Sind die meisten US-Amerikaner arm?

7 Antworten

Ich kenne einige Amerikaner und war auch schon in den USA. Was ich feststellte ist , dass der Mittelstand in den USA nicht so ausgeprägt ist wie bei uns. Es gibt die Superreichen, dann einen Mittelstand und zuletzt eben diejenigen die mehrere Jobs haben, um überleben zu können.

Viele Amerikaner können sich nicht mal einen Krankenkassenbeitrag leisten. Müssen Behandlungskosten selber bezahlen. So versichert wie bei uns, ist da fast keiner. Zudem ist das Sozialsystem lange nicht so ausgeprägt wie bei uns.

Auch der Kündigungsschutz fehlt, wie wir diesen kennen. Da gilt eben heuern und feuern. Deshalb gehen auch viele, die keinen Beruf haben oder eine mangelhafte Ausbildung in die Armee. Dort bekommen die ihren Sold und können bleiben bis sie "tired" sind, so sie sich nichts zuschulden kommen lassen und unehrenhaft aus der Armee entlassen werden.

Zum anderen sind die Amerikaner keine Weltmeister was das Sparen angeht. Da werden auch oft die Jalousien während des Tages heruntergelassen und das Licht brennt eben auch während des Tages. Es ist eine Wegwerfgesellschaft , was auch Nahrungsmittel betrifft.

Ich frage ich immer, wie dieses Land seine immensen Militärausgaben schultern kann.

Die Armut einzelner dürfte in der mangelhaften Bildung zu suchen sein. Studieren können nur diejenigen, bei denen das notwendige Geld  vorhanden ist. Es gibt also jede Menge Ungelernter. Dann spielt auch der Rassismus eine Rolle, der nach wiie vor festzustellen ist. In aller Regel wird, wenn ein Arbeitsplatz zu besetzen ist, ein Weisser einem Farbigen vorgezogen. Slums gibt es, wie bei uns in jeder Großstadt und nur wenigen gelingt es, sich aus diesem Teufelskreis zu befreien.

Gibt es keine Ausbildungsberufe?

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Wenn du recherchierst warum es in den USA so viel Armut gibt, jetzt nicht im Schnitt sondern wenn man sich eben die einzelnen Armen ansieht, wirst du viele Gründe finden. Was immer wieder auftaucht ist das fehlende Soziale Netzt wenn jemand droht in die Armut abzurutschen. Auch das Bildung dort sehr kostspielig ist.

Ja aber es gibt doch auch sicher jobs für die man nicht studieren muss und trotzdem einigermassen gut bezahlt sind?

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Naja was ist ein "sicherer Job"? Wenn du dir die Hand brichst und durch Komplikationen arbeitsunfähig wirdt als Koch und vorher nicht genug Geld hattest um dich selbst abzusichern bist du von Heute auf Morgen armutsgefährdet. Gutes Beispiel sind z.B. Soldaten, da verdienst du gut und brauchst keine Ausbildung. Wenn du dann verwundet wirst und nicht mehr einsatzfähig bist wirst du fallen gelassen wie eine heiße Kartoffel. Natürlich gibt es Jobs mit denen man sein Leben finanzieren kann, teilweise sicher besser als in DLand. Nur sicher ist da nichts. Außerdem sind die Schulen in ärmeren Gebieten/Stadtteilen zum wegwerfen, da bekommt nicht jede Schule gleich viel Geld sondern wird an den Steuern der umliegenden Bewohner ermessen. Schlechte Gegend - Schlechte Schule. Drum ist es schwer sozial aufzusteigen und es besser zu haben als die Eltern.

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@isibisi18

Ja aber nicht für jeden Job mussm an studieren der einigermassen gut Geld einnimmt oder?

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@Kritiker124

@Kritiker

Solange Du faul zuhause rumsitzt wirst Du auch nichts einnehmen - egal ob mit oder ohne Studium.

Du willst nur Jammern - aber nicht arbeiten.

Wie seit Wochen schon.

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@Kritiker124

Das muß ich Dir nicht erklären - das weißt Du am Besten ;-)

Sogar Deine Antworten auf meine Kommentare sind immer gleich! Herrlich!

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Also zum einen kann man nicht alle Leute über einen Kamm scheren, aber zum anderen: Was genau ist für dich arm? Ist jemand arm, der sich keine Wohnung leisten kann? Oder nur jemand, der am Ende des Monats nichts zu Essen mehr hat?

Die Löhne in den USA sind niedrig trotz Mindestlohn, deshalb gibt es viele, die mehrere Jobs haben, um überleben zu können - Multijobber oder auch "working poor", wie man so schön dort sagt. Ich bin in den USA (2009) ohne in irgendeiner Art und Weise versichert zu sein für etwa 200 Dollar pro Woche arbeiten gegangen (bei einem weltweit sehr bekannten Unternehmen), davon war nur die Miete bezahlt (wurde direkt vom Gehalt abgezogen). Davon musste ich alles bezahlen, was man zum Leben braucht - inklusive Krankenversicherung. 

Für mich war das bisschen Geld in Ordnung, aber viele meiner Kollegen waren dauerpleite, weil große Sprünge oder gar Luxus mit diesem Gehalt einfach nicht drin sind. Trotzdem versucht man immer, sich mehr zu leisten, als man hat und den Nachbarn vorzugaukeln, es gehe einem wirklich super - Prestige und der äußere Schein ist in den USA einfach alles.

Vieles in den USA kostet weitaus mehr als in Deutschland, sei es Studium oder medizinische Vorsorge; darüber hinaus sind Versicherungen und Mieten ebenso weitaus teurer als hier - und bei manchen Versicherungen kannst du dir noch nicht mal sicher sein, dass sie überhaupt etwas im Schadensfall zahlen, weshalb die Amerikaner gern dazu neigen, alles und jeden zu verklagen, um ihre Ansprüche durchzusetzen.

Die Amerikaner waren schon immer ein zur Maßlosigkeit neigendes Volk, was gern zeigte (und zeigt) was es hat, ganz anders als die zur Sparsamkeit neigenden Deutschen, die überall dabei sind, wo es etwas rabattiert (am besten soll alles umsonst sein!) gibt. 

Was warum nur 200 Dollar pro Woche? Gibt es dort keine vernünftig bezahlten Jobs auch ohne Studium?

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@Kritiker124

Stand in meinem Arbeitsvertrag, die genauen Abrechnungen habe ich nicht zur Hand, deshalb ist das eine ungefähre Zahl. Und was man anderswo verdient, weiß ich nicht. 

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@Kritiker124

Also 1. bin ich nicht in die USA gegangen, um Geld zu verdienen oder gar reich zu werden, sondern um einen kulturellen Austausch zu haben und ein Abenteuer zu erleben (es war wirklich eins) und 2. hing mein Job, für den ich mich aus Deutschland beworben habe, eng mit meinem Visum und meiner Arbeitserlaubnis zusammen, denn beides kannst du nur schwer legal in den USA arbeiten. 

Was ich verdiene, wusste ich und einen besseren Job wollte ich gar nicht haben - ich war nur ein Jahr dort. 

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@Kritiker124

Liest du meine Antworten nicht? Mir hat es gereicht - und außerdem: "Normal leben" ist immer eine Definitionssache.

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@Kritiker124

Das ist deinem Arbeitgeber ziemlich egal. Und der Regierung meist auch, denn das Problem der "Working poor" gibt es schon ziemlich lange.

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@Leseratte87

Die können sich nicht so einfach einen besseren Job suchen oder?

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@Kritiker124

Von wem redest du genau? Die Amerikaner an sich? Natürlich versucht jeder, dort so viel Geld wie möglich zu verdienen. 

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@Kritiker124

Glaubst du nicht, dass sie das alle tun? Jeder träumt dort davon, reich zu werden. 

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Ich bin in den USA (2009) ohne in irgendeiner Art und Weise versichert zu sein für etwa 200 Dollar pro Woche arbeiten gegangen (bei einem weltweit sehr bekannten Unternehmen), davon war nur die Miete bezahlt (wurde direkt vom Gehalt abgezogen). Davon musste ich alles bezahlen, was man zum Leben braucht - inklusive Krankenversicherung. 

Da musst du aber viel gesparrt gehabt haben um mit 200 Dollar pro Woche um die Runden zu kommen. Koennte ich nicht. Respekt.

Prestige und der äußere Schein ist in den USA einfach alles.

Sehe ich nicht so. Ganz im Gegenteil eigentlich.

 (...) darüber hinaus sind Versicherungen und Mieten ebenso weitaus teurer als hier

Nicht unbedingt! Gerade bei Mieten kommt es darauf an WO man lebt. In Muenchen koennte ich persoenlich mir sicher weniger leisten als wo ich lebe in den USA.

Die Amerikaner waren schon immer ein zur Maßlosigkeit neigendes Volk, was gern zeigte (und zeigt) was es hat, ganz anders als die zur Sparsamkeit neigenden Deutschen, die überall dabei sind, wo es etwas rabattiert (am besten soll alles umsonst sein!) gibt. 

Die US-Amerikaner lieben Rabatte wohl auch. Warst du schonmal am Black-Friday in den USA? Und ehrlich gesagt finde ich dass es genau umgekehrt ist. In den Vereinigten Staaten ist es z.B. ganz normal vieles (Kleidung & Co) Second Hand oder im Billig - Laden zu kaufen. Einen "Markenwahn" wie es ihn Teilweise in Europa gibt habe ich hier noch nicht erlebt. Weiters wird in den USA kaum was weggeworfen - stattdessen macht man 1x jaehrlich einen Yard-Sale/Garage-Sale um auszumisten. Coupons gibt es auch immer und ueberall fuer wirklich alles.

Weniger Sparsam sind die Amis allerdings mMn auch. Dafuer wird mit dem Geld auch viel Selbstloses getan. Stichwort: Charity-Events. Und wenn man dann sagt man sei pleite dann heisst es nur "come on, it's for charity" ;)

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@Spikeeee

"Da musst du aber viel gesparrt gehabt haben um mit 200 Dollar pro Woche um die Runden zu kommen. Koennte ich nicht. Respekt"

Nun, eigentlich nicht, ich hatte ein prima Leben dort drüben, konnte mir mehrere Urlaubstrips finanzieren und habe darüber hinaus etwa 1000 Dollar mit heim genommen, wovon ich mir meinen Islandaufenthalt bezahlte, den ich direkt im Anschluss gemacht hatte. Ich kann nicht behaupten, dass mir - trotz des geringen Verdienstes - irgendetwas gefehlt hätte. 

Natürlich kenne ich die Shoppingwut und Couponliebhaberei der Amis, es gibt viele, die versuchen, "something on sale" zu bekommen, aber den - entschuldige - Geiz, den ich aus Deutschland kenne, habe ich in den USA nie gesehen. Da ich nicht in allen Bundesstaaten war, sondern nur einer Hand voll, kann ich selbstverständlich nicht für die ganzen USA sprechen. Bei "Charity" sind sie natürlich auch dabei, ganz klar - für den guten Zweck etwas zu tun hat auch etwas mit dem Image zu tun - womit wir wieder bei Prestige wären. 

Warst du schon mal in den USA, bzw. hast du dort gearbeitet/ lebst du gar dort? Täte mich mal interessieren. 

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@Leseratte87

Ich lebe im Mittlerem Westen der USA ;) war bevor ich hierher gezogen bin auch oft auf Reisen in den Vereinigten Staaten.

Von 200 Dollar die Woche wuerde ich persoenlich nicht leben koennen obwohl ich generell eher 'guenstig' Lebe. Shoppen & Co gehoert definitiv nicht zu meinen Hobbys. Bei 200/Woche wuerde schon 1/3 nur fuer meine Haustiere draufgehen :D

Natürlich kenne ich die Shoppingwut und Couponliebhaberei der Amis, es gibt viele, die versuchen, "something on sale" zu bekommen (...)

Ja, da hast du recht! Mir kommt es manchmal so vor als ob es egal waere ob man dieses oder jenes braucht, solange es on sale ist wird eifrig zugegriffen ;)

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Darf ein US-Amerikaner mit Vorstrafen nach Europa fliegen?

Ich habe diese Frage gestern schon gestellt, aber leider keine wirkliche Antwort erhalten. Nun frage ich erneut und hoffe, dass mir jemand helfen kann! Ich habe meinen Beitrag von gestern per copy/paste eingefügt:

Hi Leute, ich bitte euch nur zu antworten, wenn ihr wirklich eine Ahnung davon habt. Also wenn man ja in die USA einreisen will, lassen die einem ja nicht rein, falls du irgendwelche Vorstrafen hast. Wie sieht es umgekehrt aus? Sprich wenn ein Amerikaner mit einem Vorstrafenregister (wie Gefängnisaufenthalt etc.) nach Europa einreisen will (EU oder Schweiz). Wird ihm da auch gleich die "Türe vor der Nase zugeknallt"? Und muss ein Amerikaner auch sowas wie ein "Europäisches ESTA Visum" ausfüllen, bevor er seine Reise nach Europa antritt?

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