Sind die Lehrkräfte schuldig?Was wäre der rechtlich richtige Weg gewesen?

14 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hoi.

Auch bei Schülern gilt, dass eine Meldung an die Unfallkasse(gesetzliche Unfallversicherung der Schule) erst nach drei Tagen Arbeitsunfähigkeit(Schulunfähigkeit) erfolgen muss.

Bei der gesetzlichen Unfallversicherung gibt es aber  keine Verjährungsfristen. Auch du bzw. deine Eltern können den Unfall jederzeit nachmelden.

Aber: nicht jede Tätigkeit auf einer Klassenfahrt ist versichert.

http://www.klassenfahrten-magazin.de/heft413/gesetzliche-unfallversicherung.html  

Was mich wundert: eure Krankenversicherung kennt doch die Ursache. Jede Krankenkasse fragt bei einem Unfallereignis über den Grund nach dem Unfall, damit geprüft werden kann, ob es einen Schädiger gibt oder eine andere Stelle, die man in Regreß nehmen kann. 

Habt ihr also die Kasse "angelogen"? Warum hat sie noch keine Regreß-/Rückforderung bei der Unfallkasse erhoben und die weitere Behandlung abgelehnt? Vielleicht, weil es eben kein versicherter Unfall war? 

Strafrechtlich: ich sehe auch keine Verletzung des Aufsichtspflicht oder eine unterlassene Hilfeleistung.

"Was ist ein Unglücksfall?

Gemäß StGB § 323 c ist eine Voraussetzung für unterlassene Hilfeleistung ein Unglücksfall bzw. eine Gefahren- oder Notsituation. Was kann aber darunter verstanden werden?

Die Voraussetzung ist nach gängiger Rechtsprechung erfüllt, wenn ein plötzlich eintretendes Ereignis eine unmittelbare Gefahr für die Unversehrtheit von Körper und Leben herbeiführt bzw. droht herbeizuführen. Dies gilt auch bei Sachen von bedeutendem Wert.

Eine Bedingung für einen Unglücksfall ist, dass eine erhebliche Gefahr droht. Dies ist z. B. nicht bei jeder Körperverletzung der Fall. Wenn sich jemand, eine durch einen Fahrradsturz eine Schürfwunde am Knie hat, können Sie zwar Ihre Hilfe anbieten; verklagen auf unterlassene Hilfeleistung wird Sie aber niemand, wenn sie das nicht tun. Es kommt also auf die Situation an. Meist ist es aber sofort erkennbar, ob eine Situation schwere Folgen haben kann."

 

Wenn man sie anzeigt, was hätte das zum Vor-/Nachteil für uns und die Lehrer?

Tja, euer Vorteil - mit dir/euch wird kein Lehrer mehr eine Klassenfahrt machen wollen.

Die Lehrer werden ebenfalls keine Klassenfahrt mehr machen wollen, wenn sie immer mit einem Bein im Knast stehen. Oder sie werden jede Fahrt sofort abbrechen, wenn etwas passiert. Das freut dann eure Eltern, die viel Geld für eine dann abgebrochene Klassenfahrt bezahlt haben.....

 

Man, ich möchte heutzutage echt kein Lehrer sein.....

 

Ciao Loki

 

Hier muss man wie immer unterscheiden zwischen den verschiedenen Rechtsgebieten.

Strafrechtlich ("unterlassene Hilfeleistung" im weitesten Sinn) halte ich dein Ansinnen nach der Schilderung für zutiefst niederträchtig und unmoralisch, aber manchmal ist ja die Juristerei für sehr schräge Entscheidungen bekannt.

Wenn du unbedingt jemandem eine Geldstrafe aufbrummen willst oder ein Leben zerstören willst, nur zu. Anzeige und das Ding läuft, für dich auch kostenfrei.

Zivilrechtlich (Schadenersatz des Kostenträgers wegen z.B. Verletzung der gebotenen Sorgfalt bei der Aufsicht) kann ich mir schon vorstellen, dass da was geht, aber dafür müsste man den Unfall bei der gesetzlichen Unfallversicherung endlich mal melden. Der sich da ankündigende Leistungsprozess (i.d.R. muss man solche Unfälle "unverzüglich" melden, da sind anderthalb Jahre lange raus) wäre auch kostenfrei, Da sich da Kostenträger nd Schule streiten würden.

Falls du auf Schmerzensgeld aus bist - da wirst du selbst kein Geld sehen, "Schmerzensgeld" im amerikanischen Sinne gibt es hier nicht.

Auch wäre der Nachweis, dass deine dauerhaften Beschwerden ursächlich ausschließlich auf ein Unterlassen der Lehrkräfte zurückzuführen sind, nach über einem Jahr sehr schwer zu führen.

Aber zum Dissen und sich Feinde machen (vor allem bei denjenigen, die deine Schulnoten abwägen und bei mündlichen Kontrollen/Prüfungen die Schwierigkeit der Fragen steuern ...) reicht es allemal!

Überleg noch mal.

Ein Jugendlicher oder Erwachsener kann schon selbst über Arzt oder nicht Arzt bestimmen.

Ein 13jähriges Kind kann und darf das noch nicht.

Nee, hier ist der Lehrer niederträchtig und unmoralisch.

Er hätte zwingend Arzt und Eltern verständigen müssen.

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Ich habe auch nicht vor, dass irgendwie ohne Grund anzuzeigen. An meinem gesundheitlichen Zustand ändert es eh nichts. Wenn Probleme wegen der Versicherung auftauchen, dann muss diese rechtliche Sache jedoch geklärt sein.

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Bei über sieben, aber unter 18-Jährigen stellt man auf den individuellen Entwicklungsstand ab. Dabei gehe ich davon aus, dass die Lehrkräfte durch entsprechende Erfahrung da eine sehr zuverlässige Einschätzung vornehmen können.

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Dann, lieber Cliffhanger, gehe zu einem Anwalt. Der kann das verbindlich klären. Hier sind alle nur Hobbyjuristen.

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Vielleicht habe ich mich mich missverständlich ausgedrückt:

Am Abend haben sie gesagt, wenn Übelkeit dazu kommt, dann sollten wir ins Krankenhaus fahren.

Am nächsten Tag nach dem Übergeben wurde nicht mehr an eine mögliche Gehirnerschütterung gedacht, sondern auf irgendeinen Virus getippt. Mir wurden Medikamente und Arzt angeboten. Daraufhin habe ich abgelehnt, weil ich ja keinen Virus hatte.

Über eine mögliche Gehirnerschütterung wurde gesprochen, doch alle sagten, dass ich mich dann direkt übergeben hätte.

Die Lehrer meinen jetzt im Nachhinein, dass sie natürlich zum Arzt hätten gehen müssen. Und dass sie beim nächsten Mal anders handeln würden. Sie selbst waren sich über solche Folgen nicht im Klaren.

Uns wurde oft gesagt, dass dieser Unfall gemeldet hätte werden müssen, jetzt ist es zu spät. Wenn jedoch rauskommt, dass es ein Schulunfall war, wird unsere Versicherung nicht mehr zahlen.

genau hier liegt das Problem: DU hast den Arztbesuch abgelehnt ....

ich finde es Unverschämt, jetzt eine unterlassene Hilfeleistung der Lehrer zu konstruiren ... (welche nicht mal vorliegen würde .... Hilfe wurde angeboten, aber von DIR nicht angenommen)

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Ich habe denen nur gesagt, dass ich wegen einem Magen-Darm-Virus nicht zum Arzt gehen muss.

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@Cliffhanger12

klar, der Arzt hätte auch auch, da er überhaupt keine Ahnung hat, den Unterschied zwischen Virus und Gehrinerschütterung nicht erkannt ......

du machst dich mit deinen Anschuldigungen an die Lehrer LÄCHERLICH!

wenn mir die Lehrer anbieten, zum Arzt zu gehen ....

dann geh ich und erzähle dem Arzt was mir fehlt ....

der Arzt stellt dann die richtige Diagnose .....

von einem 13-jährigen Schüler sollte man eigentlich erwarten können, dass er einem Arzt seine Symptome erzählt .....

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Der Lehrer aber nicht. Ich habe meinem Lehrer geglaubt, dass es eine Magen-Darm-Grippe ist und habe gemeint, dass ich deswegen nicht zum Arzt muss. Man kann aber nicht erwarten, dass ein 13jähriger die Folgen einer übergangenen Gehirnerschütterung einschätzen kann. 4 Lehrer waren dabei. Eine hat gesagt bei einer Gehirnerschütterung hätte ich mich schon übergeben. Am Tag danach haben sie also die Gehirnerschütterung ausgeschlossen. Bei solchen Symptomen geht man zum Arzt spätestens nach dem Übergeben, egal ob das Kind will oder nicht. oder man informiert wenigstens die Eltern.

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@Cliffhanger12

Wenn du so überzeugt bis dann verklag ihn doch. Sry aber deine Erfolgschancen sind sehr sehr gering gegen ungewinnbar. Wie es mehrere Leute schon erwähnt hatten. Informier dich mal über den parsgraph unterlassene Hilfeleistung:)

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@Cliffhanger12

OK, Du warst noch nicht Jugendlicher. So eine Info bringt man doch am Anfang, nicht am Ende.

Hier hätte der Lehrer direkt den Krankenwagen und Deine Eltern anrufen müssen.

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@Chogath

Nein, er war noch keine 14 und damit war er noch nicht Inhaber der Gesundheitsfürsorge für sich.

Der Lehrer hätte den Arzt rufen müssen, egal ob der Zwerg will oder nicht.

Ob das jetzt aber noch etwas nutzt, das ist eine andere Frage.

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@Chogath

Ich hatte nie vor meine Lehrer zu verklagen, eben nur im Notfall, falls die Krankenkasse es nicht zahlt. Auch dann mache ich das nur äußert ungerne, aber meine Eltern wollen das so.

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Du hast den Arzt verweigert.

Der Arzt hätte feststellen können, dass das Übergeben von einer Gehirnerschütterung kommen könnte.

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