzer-]Komitees ist völlig auf dem neusten Stand und durchweg genau“ (The Classical Journal, April-Mai 1974, Seite 376).

Professor Benjamin Kedar, Hebraist aus Israel, sagte 1989: „Bei philologischen Untersuchungen im Bereich hebräische Bibel und Übersetzungen nehme ich des Öfteren Einsicht in die englische, unter dem Namen New World Translation bekannte Übersetzung. Dabei werde ich jedes Mal in meinem Eindruck bestärkt, dass dieses Werk ein ehrliches Bemühen um ein möglichst genaues Textverstehen erkennen lässt.“

— Nach einer vergleichenden Betrachtung von neun bekannten englischen Bibelübersetzungen schrieb Jason BeDuhn, außerordentlicher Professor der Religionswissenschaften: 

„Die NW [New World Translation] ist unter den ausgewählten Übersetzungen die genaueste.“ Auch wenn viele Bibelgelehrte und andere meinen, die Unterschiede in der New World Translation würden auf den religiösen Vorstellungen der Übersetzer beruhen, sagte BeDuhn: 

„Die meisten Unterschiede gehen auf die größere Genauigkeit der NW zurück, weil sie die ursprünglichen Ausdrücke der Schreiber des Neuen Testaments wortgetreu und gewissenhaft wiedergibt“ (Truth in Translation, Seite 163, 165).

(Auszüge aus der WEB-Seite von Zeugen Jehovas)

6
@OhNobody

könntest du bite mal auch den Zusammenhang zitieren, Nobody?

Der Leser wird überrascht sein zu erfahren, dass diese zitierten Autoren nicht durchweg von den Qualitäten der NWÜ überzeugt sind....

3
@OhNobody

So wie es irrelevant ist, das andere Bibeln teilweise auch den Gottesnamen im NT einfügen - man kann ja wohl schlecht eine falsche Handlung mit anderen falschen Handlungen beweisen so ist es völlig egal was aus dem Zusammenhang gerissene Aussagen von Bibelexperten zur NWÜ sagen. Dadurch wird eine falsche Übersetzung auch nicht besser sondern hat einfach ein paar Fans die es mit dem Originaltext der Bibel wohl nicht so ernst nehmen und wie schon erwähnt sind viele Zitate nur halb, da die meisten Experten die du zitierst sehr wohl kritisieren dass man Jehova ins NT einfügt.

3
@OhNobody

Dass die ZJ auf ihrer Website sich selbst nicht ins eigene Bein schießen wollen, dürfte ja logisch sein. Wenn man in einem neutralen Forum über Religionen diskutiert, kann man nicht einfach Primärtexte als Beweis oder Rechtfertigung heranziehen.

2
@Andracus

Andracus:

Ist Dir aufgefallen, dass es sich hier um Zitate handelt?

2
@OhNobody

Sicher. Um Zitate, die die ZJ befürworten. Gut, Primärliteratur ist so gesehen der falsche Begriff, räume ich ein. Aber es zeigt eben trotzdem nur die Seite der Medaille, die sich für die Übersetzung ausspricht. Dass da jemand gut Griechisch konnte, mag ja alles sein. Das ändert nichts an der Tatsache, dass in ganz entscheidenden Fragen völlig andere Aussagen als in der (den) Originalfassung(en) zustandekommen.

4
@Andracus

Heute Abend werde ich mal einige Auszüge aus dem Buch 'Truth in Translation' von BeDuhn posten.... 

So hat der interessierte Leser ein ausgewogenes Bild über das was BeDuhn wirklich über die NWÜ schrieb. 

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@telemann2000

Als Resultat: obwohl „Truth in Translation “ ein wichtiger Verbündeter der Neuen-Welt-Übersetzung bezüglich der Übersetzungsweise ist, wird im Anhang die wichtigste Behauptung der NWÜ, dass der Name „Jehova“ in den christlichen Schriften angemessen wiederhergestellt wurde, komplett von BeDuhn diskreditiert. BeDuhn: Nach der Feststellung , dass die NWÜ derzeit eine der genauesten Übersetzungen des Neuen Testaments ist, wäre Ich nachlässig wenn ich nicht eine Besonderheit dieser Übersetzung erwähnen würde, welche aufgrund der meisten Übersetzungsregeln als eine Ungenauigkeit erachtet wird, wenn sie auch als nur geringfügig angesehen werden mag, verändert jedoch diese Ungenauigkeit die Bedeutung der meisten Verse wo sie erscheint. Ich beziehe mich auf die Verwendung von "Jehova" im Neuen Testament. Jehova (oder Jahweh oder andere Rekonstruktionen des Göttlichen Namens die aus den vier Konsonanten JHWH bestehen) ist der Eigenname Gottes der mehr als sechstausend Mal im hebräischen Original des Alten Testaments verwendet wird. Aber der Name erscheint nirgendwo in einem griechischen Manuskript eines Buches des Neuen Testaments. Also, den Namen "Jehova" ins Neue Testament einzubringen, wie es die NWÜ zweihundertsiebenunddreißig mal tut, ist vom Grundprinzip der Genauigkeit (die Einhaltung des ursprünglichen griechischen Textes) keine korrekte Übersetzung.(S.169)

3
@telemann2000

BeDuhn: Alle Bücher die im Neuen Testament enthalten sind wurden ursprünglich in Griechisch geschrieben! Selbst wenn die Autoren der Bücher aus dem Alten Testament zitierten taten Sie das in Griechisch. Da „Jehova“ oder „Jahweh“ nicht im ursprünglichen griechischen Neuen Testament zu finden ist, auch wenn Passagen aus dem Alten Testament zitiert werden wo JHWH enthalten ist, scheint es so als wenn die Autoren des Neuen Testaments dem allgemeinen jüdischen Brauch folgen würden den Eigennamen Gottes nicht zu gebrauchen. Selbst wenn die Autoren Kopien der griechischen Septuaginta benutzt haben, wo der Göttliche Name in altertümlichen hebräischen Buchstaben enthalten ist, waren Sie darauf bedacht in Ihren eigenen Niederschriften die anerkannte Umschreibung „Herr“ (Kyrios) zu verwenden. Dies macht absolut Sinn, da die Autoren des Neuen Testaments Werke geschrieben haben, die in den christlichen Gemeinden laut vorgelesen werden würden. Viele dieser christlichen Gemeinden bestanden aus Heiden sowie Juden, und diese Heiden würden von den befremdenden Praktiken rund um den Namen Gottes verwirrt werden. Um ein möglichst breites Publikum mit ihrer Botschaft zu erreichen benutzten die Autoren des Neuen Testaments allgemeine Titel wie Gott oder Herr, anstatt des spezifisch jüdischen Namens für Gott, welchen die Juden selbst nicht laut aussprachen. Wie kann ich all das wissen? Weil alle griechischen Handschriften des Neuen Testaments Kyrios benutzen, das griechische Wort für „Herr“, an jeder Stelle wo ein alttestamentlicher Vers in Hebräisch zitiert wird der JHWH enthält. Wenn alle vorliegenden Abschriften übereinstimmen, braucht man sehr gewichtige Gründe dafür das die Original Handschriften (das allererste Manuskript das vom Autor des Buches verfasst wurde) anders gelesen wurden. Zu suggerieren das solch eine Lesart von den vorliegenden Abschriften nicht unterstützt wird nennt man eine Konjektur Emendation (Korrektur die auf reiner Mutmaßung basiert). Es ist eine Korrektur (Emendation) weil man einen Text repariert oder ausbessert von dem man glaubt dass er fehlerhaft ist. Es ist eine Annahme (Konjektur) weil es eine Hypothese ist, die nur belegt werden kann wenn in Zukunft ein Beweis gefunden wird der diese These unterstützt. Bis zu diesem Zeitpunkt ist es per Definition nicht bewiesen. Die Herausgeber der NWÜ haben diese Konjektur Emendation angewandt als sie Kyrios („Herr“) durch Jehova ersetzten

3
@telemann2000

Im Anhang der NWÜ erklären sie dass ihre Wiederherstellung von "Jehova" im Neuen Testament auf: (1) einer Vermutung darüber basiert wie Jesus und seine Jünger den göttlichen Namen behandelt hätten, (2) dem Nachweis für die "J Texte" (Verweise die die Verwendung des Namens Jehova in der NWÜ unterstützen), und (3) der Notwendigkeit der Vereinbarkeit von Altem und Neuem Testament. Die erste Grundlage für die Verwendung von "Jehova" ist eine Frage der theologischen Interpretation. Es ist eine Annahme darüber wie Personen in Einklang mit Werten gehandelt hätten, von denen die Herausgeber glauben dass sie an ihnen festgehalten haben. Ich dürfte einfach mal anmerken das die Hauptargumentation , der Herausgeber der NWÜ, ein umfassendes Prinzip liefern soll dass der Name Gottes von den frühen Christen verwendet wurde ; das ist jedoch nicht der Fall und es kann dadurch auch nicht belegt werden dass der Name Gottes in bestimmten Versen des Neuen Testaments verwendet wurde (da die Herausgeber leicht erkennen können, dass "Herr" an vielen Stellen der Bibel berechtigterweise vorkommt.) Die zweite Begründung für die Verwendung von "Jehova" stützt sich auf eine Reihe von Texten, die in vergleichbarer Weise eine Form von "Jehova" in bestimmten Passagen des Neuen Testaments verwenden. Die NWÜ zitiert verschiedene Texte dieser Art, bezeichnet mit einem "J" gefolgt von einer Zahl. . . . Diese "J“ Texte sind meistens . . . hebräische Übersetzungen des griechischen . . . in den letzten fünf Jahrhunderten angefertigt, für die Verwendung von zum Christentum konvertierten Juden. Aber die Tatsache dass ihre missionarischen Übersetzer den jüdischen Namen für Gott ausgewählt haben, um Ihn in einigen Passagen des Neuen Testaments zu verwenden, stellt keine Art von irgendwelchen Beweisen über die ursprüngliche Form dieser Passagen dar. Was die Herausgeber der NWÜ tatsächlich in diesen Anmerkungen tun ist: andere Übersetzungen zu zitieren . . .!

3
@telemann2000

Diese Art, der Zitierung einer anderen Übersetzung, beweist gar nichts; es zeigt bloß wie ähnlich die Wahl eines Übersetzers ist, zu der Wahl, die irgendwann von einem anderen Übersetzer getroffen wurde. . . . Da 167 der Textstellen wo "Jehova" im Neuen Testament der NWÜ vorkommt ausschließlich auf diesen "J“ Texten basieren, und die "J“ Texte nur Aussagen von anderen Übersetzungen offerieren, jedoch nicht über das ursprüngliche griechische Neue Testament, ist die Verwendung von " Jehova " in diesen Versen nicht ausreichend gerechtfertigt. Im Neuen Testament wird sehr oft aus dem Alten Testament zitiert und viele der zitierten Passagen, in ihrer ursprünglichen hebräischen Version, verfügen über den Namen Gottes. . . . Die Herausgeber der NWÜ begründen, dass wenn die Schreiber des Neuen Testaments aus dem Alten Testament zitieren, sie natürlich genau zitieren. Wenn die ursprüngliche hebräische Passage des Alten Testaments JHWH enthält würde ein genaues Zitat davon auch den Namen beinhalten. Deshalb ergibt sich zwischen neutestamentlichen Zitaten aus dem Alten Testament und den Urschriften des Alten Testaments eine ernsthafte Diskrepanz, wenn im früheren Zitat "Herr" steht, aber im späteren "Jehova." Aber es ist nicht die Aufgabe der Übersetzer den Inhalt des biblischen Textes auszubessern oder zu korrigieren. Wenn es also um neutestamentliche Zitate des Alten Testaments geht sind wir daran gebunden das zu übersetzen, was der Autor des Neuen Testaments vorgegeben hat. . . . man läuft sonst Gefahr etwas Maßgebliches ungeschehen zu machen, was die Autoren des Neuen Testaments, in der Art und Weise wie sie aus dem Alten Testament zitieren, vermitteln wollen. In einer geringen Anzahl von Fällen scheint es wahrscheinlich zu sein, dass ein Autor des Neuen Testaments, bewusst die Referenz Passage aus dem Alten Testament, von Jehova auf Jesus Christus geändert hat. Mit anderen Worten: wenn sich die Aussage einer Textstelle des Alten Testaments auf „den Herrn" bezog und nicht speziell auf "Jehova ", war es möglich diese Passage auf Jesus anzuwenden. Mit dieser Tatsache im Auge müssen moderne Übersetzer darauf achten nicht die Arbeit des Autors zunichte zu machen und den Namen Gottes in einem Text wiederherzustellen, wo ein Autor des Neuen Testaments es nicht beabsichtigt hat. (S. 171-173) BeDuhn schließt den Anhang mit dem Hinweis auf Verse, in denen die Neue-Welt-Übersetzung mit ihrer eigenen Übersetzungspolitik unvereinbar ist. Er listet acht Verse in dieser Rubrik auf, obwohl fünf von ihnen nicht zu beanstanden sind, wie die Fußnote erklärt. Aber in fünf dieser Verse . . . steht in der NWÜ weder "Jehova" noch "Herr" sondern Gott (Römer 11:2; 11:8; Gal. 1:15; Hebräer 9:20; 1. Petrus 4:14). Ich kann nicht sagen warum die NWÜ Herausgeber ihr Prinzip der Konjektur Emendation in diesen fünf Fällen aufgegeben haben da es keinen Unterschied in der Bedeutung des Textes macht. [*] (S. 174)

2
@telemann2000

soweit mal die etwas lange aber ausführliche Erklärung von Professor BeDuhn über den Sachverhalt des Einfügens des Gottesnamens.

So kann sich jeder ein Bild darüber machen, wie Gelehrte das eigenmächtige Einfügen des Gottesnamens beurteilen....

3
@telemann2000

Danke, so kann man gut sehen wie gekürzte Zitate letztlich zu Lügen werden weil man damit versucht eine negative Ansicht zu einer positiven Ansicht zu drehen oder umgekehrt. Wer die Wahrheit liebt würde Zitate nicht aus dem Zusammenhang reissen.

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@stefanbluemchen

wenn jemand Zitate aus dem Zusammenhang reißt, kann er damit ohne nennenswerte Schwierigkeiten seine Meinung propagieren.

Beispiel: Mein Post IM ZUSAMMENHANG weiter unten....

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Aussage B ist richtig, die Bibel wurde absichtlich verändert

Die Zeugen haben auf Grund ihrer Überzeugung, dass ursprünglich überall "Jehova" stand oder hätte stehen müssen, einfach "zurückgefälscht". Das ist allgemein bekannt und wird auch von den Zeugen nicht geleugnet. Sie meinen nur, der Rest sei unverändert. Insofern ist Aussage b richtig: Systematische Veränderung durch die Zeugen Jehovas. ;-)

Im übrigen weiß kein Mensch, wie "das Original" (es gab mehrere Quellen) ausgesehen hat. Es ist Aufgabe der Bibelwissenschaft (Exegese), auf Grund von Textuntersuchungen verschiedene Fassungen (die es durchaus gibt), abzuklopfen. In meiner Bibel (griechischsprachige Ausgabe) stehen zig Fußnoten über erkannte Ergänzungen, Abänderungen, Parallelversionen, usw. Man lese einmal eine "Synopse" (eine vergleichende Darstellung der 3 Evangelien nach Markus, Matthäus und Lukas), da sieht man sofort, dass die "unveränderte Überlieferung" nicht haltbar ist. Das Johannesevangelium geht theologisch weit über die 3 anderen Evangelien hinaus und ist wahrscheinlich nur aus "verbandspolitischen Gründen" (man wollte die Johannesgemeinden nicht auch noch vor die Christentür setzen) in den Kanon aufgenommen worden.

Was soll auch die Einschränkung "ab dem 2. Jahrhundert"? Die Quellen sind ja älter gewesen, so viel weiß man schon. Und dass Gott niemandem in die Feder diktiert hat, dürfte auch bekannt sein.

Aussage A ist richtig, die Bibel wurde nicht verändert

Wäre die Bibel verfälscht worden hätte man heute keine Gewissheit mehr, was man glauben sollte.

Jehovas Zeugen sind dennoch davon überzeugt, dass die Bibel verfälscht wurde - allerdings nur in Bezug auf das Entfernen des Gottesnamens aus dem NT.

Das stellt sie allerdings vor ein Dilemma. Da sie nicht in der Lage sind, Nachweise für die exakten Stellen des (angeblichen) Tetragramms aufzuzeigen, können die 237 Stellen an denen die NWÜ den Gottesnamen einfügte nur auf reiner Spekulation beruhen.

Ein Beispiel soll das verdeutlichen:

 (Jakobus 4:15) . . .Statt dessen solltet ihr sagen: „Wenn Jehova will, werden wir leben und auch dies oder jenes tun.“ 

Es gibt keine Quellen als Nachweis um hier berechtigterweise den Gottesnamen einzusetzen. Woher weiß dann das Übersetzerteam das dort genau an dieser Stelle im Original der Gottesname stand?

Genauso ist es. Nehmen wir zwei weitere Beispiele. 

Römer 14 MNWÜ

denn wenn wir leben, leben wir für Jehova,*+ und auch wenn wir sterben, sterben wir für Jehova.*+ Darum, wenn wir leben und auch wenn wir sterben, gehören wir Jehova.*+  Denn dazu ist Christus gestorben und wieder zum Leben gekommen,+ damit er Herr sei sowohl über die Toten+ als auch die Lebenden.+

Hier wird nicht aus dem AT zitiert. Warum man da also Jehova einsetzt entbehrt jeder Logik und Vers 9 macht deutlich, wie unsinnig weil verfälschend das ist. Aber anscheinend konnte das Übersetzerteam nicht damit leben, dass wir für Jesus leben und sterben sollen.

Oder hier

1. Thessalonicher 4:16 NWÜ

denn der Herr* selbst wird vom Himmel herabkommen+ mit gebietendem Zuruf, mit der Stimme eines Erzengels+ und mit der Posaune Gottes+, und die in Gemeinschaft mit Christus Verstorbenen werden zuerst auferstehen

Warum schreibt man hier nicht Jehova vor allem weil in der Fussnote folgendes steht:

„Der Herr“, אABVg; J7,8,13,14: „Jehova“.

Die Erklärung dürfte sein da man sonst diesen sowieso verfälschten Text nicht mehr als angeblichen Beweis dafür dass Jesus der Erzengel sein nehmen könnte, denn wenn da Jehova stehen würde, müsste also Jehova der Erzengel sein.

Allein diese beiden Beispiele zeigen, dass man gar keine Regeln hatte sondern Jehova da eingesetzt hat wo man meinte es würde der eigenen Lehre gut tun und mehr nicht.,

Hätte man sich ausschließlich auf Zitate aus dem AT beschränkt wäre das zwar auch noch verfälschend gewesen wie Römer 10:13 zeigt aber es hätte eine gewisse "Logik" ergeben.

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