Sind die meisten Religionen nur Sekten in Grün?

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9 Antworten

Jede Gruppierung von Religionen und Sekten beansprucht für sich die Wahrheit zu sagen - ohne es infrage zu stellen(..) Untragbar

Yes. Das ist auch mein Problem mit monotheistischen Religionen. 

Sie haben einen Absolutheitsanspruch. Sie gehen einfach davon aus, sie würden die alleinige Wahrheit in den Händen halten, obwohl das schon alleine rational gesehen unmöglich ist.

Auch die Vorstellung ausgerechnet die jeweilige Religion würde den einen, richtigen, echten Gott kennen, ist absurd. Woher nehmen sich diese, denn das Recht den Gott anderer für unecht zu erklären, aber ihren eigenen als echt ?

Schon alleine die Tatsache das es mittlerweile über 3000 Götter gibt, macht die Geschichte die mir jede einzelne dieser Menschen unterjubeln möchte, komplett lächerlich. 

Es ist seit Tausenden von Jahren immer wieder der selbe Ablauf. 

Eine neue Religion entwickelt sich, alle Götter davor sind falsch, der neue ist richtig. Das war schon immer so, zuletzt der Islam. Gleicher Ursprung wie die anderen, aber einfach mal die Trinität von Bord werfen und wieder einen Gott draus machen. 

Erinnert mich an den Pharao Echnaton, der als aller erstes sagte:

"Nah, mehrere Götter sind doof, ab jetzt gibt es nur noch einen".

Es ist immer wieder das selbe, immer wieder der selbe Ablauf und Menschen sind aber immer noch Naiv genug um drauf reinzufallen. Ich weiß nicht woran es liegen mag, aber vermutlich wissen sie schlicht nichts von der Entstehungsgeschichte der Religionen. 


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Kommentar von Giustolisi
31.07.2016, 12:59

Ich weiß nicht woran es liegen mag, aber vermutlich wissen sie schlicht nichts von der Entstehungsgeschichte der Religionen. 
Uwissenheit hat die Menschen schon immer anfällig für allerelei Blödsinn gemacht. Nicht nur Religionen, sondern auch Quacksalber Homöopathen, Wünschelrutengänger, Astrologen, Kartenleger, Pendelschwinger und andere Scharlatane nutzen die Unwissenheit ihrer Opfer aus. Religiöse Anführer und Prediger sind oft selbst unwissend, der Rest ist skrupellos.

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Es gibt tatsächlich keine scharfe Trennlinie zwischen Religionen und Sekten. 
Im Prinzip geht es bei beiden darum, irgend einen an den Haaren herbei gezogenen Blödsinn für die einzig wahre Wahrheit zu halten. 
Es gibt Religionen und Sekten ohne personifizierten Gott, aber bei den meisten wird einem oder mehreren fiktiven Götterwesen gehuldigt.

Fragt man Google nach der Definition von Sekte erhält man Folgendes:



Substantiv [die]
1.
eine Glaubensgemeinschaft, die im Gegensatz zu den großen Religionsgemeinschaften relativ wenig Mitglieder hat.
2.
abwert.
eine kleinere (Glaubens-)Gemeinschaft, oft mit einem hierarchischen Aufbau, deren Ansichten meist sehr radikal und abwegig sind sowie den ethischen Grundwerten der Gesellschaft widersprechen.



Wikipedia sagt Folgendes:

Sekte (von lateinisch secta ‚Partei‘, ‚Lehre‘, ‚Schulrichtung‘) ist eine Bezeichnung für eine religiöse, philosophische oder politische Richtung und ihre Anhängerschaft. Die Bezeichnung bezieht sich auf Gruppierungen, die sich durch ihre Lehre oder ihren Ritus von vorherrschenden Überzeugungen unterscheiden und oft im Konflikt mit ihnen stehen.

Und zu guter Letzt der Duden:

1.(veraltend) kleinere Glaubensgemeinschaft, die sich von einer größeren Religionsgemeinschaft, einer Kirche abgespalten hat, weil sie andere Positionen als die ursprüngliche Gemeinschaft betont, hervorhebt

2.(meist abwertend) kleinere Gemeinschaft, die in meist radikaler, einseitiger Weise bestimmte Ideologien oder religionsähnliche Grundsätze vertritt, die nicht den ethischen Grundwerten der Gesellschaft entsprechen

Die meisten dieser Kriterien findet man auch in den etablierten Religionen wieder, also gibt es kein eindeutiges Kriterium bis auf die Größe der Gruppe und die ist nicht festgelegt.

Ich persönlich mache keinen Unterschied zwischen Sekten und Religionen, denn sie alle haben reichlich absurde Lehren und Regelwerke. Ich finde sie alle schädlich, die einen mehr, die anderen weniger.


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Vielleicht kann Deine Frage nur ein Jurist beantworten. Viel wichtiger finde ich, wie wir selbst mit dieser Frage für uns umgehen! Und da sollte man tunlichst die Augen und vor allem sein Herz offen lassen! Denn man kann sehr gut ohne beides leben!! Und wer DAS weiß, der muss sich Deine Frage auch gar nicht mehr stellen; und der hat eine Menge gelernt!

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Du kannst jeden Glauben bis auf den Islam widerlegen. Der Koran gibt dir Vorlagen, um diesen zu widerlegen aber niemanden ist es gelungen.

Der Mensch beschäftigt sich halt damit nicht und will so weit wie Gott denken können, da es sonst falsch ist, dabei gibt es eindeutige Beweise.

Die Leute nehmen sich aber nur den Teil der Wahrheit, der ihnen gefällt.

Dieser Beitrag zum Beispiel wird viele aufregen aber als Reaktion wird nur meine Person angegriffen.

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Kommentar von Wahchintonka
31.07.2016, 22:16

Wenn es denn wenigstens nur eine Religion in der Welt gäbe. Die müsste aber auch Privatsache sein und kein Muss.  Eher negativ wirkt sich auch aus, dass es selbst innerhalb der Religionen verschiedene Richtungen gibt. Bei euch gibt es ja auch mindestens 4 verschiedene. Und manche Schiiten und Sunniten mögen sich überhaupt nicht, wie das ja auch bei Christen bezüglich Katholiken und Protestanten so ist. Ewige Streitereien.

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Die sogenannten spirituellen Führer, von denen man annimmt, dass sie diese Dinge besser verstehen als wir, haben es uns gesagt, indem sie versuchten, uns in eine Schablone hineinzubiegen und hineinzupressen, und das hat uns nicht sehr weit gebracht. 

Weltkluge und gelehrte Männer haben es uns gesagt, und das hat uns auch nicht weitergeführt. 

Uns wurde gesagt, dass alle Wege zur Wahrheit führen: Der eine geht auf seinem Pfad als Hindu, ein anderer folgt seinem Pfad als Christ und wieder ein anderer als Moslem, und sie alle begegnen sich an derselben Tür, und das ist, wenn Du es richtig betrachtest, offensichtlich völlig unsinnig.

Zur Wahrheit, zu Gott, führt kein Pfad, und darin liegt die Schönheit.

Die Wahrheit ist etwas Lebendiges. Eine tote Sache hat einen Pfad, der zu ihr führt, weil alles Tote statisch ist. 

Wenn Du aber erkennst, dass die Wahrheit etwas Lebendiges ist, das in Bewegung ist, das keine bleibende Stätte hat, das in keinem Tempel, keiner Moschee oder Kirche zu finden ist.

Wenn Du siehst, das die Wahrheit oder Gott, etwas ist, wohin Dich keine Religion, kein Lehrer, kein Philosoph führen kann, dann wirst Du auch erkennen, dass dieses Lebendige das ist, wir in Wirklichkeit selbst sind: Dein Ärger, Deine Rohheit, Deine Heftigkeit, Deine Verzweiflung, die Trübsal und das Leid indem Du lebst. Im Verstehen all dieser Dinge liegt die Wahrheit. Und somit Gott, der an keine Kirche gebunden ist.

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Im Prinzip ist das wahr. Sekten sind nur kleinere Gruppen, die gesellschaftlich nicht so anerkannt werden.

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So würde ich es nicht nennen, aber es gibt viele Gemeinsamkeiten

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So einfach ist es nicht, denn es gibt Kriterien, ab wann eine Religion als Sekte gilt. 
 Hier einige davon:

- Sekte verlangt Kontrolle über dein gesamtes Leben inklusive deines Geldes.

- Sekten haben oft eine Paralleljustiz. 

- Ein Austritt ist schwer oder gar unmöglich und hat als Konsequenz Psychoterror oder gar den Tod. 

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Kommentar von JustNature
31.07.2016, 12:38

All die Kriterien treffen voll auf dem Islam zu.

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Jede Religion ist als Sekte entstanden. Gut möglich, dass in 1000 Jahren, scientology als Religion angesehen wird.

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Kommentar von Wahchintonka
31.07.2016, 12:48

ob sie dann als Religion angesehen wird oder nicht, ändert nichts an ihrer Ideologie

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